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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Rettungspaket: NordLB erhält lang ersehnte Kapitalspritze

Nach faulen Schifffahrtskrediten einigten sich Land Niedersachsen, die Sparkassen-Finanzgruppe und Sachsen-Anhalt 2019 auf ein Rettungspaket von 3,63 Mrd. Euro für die NordLB.

Handelsblatt

2019

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Belegt die Zusammensetzung und Höhe des Rettungspakets 2019.

Primärquelle

Pflegeroboter und Sturzsensoren in Altenheimen: Sicherheitsgewinn kollidiert mit Privatsphäre der Bewohner

In der Altenpflege kommen zunehmend Sensorsysteme zum Einsatz, etwa kameralose Sturzradar-Systeme für Bad und Schlafzimmer oder Sensormatten unter der Matratze, die Aufstehen, Schlafqualität und Vitalzeichen erfassen und bei Bedarf Angehörige oder Pflegedienste alarmieren. Diese Systeme müssen mitunter große Datenmengen sammeln, um sich technisch weiterzuentwickeln, und dringen dadurch teils weit in den Privatbereich der Bewohner ein. Kritische Stimmen aus der Pflegewissenschaft warnen, der Einsatz von Robotern und permanenter Sensorik könne die Vereinsamung der Bewohner verstärken und werfe grundlegende Fragen auf: Wie wird verhindert, dass persönliche Daten an unbefugte Dritte weitergeleitet werden, und ob unter permanenter Überwachung überhaupt noch echte Privatsphäre entstehen kann.

Springer Nature (Umsorgen, überwachen, unterhalten)

01.01.2019

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Konkrete dokumentierte Fälle von Datenweitergabe an unbefugte Dritte aus solchen Pflegesystemen sind aus dieser Quelle nicht belegt; die Kritik betrifft strukturelle Risiken, nicht nachgewiesene Einzelvorfälle.

Journalismus

Danske Bank: Aktienkurs halbiert sich 2018 nach Estland-Geldwäscheskandal

Nachdem die dänische Zeitung Berlingske ab März 2017 über Geldwäscheverdacht in der estnischen Danske-Bank-Filiale berichtet hatte, veröffentlichte die Bank am 19.09.2018 einen internen Untersuchungsbericht zu rund 200 Milliarden Euro verdächtigen Zahlungen aus den Jahren 2007 bis 2015. Die Aktie fiel an diesem Tag um fast 8 Prozent, Vorstandschef Thomas Borgen trat noch am selben Tag zurück. Über das gesamte Jahr 2018 verlor die Danske-Bank-Aktie rund die Hälfte ihres Werts, ein Marktwertverlust von mehr als 15 Milliarden US-Dollar. Eine zusätzliche Gewinnwarnung im Dezember 2018 drückte den Kurs auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2014.

PYMNTS

27.12.2018

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Die genauen Prozentangaben zum Kursverlust schwanken je nach Quelle zwischen rund 45 und 50 Prozent, je nachdem ob das Kalenderjahr 2018 oder der Rückgang seit März 2018 zugrunde gelegt wird. Der bezifferte Marktwertverlust stammt aus journalistischen Berechnungen ohne einheitlichen Stichtag. Eine strenge statistische Trennung zwischen dem Einfluss des Skandals und allgemeinen Marktfaktoren liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

Organisation/NGO

Stingray Tracking Devices

Stingray-Geräte zwingen Mobiltelefone durch Vortäuschen echter Sendemasten zur Übermittlung von Standort-/Identifikationsdaten, erfassen auch unbeteiligte Personen.

ACLU

14.12.2018

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Advocacy-Seite, bezieht sich primär auf US-Rechtslage.

Journalismus

Taylor Swift Used Facial Recognition Technology to Screen Concert for Stalkers

Bei Taylor-Swift-Konzert wurden Zuschauer über getarnte Kamera gefilmt und gegen Stalker-Datenbank abgeglichen, ohne Wissen der Besucher.

