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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Organisation/NGO

Kryptowährungen im Erbrecht: Bitcoin im Nachlass

Kryptowerte fallen nach § 1922 BGB automatisch an Erben, aber ohne Private Key/Seed-Phrase kein technischer Zugriff möglich.

Anwalt-Seiten.de

10.07.2026

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Rechtstipp-Portal ohne konkreten Autor mit Anwaltszulassung.

Primärquelle

Geheimdienstreform: Zeitenwende für Spione

Referentenentwurf erweitert BND-Befugnisse zu Cyber-Gegenangriffen/Gesichtserkennung, schwächt G10-Kommission, erlaubt Rückgriff auf ausländische Biometrie-Systeme.

netzpolitik.org

10.07.2026

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Basiert auf Gesetzentwurf im Verfahrensstadium.

Journalismus

"Digitaler Euro: Parlament gibt Trilog frei — die offenen Fragen" (416:169-Abstimmung, offene Streitpunkte)

Mit 416 zu 169 Stimmen bei 22 Enthaltungen hat das EU-Parlament seine Verhandlungsposition zum digitalen Euro beschlossen. Die Eckpunkte: Der digitale Euro soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen, online wie offline funktionieren; die Grundfunktionen bleiben für Verbraucher kostenlos. Noch offen: Obergrenzen (Holding Limits) und Datenschutz-Ausgestaltung.

Alexander Baumgärtner, Fachjournalist

09.07.2026· in Kraft

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Klare Bestätigung der bisherigen Blackstone-Einordnung (Bargeldergänzung, nicht -abschaffung) — jetzt mit einer sehr konkreten, breiten Mehrheit im Parlament untermauert. Die eigentlich spannenden Detailfragen (wie viel Geld darf man im digitalen Euro halten, wie genau funktioniert der Datenschutz) sind aber weiterhin ungeklärt.

Journalismus

"Historisches Tief: Windows rutscht weltweit unter 60 Prozent — und die Deutschen lieben Platz 2 und 3" — Deutschland-Fokus

In Deutschland hält Windows nur noch rund 56% (Juni 2026), gegenüber rund 69% ein Jahr zuvor — ein sehr schneller Rückgang. macOS liegt bei rund 21%, Linux bei bemerkenswerten 6,24% — ein Wert, der laut Artikel zeigt, dass deutsche Nutzer zunehmend auf Open Source setzen. Der "unbekannt"-Anteil lag in Deutschland bei 13,05%, weltweit sogar bei 21,45%.

GameStar (Fachmedium)

09.07.2026· in Kraft

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Sehr starke Zahl speziell für Deutschland: Windows verlor dort innerhalb eines Jahres rund 13 Prozentpunkte — ein außergewöhnlich schneller Wandel. Linux liegt in Deutschland (6,24%) sogar höher als im weltweiten Durchschnitt (4,39%) — passt zur bereits in früheren Recherchen erkennbaren überdurchschnittlichen Technikaffinität und Open-Source-Offenheit hierzulande.

Behörde/Institution

Details zum Eilverfahren — Abstimmungsergebnis 314:276, Metsola-Rolle

Am 9. Juli stimmte das EU-Parlament über die Chatkontrolle ab, zwei Tage nachdem es mit 314 zu 276 Stimmen ein Eilverfahren dafür durchgewunken hatte. Wichtige Klarstellung: Die am meisten gefürchtete Frage — verpflichtendes Client-Side-Scanning — ist Stand jetzt NICHT Teil des aktuellen Entwurfs; der Rat hat diese Passage bereits im November 2025 aus seiner Position gestrichen. Schlagzeilen wie "Chatkontrolle killt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung" geben den aktuellen Verhandlungsstand nicht korrekt wieder.

