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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Organisation/NGO

Magenta startet Zwei-Faktor-Authentifizierung für SIM-Kartentausch und eSIM-Profile

Der Anbieter führt Zwei-Faktor-Authentifizierung für SIM-Kartentausch und eSIM-Profilaktivierung ein, um SIM-Swapping-Betrug vorzubeugen.

Magenta Telekom (Österreich)

27.08.2021

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Pressemitteilung eines österreichischen Anbieters, zeigt aber branchentypisches Modell.

Studie

Bahrain: Pegasus-Spyware gegen Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle

Citizen Lab dokumentierte, dass mindestens neun bahrainische Aktivisten zwischen Juni 2020 und Februar 2021 mit der Pegasus-Spyware von NSO Group infiziert wurden. Die Angriffe erfolgten über Zero-Click-Exploits (KISMET, FORCEDENTRY) gegen iPhones, teils waehrend die Betroffenen bereits Asyl in Grossbritannien hatten.

Citizen Lab (University of Toronto)

24.08.2021

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Die Zuordnung des Betreiber-Clusters zu staatlichen Stellen Bahrains stützt sich auf forensische Indizien, nicht auf ein gerichtliches Eingeständnis; nicht belegt ist, wer innerhalb der Regierung konkret die Überwachung anordnete.

Organisation/NGO

T-Mobile-USA-Datenleck: 40 Millionen Kunden betroffen, 350 Mio. USD Vergleich, 2024 zusätzlich 15 Mio. USD FCC-Bußgeld

Im August 2021 gaben Angreifer unbefugten Zugriff auf die Netzwerke von T-Mobile US bekannt, bei dem Datensätze von über 40 Millionen ehemaligen und potenziellen Kunden, die zuvor eine Kreditprüfung beantragt hatten, sowie von 7,8 Millionen bestehenden Postpaid-Kunden entwendet wurden. Gestohlen wurden Namen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern sowie Führerschein- oder Ausweisnummern; Zahlungskartendaten waren laut T-Mobile nicht betroffen. Der Hacker John Erin Binns bekannte sich öffentlich zur Veröffentlichung der Kundendaten. T-Mobile zahlte 2022 350 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Sammelklagen, einer der größten Datenschutz-Vergleiche in der US-Geschichte zu diesem Zeitpunkt, und wurde 2024 zusätzlich mit einem Bußgeld von 15 Millionen US-Dollar durch die US-Kommunikationsbehörde FCC belegt.

The Washington Post / hbsslaw.com

18.08.2021

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Die Motive des Hackers John Erin Binns für die Veröffentlichung der Daten sind aus dieser Quelle nicht belegt.

Primärquelle

T-Mobile-Datenleck 2021

T-Mobile bestätigte offiziell, dass bei einem Cyberangriff im August 2021 Daten von rund 40 Millionen ehemaligen und potenziellen Kunden sowie 7,8 Millionen bestehenden Postpaid-Kunden gestohlen wurden. Erbeutet wurden Namen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern sowie Führerschein- beziehungsweise ID-Daten, jedoch nach Unternehmensangaben keine Finanz- oder Kreditkartendaten. Insgesamt waren nach T-Mobiles eigener Zählung Datensätze von fast 50 Millionen Personen betroffen.

T-Mobile US, Inc.

17.08.2021

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Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Untersuchung noch nicht abgeschlossen, sodass der genaue Gesamtumfang offenblieb. Nicht dokumentiert ist, in welchem Umfang die gestohlenen Daten tatsächlich für konkreten Identitätsdiebstahl oder Kreditbetrug missbraucht wurden.

Journalismus

Internetsperre in Sambia am Wahltag 2021

Am Wahltag der sambischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 12. August 2021 wurde landesweit der Zugang zu Social-Media-Plattformen blockiert. Die Regierung unter Praesident Edgar Lungu rechtfertigte den Schritt mit der angeblichen Nutzung eines nicht autorisierten VPN-Zugangs; Beobachter werteten die Sperre als Versuch, unabhaengige Wahlbeobachtung waehrend der Auszaehlung zu behindern.

NetBlocks

12.08.2021

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Nicht direkt nachweisbar ist eine gezielte Absicht zur Wahlmanipulation im Sinne von Stimmenfaelschung; die Kausalkette zwischen Sperre und Wahlausgang bleibt Gegenstand politischer Interpretation.

Journalismus

Poly-Network-Hack

Am 10. August 2021 erbeutete ein Angreifer durch Ausnutzung einer Schwachstelle in den Smart Contracts des Cross-Chain-Protokolls Poly Network Kryptowerte im Wert von rund 600 Millionen Dollar auf den Blockchains Ethereum, Binance Smart Chain und Polygon. Bereits einen Tag später begann der Angreifer, den Großteil der Gelder zurückzuüberweisen, nachdem Poly Network öffentlich dazu aufgerufen hatte. Tether fror rund 33 Millionen Dollar der gestohlenen USDT-Bestände ein.

