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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

"Altersverifikation im Internet: EU-App soll im Sommer kommen" — unabhängige Zweitquelle zur Länderliste

Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Spanien und Zypern wollen eine Vorreiterrolle einnehmen und preschen mit der Umsetzung bereits vor.

dataloft (Schweizer Datenschutz-Fachportal)

29.04.2026· in Kraft

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Bestätigt dieselbe Länderliste über eine seriösere, unabhängige Quelle — für Blackstone-Zitate diese oder eine ähnliche Quelle statt der oben genannten fragwürdigen Quelle verwenden.

Journalismus

Bundeskabinett beschließt KI-gestützte digitale Ermittlungsbefugnisse für die Polizei

Polizei erhält KI-gestützten biometrischen Foto-Abgleich mit Internetbildern und Datenanalyse, begrenzt auf schwere Straftaten.

Stuttgarter Zeitung

29.04.2026

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Praktische Auslegung von 'schwere Straftaten' offen.

Journalismus

Bundesnachrichtendienst-Reform: operativer, digitaler, mächtiger?

BND-Reform sieht erweiterte Hackingbefugnisse, längere Speicherfristen und KI/Biometrie-Einsatz vor, GFF droht mit Verfassungsklage.

ZDFheute

29.04.2026

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Tagesaktueller Bericht zu noch nicht verabschiedetem Gesetzentwurf.

Journalismus

"Bundesregierung will KI-Einsatz der Polizei – kommt jetzt Palantir?" — Bundesländer-Überblick mit Nutzungszahlen

Drei Bundesländer nutzen aktuell die Palantir-Software Gotham: Hessen, Bayern und NRW. Baden-Württemberg hat mit dem im November 2025 beschlossenen Polizeigesetz die Grundlage für einen Einsatz geschaffen. Recherchen zeigten: Das bayerische System VeRa wurde zwischen September 2024 und Mai 2025 fast hundertmal eingesetzt, mehr als zwanzigmal für alltägliche Delikte wie Fahrraddiebstahl. Rund 39 Millionen Personendatensätze wurden dafür durchkämmt. In Hessen wird die Software bis zu 15.000 mal im Jahr genutzt.

Digitalrechte.de, mit Bezug auf Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung

28.04.2026· in Kraft

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Sehr konkrete Zahlen, die zeigen: Der Einsatz geht weit über schwere Kriminalität hinaus (auch Fahrraddiebstahl) und betrifft eine gewaltige Datenmenge (39 Millionen Personendatensätze allein in Bayern). Hessens 15.000 Einsätze pro Jahr zeigen, dass es sich um ein Alltagswerkzeug handelt, nicht um eine seltene Ausnahmemaßnahme.

Journalismus

Kriminalstatistik 2025: Kartenbetrug wächst weiter

2025 in Deutschland 96.383 Fälle von Betrug mit unbaren Zahlungsmitteln (+4,8%), Aufklärungsquote sank auf 21,1%.

IT Finanzmagazin / BKA

27.04.2026

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Fasst offizielle BKA-Statistik zusammen, keine Primärquelle.

Journalismus

DSA-Verfahrensübersicht November 2025–Februar 2026 (eucrim-Chronik)

Am 17. Februar 2026 eröffnete die Kommission ein förmliches Verfahren gegen Shein unter dem DSA. Zudem wird im Rahmen des Aktionsplans gegen Cybermobbing angekündigt, dass die Kommission die DSA-Leitlinien zum Schutz Minderjähriger überarbeiten und neue Leitlinien zu Trusted Flaggern erlassen wird.

eucrim (Fachpublikation für EU-Strafrecht)

24.04.2026· in Kraft

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Wichtige Verbindung zu Dossier A3 und B2: Der Aktionsplan gegen Cybermobbing (siehe unten) bringt gleich mehrere Dossiers zusammen — DSA-Durchsetzung, Trusted-Flagger-Ausweitung und Jugendschutz sind nicht getrennte Baustellen, sondern werden politisch zusammen vorangetrieben.

Primärquelle

26 FakeWallet Apps Found on Apple App Store Targeting Crypto Seed Phrases

Die FakeWallet-Kampagne nutzte Tippfehler-Namen und vorgetäuschte App-Store-Seiten, um Nutzer zur Preisgabe ihrer Wiederherstellungsphrasen zu bewegen.

The Hacker News

24.04.2026

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Geografisch auf chinesische Apple-Konten begrenzt, nicht eigenständig verifiziert.

Journalismus

"Gesichtserkennung im Frankfurter Rotlichtviertel: Polizei scannt jeden Passanten" — Praxiszahlen und zweites System

Rund 50 Kameras werten seit 2025 im Bahnhofsviertel Bilder aus; aktiv zur Fahndung wurde die Software bislang nur in rund einem Dutzend Fällen eingesetzt, mit lediglich einem bestätigten Treffer (Identifizierung einer vermissten Jugendlichen). Zusätzlich nutzt die Polizei seit Ende 2025 eine mobile App, die Fotos direkt mit einer Datenbank von mehr als 5,3 Millionen gespeicherten Gesichtern abgleicht.