Thomas Krampe (Fachblog, IT-Recht-Bezug)

09.07.2026· in Kraft

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Sehr wichtige Einordnung für Blackstones Präzisionsanspruch: Die dramatischste, meistgefürchtete Variante (verpflichtendes Scannen auf dem Gerät) steht laut dieser Analyse aktuell NICHT zur Debatte — auch wenn das in vielen reißerischen Schlagzeilen anders klingt. Für A1 wichtig: Bei jeder Verwendung des Begriffs "Chatkontrolle" präzise zwischen der jetzt in Kraft getretenen freiwilligen Regelung und der weiterhin verhandelten, aber entschärften dauerhaften Verordnung unterscheiden.

Organisation/NGO

Digitale Gesellschaft e.V. — exakte Prozentzahlen der Trefferquote (weltweit vs. EU)

Insgesamt sei nur 0,000002735% der weltweit gescannten Nachrichten illegales Material, in der EU sogar nur 0,00000077% — die EU-Kommission räumt in dem Bericht selbst ein, dass sie auch nach mehreren Jahren keine Nachweise für die Verhältnismäßigkeit der Massenüberwachung hat.

Digitale Gesellschaft e.V. (Digitalrechte-NGO)

09.07.2026· in Kraft

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Präzisere Version der "7,7 Milliardstel"-Zahl mit exaktem Dezimalwert und wichtigem Zusatz: In der EU ist die Quote sogar noch niedriger als weltweit (0,00000077% vs. 0,000002735%). Diese Version ist besser zitierfähig, da die exakten Zahlen genannt werden, statt einer gerundeten Umschreibung.

Behörde/Institution

BKA-Stellungnahme — kein Einbruch bei Verdachtsmeldungen nach Auslaufen der Regelung

Anders als vor dem Auslaufen der Ausnahmeregelung teilweise behauptet, sind die Meldungen von Verdachtsfällen an das BKA nicht eingebrochen. Das BKA erklärte gegenüber netzpolitik.org: "Ein konkreter Zusammenhang mit dem Wegfall der Interims-Verordnung kann bisher nicht festgestellt werden."

Bundeskriminalamt, zitiert via Digitale Gesellschaft e.V. / netzpolitik.org

09.07.2026· in Kraft

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**Wichtiger Kontrastpunkt zu Batch 73** (BKA-Präsident Münch warnte dort vor einer "Lücke bei Erkennung und Meldung"): Diese Quelle zeigt eine differenziertere, möglicherweise sogar leicht widersprüchliche Aussage derselben Behörde — konkret nachweisbar sei der befürchtete Einbruch bisher nicht. Für Blackstones Präzisionsanspruch wichtig: Beide BKA-Aussagen sollten nebeneinander dargestellt werden (allgemeine Warnung vor Lücke vs. konkret keine nachweisbare Auswirkung auf Meldezahlen) — das zeigt eine Behörde, die zwischen genereller Sorge und tatsächlich messbaren Daten unterscheidet, was für Blackstones Wirksamkeits-Debatte (F4) sehr wertvoll ist.

Journalismus

Chatkontrolle: EU-Parlament verfehlt absolute Mehrheit gegen Verlängerung, verabschiedet geänderte Position

Am 9.7.2026 stimmte das EU-Parlament über die Chatkontrolle ab: 314 von 276 Gegenstimmen erreichten nicht die nötige absolute Mehrheit; Parlament verabschiedete Position mit Ausnahme für E2E-Verschlüsselung.

ZDFheute

09.07.2026

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Chatkontrolle nicht gestoppt, sondern mit Ausnahme für verschlüsselte Chats weiterverhandelt. Belegt NICHT eine finale Verabschiedung.

Primärquelle

EU-Parlament: Freiwillige Chatkontrolle geht mit Verfahrenstrick durch

EU-Parlament verfehlt Mehrheit gegen freiwillige Chatkontrolle, E2E-verschlüsselte Dienste bleiben ausgenommen.

netzpolitik.org

09.07.2026

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Verpflichtende Chatkontrolle 2.0 verhandelt weiter parallel.