Handelsblatt

11.08.2021

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Die Identität des Angreifers wurde nie zweifelsfrei geklärt, seine angebliche Begründung, die Tat sei zum Spaß und zum Aufzeigen der Sicherheitslücke erfolgt, ist unbelegt. Nicht abschließend dokumentiert ist auch, ob der Angreifer allein handelte oder ob es Mittäter gab.

Organisation/NGO

Verordnung (EU) 2019/1157 zur Erhöhung der Sicherheit von Personalausweisen

Verordnung schreibt EU-weit Mindeststandards für Personalausweise vor, verpflichtet zur Speicherung von Gesichtsbild und Fingerabdrücken auf dem Chip.

Europäisches Parlament und Rat der EU

02.08.2021

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Keine technische Sicherheitsbewertung der Chip-Implementierung.

Journalismus

BlackMatter: Mutmaßliches Comeback der DarkSide-Ransomware-Gruppe

Ende Juli 2021, rund zwei Monate nach der Einstellung von DarkSide im Zuge des Colonial-Pipeline-Angriffs, tauchte die neue Ransomware-Gruppe BlackMatter auf. Ein Sicherheitsforscher stellte fest, dass die Verschlüsselungsroutinen des BlackMatter-Entschlüsselers eine zuvor nur bei DarkSide bekannte benutzerdefinierte Matrix enthielten. Sicherheitsfirmen wie Recorded Future stuften BlackMatter als direkten Nachfolger von DarkSide ein, ein BlackMatter-Vertreter bestritt, dieselbe Gruppe zu sein, räumte aber eine frühere Zusammenarbeit mit DarkSide-Leuten ein.

BleepingComputer

31.07.2021

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Ob BlackMatter tatsächlich von denselben Kernpersonen wie DarkSide betrieben wurde, ist nicht abschließend bewiesen und wird von Sicherheitsfirmen unterschiedlich bewertet. Die genauen Gründe für das plötzliche Verschwinden von DarkSide im Mai 2021 sind unklar.

Primärquelle

Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung im ersten Cum-Ex-Strafverfahren

Der BGH stellte am 28.07.2021 im ersten bundesweiten Cum-Ex-Strafverfahren höchstrichterlich fest, dass die Geschäfte Steuerhinterziehung waren, und ordnete die Einziehung von rund 176 Mio. Euro bei der Bank M.M. Warburg an.

Bundesgerichtshof

28.07.2021

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Primärquelle, die offizielle Pressemitteilung des BGH zum Grundsatzurteil.

Journalismus

Entlassung des Anti-Korruptions-Staatsanwalts Juan Francisco Sandoval als Nachwirkung des CICIG-Endes in Guatemala

Am 23. Juli 2021 entließ Guatemalas Generalstaatsanwältin Consuelo Porras den Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft gegen Straflosigkeit (FECI), Juan Francisco Sandoval, der zuvor gegen Präsident Alejandro Giammattei sowie Wirtschafts- und Politikeliten wegen Korruption ermittelt hatte. Sandoval floh noch am selben Tag ins Exil, gut zwei Jahre nach dem erzwungenen Abzug der UN-Anti-Korruptions-Kommission CICIG.

Reuters

24.07.2021

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Der Bericht dokumentiert Entlassung und Flucht Sandovals, belegt aber keine strafrechtliche Verurteilung von Porras oder Giammattei; die Einordnung als CICIG-Nachwirkung ist eine von Beobachtern hergestellte Kausalverbindung, kein juristisch festgestellter Zusammenhang.

Journalismus

Konsequenzen aus Schrems-II-Urteil: Regierung verweigert Auskunft zu Behörden-Software

Ein Jahr nach Schrems-II verweigert die Bundesregierung Auskunft, welche Behörden weiterhin US-Cloud-Software mit unzulässiger Datenübermittlung einsetzen.

netzpolitik.org

23.07.2021

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Basiert auf parlamentarischer Anfrage, keine amtliche Vollerhebung.

Journalismus

Grindr-Standortdaten enttarnen hochrangigen US-Kirchenvertreter

Das Nachrichtenportal The Pillar veröffentlichte am 20.07.2021 eine Recherche, die kommerziell erhältliche App-Signaldaten nutzte, um Grindr-Nutzung und Besuche von Schwulenbars einem Mobilgerät zuzuordnen, das Monsignore Jeffrey Burrill, Generalsekretär der US-Bischofskonferenz, zugeschrieben wurde. The Pillar korrelierte eine Geräte-ID mit Standortmustern an Burrills Arbeitsplatz und Wohnsitz zwischen 2018 und 2020. Burrill trat noch am Tag der Veröffentlichung zurück, Grindr erklärte, nicht die Quelle der Daten gewesen zu sein.

TIME (Time USA, LLC)

23.07.2021

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Der Datenhändler, von dem The Pillar die App-Signaldaten tatsächlich bezog, wurde nicht öffentlich benannt. Die technische Methode der Re-Identifizierung wurde nicht unabhängig geprüft, sondern beruht allein auf Angaben von The Pillar selbst.

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