Tarnkappe.info

23.04.2026· in Kraft

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**Sehr wichtiger Fund für Blackstones Wirksamkeits-Argumentation (Verweis F4):** Bei nur rund einem Dutzend tatsächlicher Fahndungs-Einsätze gab es genau EINEN bestätigten Erfolg — bei gleichzeitig permanenter Erfassung aller Passanten durch 50 Kameras. Das ist ein sehr konkretes Zahlenverhältnis (Aufwand vs. Nutzen), das dem Muster aus F4 (MPI-Studie, BKA-Positionspapier) entspricht: massive Datenerfassung bei geringem, aber punktuell echtem Nutzen (die vermisste Jugendliche wurde tatsächlich gefunden — das sollte nicht kleingeredet werden).

Behörde/Institution

Bundesländer-Positionen im Überblick — wer nutzt Palantir, wer lehnt ab

Schleswig-Holstein erklärt offiziell: "Die Landespolizei Schleswig-Holstein arbeitet nicht mit der Software der Firma Palantir und plant auch nicht, diese einzusetzen." Die bayerische Polizei steht weiterhin in einem laufenden, rechtlich bindenden Vertragsverhältnis mit Palantir Technologies GmbH — kontroverse öffentliche Äußerungen des Unternehmens hätten darauf keinen Einfluss.

ZDF, mit O-Tönen der Landesinnenministerien

22.04.2026· in Kraft

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Wichtig für eine ausgewogene Bundesländer-Karte: Nicht alle deutschen Bundesländer setzen auf Palantir — es gibt explizite Absagen (Schleswig-Holstein) neben aktivem Einsatz (Bayern). Das zeigt eine föderale Uneinigkeit, die für einen Blackstone-Artikel interessant ist: Digitale Souveränität wird in Deutschland nicht einheitlich gehandhabt, sondern unterscheidet sich je nach Bundesland erheblich.

Journalismus

"'Ramblings of a supervillain': Palantir 'manifesto' claims AI weapons and cultural inferiority" — faktische Einordnung des Manifest-Inhalts

Palantir veröffentlichte am 18. April 2026 über den eigenen X-Account ein "22-Punkte-Manifest" als Zusammenfassung des Buches "The Technological Republic" von CEO Alex Karp. Das Unternehmen selbst bezeichnet den Post als "Kurzfassung" des Buches. Inhaltlich werden u.a. eine nationale Dienstpflicht gefordert, eine "moralische Pflicht" von Tech-Unternehmen zur Verteidigungsarbeit postuliert, und es wird angedeutet, manche Kulturen seien anderen unterlegen.

Euronews

22.04.2026· in Kraft

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Wichtig für die Faktenbasis: Das Manifest ist ein reales, öffentlich einsehbares Dokument (Palantirs eigener X-Post vom 18. April 2026), keine Erfindung der Kritiker. Der Inhalt (Forderung nach nationaler Dienstpflicht, "moralische Pflicht" zu Verteidigungsarbeit, Andeutungen kultureller Überlegenheit) ist damit direkt überprüfbar, nicht nur eine Interpretation Dritter.

Journalismus

"Rotlichtviertel Frankfurt: Hier analysiert die Polizei jedes Gesicht" — Ausweitungspläne mehrerer Politiker

Zahlreiche Bundesländer haben bereits Interesse an der Technologie angemeldet. Hessens Innenminister Poseck kündigte an, die Technik hessenweit an Kriminalitätsschwerpunkten einzuführen wollen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt möchte deutsche Bahnhöfe flächendeckend mit dieser Technologie und zusätzlich Verhaltensscannern ausrüsten. Ab Juli 2026 sollte eigentlich eine Evaluationsphase folgen — es zeichnet sich aber bereits ab, dass das System auf jeden Fall dauerhaft fortgeführt werden soll.

netzpolitik.org

22.04.2026· in Kraft

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**Wichtiger, sehr konkreter Function-Creep-Beleg:** Noch bevor die eigentlich vorgesehene Evaluationsphase überhaupt richtig begonnen hat, wird bereits eine bundesweite Ausweitung angekündigt — sowohl auf Landes- als auch Bundesebene. Das Muster "erst testen, dann sofort ausweiten, bevor die Testergebnisse überhaupt vorliegen" taucht damit in einem weiteren Blackstone-Dossier auf (ähnlich wie bei A1, B3, D3).

Primärquelle

Dritter Versuch: Bundesregierung beschließt anlasslose Vorratsdatenspeicherung (IP-Adressen)

Kabinett beschloss Gesetzentwurf: ca. 700 Internetzugangsanbieter müssen IP-Adressen/Portnummern 3 Monate anlasslos speichern.

netzpolitik.org

22.04.2026

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Dritter Anlauf zur Vorratsdatenspeicherung nach zwei gerichtlich gekippten Vorgängern. Beschreibt nur Kabinettsbeschluss, nicht finale Verabschiedung.

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