Journalismus

Ausländerzentralregister wächst auf 35,3 Millionen Datensätze, neues Gesetz erlaubt automatische Datenübermittlung an Behörden

Das Ausländerzentralregister (AZR) ist mit 35,3 Millionen personenbezogenen Datensätzen (Stand 31.12.2025) eines der größten automatisierten Register der deutschen Verwaltung. Datenschutzbehörden kritisieren seit Jahren, dass sich das AZR von einem Register für rein ausländerrechtliche Zwecke zu einer umfassenden behördenübergreifenden Informationsinfrastruktur entwickelt hat; das zugrunde liegende Gesetz wurde seit Inkrafttreten 40-mal geändert, stets mit erweiterten Zugriffsrechten für Behörden, ohne dass Betroffene mehr Rechte erhielten. Am 09.07.2026 beschloss der Bundestag das Gesetz zur 'Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Migrationsverwaltung' (MDWG), der Bundesrat stimmte am Folgetag zu. Danach soll das Register bestimmte Daten künftig automatisiert unmittelbar nach der Speicherung an festgelegte Empfängerbehörden übermitteln. Bereits 2019 warnte die Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern, die dauerhaft vergebene AZR-Nummer könne sich zu einem bereichsübergreifenden Personenkennzeichen entwickeln, das Daten aus verschiedenen Lebensbereichen leichter verknüpfbar macht.

netzpolitik.org / Bundesamt für Verwaltung (BVA)

09.07.2026

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Die konkrete Liste der künftig automatisch empfangsberechtigten Behörden sowie eine erste Praxisauswertung nach Inkrafttreten des MDWG sind aus dieser Quelle nicht belegt, da das Gesetz zum Zeitpunkt der Quelle gerade erst beschlossen wurde.

Primärquelle

Urteil des Gerichts der Europäischen Union — Apple-Klagen gegen DMA-Torwächter-Benennung abgewiesen (T-1079/23, T-1080/23, T-214/24)

Das Gericht der Europäischen Union hat mit Urteil vom 8. Juli 2026 drei Klagen von Apple im Zusammenhang mit dem DMA abgewiesen. Damit bleibt die Benennung von Apple als Torwächter für App Store und iOS bestehen; das Gericht bestätigte insbesondere, dass die fünf von Apple betriebenen App-Store-Versionen als ein einheitlicher zentraler Plattformdienst behandelt werden durften.

Gericht der Europäischen Union (EuG), Berichterstattung via Ratgeberrecht

08.07.2026· in Kraft

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Ganz aktuelles, gerichtlich bestätigtes Ergebnis (nur wenige Wochen alt): Apple ist rechtskräftig (vorbehaltlich Berufung) als "Torwächter" eingestuft — der Versuch, sich dieser Einstufung durch getrennte Betrachtung der App-Stores zu entziehen, ist gescheitert. Wichtig: Die inhaltliche Angemessenheit der Interoperabilitätspflicht selbst wurde vom Gericht nicht geprüft, nur als unzulässig zurückgewiesen — die eigentliche Sachfrage bleibt also offen.

Behörde/Institution

Rechtsentwicklung — vom "Alles-oder-Nichts" zur granularen Zugriffssteuerung seit 2022

Erst seit 2022 können Versicherte entscheiden, welcher Arzt welche Daten einsehen darf — davor stand nur die Wahl zwischen "Arzt sieht alles" oder "Arzt sieht nichts". Die ePA speichert Diagnosen, Befunde, Behandlungsmaßnahmen, Untersuchungen und ärztlichen Schriftverkehr.

datenschutz.org

08.07.2026· in Kraft

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Interessanter historischer Fakt, der zeigt, dass sich die Datenschutz-Granularität im System tatsächlich über Zeit verbessert hat — vom groben Alles-oder-Nichts-Prinzip (bis 2022) zur heutigen feineren Steuerung. Für ein ausgewogenes C5-Dossier wichtig: Nicht nur Verschlechterungen dokumentieren, sondern auch echte Verbesserungen im Zeitverlauf anerkennen.

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