Die Sicherheitsforscher Noam Rotem und Ran Locar von vpnMentor entdeckten am 05.08.2019 eine ungeschützte, unverschlüsselte Datenbank des südkoreanischen Unternehmens Suprema, das die biometrische Zugangskontrollplattform BioStar 2 betreibt. Die Datenbank enthielt rund 27,8 Millionen Datensätze mit einem Gesamtvolumen von 23 Gigabyte. Darunter befanden sich über eine Million Fingerabdrücke, Gesichtserkennungsbilder, Klartext-Benutzernamen und -Passwörter von Administratoren, Ein- und Austrittsprotokolle, Sicherheitsfreigaben sowie Namen, Wohnadressen und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern. BioStar 2 wird nach Angaben von Suprema in über 1,5 Millionen Installationen weltweit eingesetzt, unter anderem bei Banken, Universitäten, Regierungsbehörden und der britischen Metropolitan Police. Die Forscher konnten über die offene Weboberfläche Suchparameter manipulieren und dadurch beliebige Datensätze auslesen sowie neue Administratorkonten anlegen. Nach der Kontaktaufnahme am 07.08.2019, bei der die deutsche Niederlassung von Suprema zunächst jede Zusammenarbeit verweigerte, wurde die Datenbank am 13.08.2019 über die französische Niederlassung geschlossen. Der Fall wurde am 14.08.2019 öffentlich bekannt und unter anderem von BBC und The Register aufgegriffen.
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Unklar bleibt, wie lange die Datenbank vor der Entdeckung frei zugänglich war und ob Daten von Dritten heruntergeladen oder missbräuchlich verwendet wurden; Suprema erklärte lediglich, es gebe keine Hinweise auf einen Download durch Unbefugte, ohne dies technisch zu belegen. Eine offizielle Bußgeldentscheidung einer Datenschutzbehörde zu diesem Fall ist aus dieser Quelle nicht ersichtlich.