Vice

13.12.2018

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Journalistischer Bericht auf Basis einer Quelle, keine offizielle Bestätigung.

Primärquelle

Australiens Entschlüsselungsgesetz Assistance and Access Act

Australien verabschiedete am 6. Dezember 2018 den Telecommunications and Other Legislation Amendment (Assistance and Access) Act, der am 8. Dezember 2018 in Kraft trat. Das Gesetz verpflichtet Kommunikationsanbieter über drei Stufen zur Mithilfe bei der Entschlüsselung von Kommunikation, mit Bußgeldern bis zu 10 Millionen australischen Dollar bei Nichtbefolgung. Australien war damit das erste westliche Land mit einer solchen gesetzlichen Verpflichtung, wogegen Apple, Google, WhatsApp und weitere Unternehmen öffentlich protestierten.

Parlament von Australien

08.12.2018

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Nicht öffentlich dokumentiert ist, in welchem Umfang die australische Regierung tatsächlich Technical Capability Notices erlassen hat, da diese vertraulich gehalten werden können. Offen bleibt zudem, ob einzelne Unternehmen tatsächlich systemische Schwachstellen einbauen mussten, was der Gesetzestext nominell ausschließt.

Journalismus

Quora-Hack 2018: Daten von rund 100 Millionen Nutzerkonten gestohlen

Der Betreiber der Frage-Antwort-Plattform Quora informierte am 4. Dezember 2018 rund 100 Millionen Nutzer per E-Mail über einen Hackerangriff auf seine Systeme. Quora hatte den unautorisierten Zugriff eines Dritten bereits am Freitag, dem 30. November 2018, entdeckt und daraufhin Sicherheitsexperten sowie Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Die Angreifer konnten Namen, E-Mail-Adressen, mit Bcrypt und Salt verschlüsselte Passwörter sowie aus verknüpften Netzwerken importierte Daten kopieren. Zusätzlich waren öffentliche und nicht öffentliche Inhalte betroffen, darunter Fragen, Antworten, Kommentare, Upvotes, Downvotes und private Direktnachrichten. Anonym verfasste Fragen und Antworten blieben unberührt, ebenso waren keine Kreditkartendaten oder Sozialversicherungsnummern betroffen, da Quora solche Daten grundsätzlich nicht erhebt. Als Sofortmaßnahme setzte Quora die Passwörter aller betroffenen Konten zurück und meldete die Nutzer automatisch ab, sodass beim nächsten Login ein neues Passwort vergeben werden musste. Ein Quora-Sprecher bestätigte am 12. Dezember 2018, dass die Passwörter mit dem Verfahren Bcrypt plus Salt gesichert waren, was nach damaligem Stand als sicher galt.

heise online

03.12.2018

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Aus dem Bericht geht nicht hervor, auf welchem technischen Weg die Angreifer konkret Zugriff auf die Quora-Systeme erlangten, da die Untersuchung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen war. Auch Identität der Angreifer sowie mögliche behördliche Sanktionen gegen Quora sind aus der Quelle nicht ersichtlich.

Journalismus

Quora-Datenleck 2018: Kontodaten von rund 100 Millionen Nutzern kompromittiert

Quora teilte am 03.12.2018 mit, dass ein unbefugter Dritter Zugriff auf interne Systeme erlangt und Daten von bis zu 100 Millionen Nutzerkonten kopiert hatte. Betroffen waren Namen, E-Mail-Adressen, verschlüsselte Passwörter sowie öffentliche und nicht öffentliche Aktivitäten wie Fragen, Antworten und private Nachrichten. Quora meldete alle betroffenen Nutzer automatisch ab und setzte ihre Passwörter zurück.

TechCrunch

03.12.2018

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Wer die Angreifer waren und auf welchem technischen Weg sie Zugang erlangten, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor. Spätere behördliche Bußgelder infolge des Vorfalls sind nicht dokumentiert.

Organisation/NGO

Marriott/Starwood-Datenleck: Hacker unentdeckt seit 2014 in Reservierungssystem, bis zu 500 Millionen Gäste betroffen

Marriott meldete am 30.11.2018, dass Angreifer bereits seit 2014 unentdeckten Zugriff auf das Reservierungssystem der 2016 übernommenen Hotelkette Starwood hatten. Betroffen waren bis zu 500 Millionen Gästeeinträge; bei 327 Millionen davon umfassten die gestohlenen Daten eine Kombination aus Name, Postanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Passnummer, SPG-Kontoinformationen, Geburtsdatum, Geschlecht sowie An- und Abreisedatum. Betroffen waren Gäste der Starwood-Marken W Hotels, St. Regis, Sheraton, Westin, Element, Aloft, The Luxury Collection, Tribute Portfolio, Le Méridien, Four Points by Sheraton und Design Hotels.

NPR / Security-Insider

30.11.2018

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Der Angriff blieb laut Quelle vier Jahre lang unentdeckt; ob dies auf mangelnde Sicherheitsüberwachung bei Starwood vor der Marriott-Übernahme zurückzuführen ist, wird in dieser Quelle nicht abschließend geklärt.

Journalismus

Marriott-Starwood-Datenleck: 339 Millionen Gäste, vier Jahre unentdeckt

Am 30.11.2018 gab die Hotelkette Marriott International bekannt, dass Unbekannte bereits seit Juli 2014 unbefugten Zugriff auf die Reservierungsdatenbank der 2016 von Marriott übernommenen Tochter Starwood hatten. Der Zugriff blieb bis zur Entdeckung am 08.09.2018 vier Jahre lang unbemerkt. Betroffen waren rund 339 Millionen Gästedatensätze weltweit, davon etwa 30 Millionen aus der EU und 7 Millionen aus Großbritannien. Kompromittiert wurden Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht, Reservierungsdaten sowie bei rund 5,25 Millionen Personen unverschlüsselte Passnummern; teilweise waren auch Kreditkartendaten betroffen. Die britische Datenschutzbehörde ICO kündigte am 09.07.2019 wegen Verstoßes gegen Artikel 5(1)(f) und Artikel 32 der DSGVO ein Bußgeld von 99,2 Millionen Pfund (rund 110 Millionen Euro) an, das damals als eines der höchsten DSGVO-Bußgelder überhaupt galt. Am 30.10.2020 reduzierte die ICO die Strafe unter Verweis auf Marriotts Verbesserungsmaßnahmen und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auf 18,4 Millionen Pfund. Marriott hatte gegen die ursprüngliche Bußgeldandrohung Widerspruch angekündigt.

heise online

30.11.2018

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Die genaue technische Ursache des Erstzugriffs 2014 (Einfallstor, Angreifergruppe) ist aus dieser Quelle nicht im Detail belegt, ebenso wenig die endgültige Zahl der tatsächlich betroffenen Einzelpersonen nach Bereinigung von Duplikaten.

Organisation/NGO

OpenSCHUFA: Wie die Schufa zu ihren Bewertungen kommt

Auswertung von ~2.000 gespendeten Datensätzen fand Hinweise, dass Alter und Geschlecht die Risikoeinschätzung beeinflussen.

netzpolitik.org / AlgorithmWatch / OKF

29.11.2018

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Basiert auf freiwillig gespendeten, nicht repräsentativen Daten.

Primärquelle

Electric vehicles send real-time data to Chinese government

Über 200 Hersteller von Elektroautos in China – darunter NIO, Tesla, VW, BMW und Daimler – übermitteln mindestens 61 Datenpunkte in Echtzeit an staatlich gestützte Überwachungsplattformen. Die nationale Plattform erfasste 2018 Daten von mehr als 1,1 Millionen Fahrzeugen.

Associated Press (Erika Kinetz)

29.11.2018

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Betrifft ausschließlich in China zugelassene Fahrzeuge, nicht in Europa verkaufte chinesische Autos.

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