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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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2775 Treffer · Seite 73 von 232

Journalismus

Urteil zum digitalen Nachlass: OLG Oldenburg (13 U 116/23)

OLG Oldenburg: Erben erhalten auch aktive Nutzungsrechte an Social-Media-Accounts Verstorbener, nicht nur passiven Zugriff.

OLG Oldenburg / WBS.LEGAL

30.12.2024

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Betrifft Instagram-Account eines verstorbenen DSDS-Gewinners.

Primärquelle

VW-Cariad-Datenleck: Standortdaten von 800.000 Elektrofahrzeugen offen im Netz

Der Chaos Computer Club deckte gemeinsam mit dem Spiegel auf, dass die VW-Softwaretochter Cariad Fahrzeug- und Bewegungsdaten von rund 800.000 Elektroautos der Marken VW, Audi, Seat und Skoda über Monate ungeschützt in einem Amazon-Cloud-Speicher zugänglich hielt. Für etwa 460.000 Fahrzeuge waren präzise Standortdaten einsehbar, teils bis auf wenige Meter genau. Die Daten ließen sich mit Kundendaten verknüpfen. CCC-Sprecher informierten Cariad, VW und Behörden vor der Veröffentlichung, Cariad schloss die Sicherheitslücke innerhalb der gesetzten Frist. Ursache war laut Cariad eine Fehlkonfiguration der Cloud-Umgebung.

Chaos Computer Club (CCC)

30.12.2024

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Nicht abschließend geklärt ist, wie lange die Daten tatsächlich frei zugänglich waren. Die Zahl von 800.000 betroffenen Fahrzeugen bezieht sich auf alle Fahrzeugdatensätze, während präzise Standortdaten nur bei rund 460.000 Fahrzeugen vorlagen. Ungeklärt bleibt, ob Dritte die Daten vor der Meldung durch den CCC tatsächlich abgegriffen haben, sowie der Ausgang möglicher Sammelklagen gegen Volkswagen.

Behörde/Institution

Deutsche Bahn/BMI — 11.000 Kameras an Bahnhöfen, Wirksamkeits-Behauptung "3x mehr Aufklärung"

Faeser: "Die moderne Videotechnik ist jetzt an allen großen Bahnhöfen in Deutschland im Einsatz. Die Bundespolizei kann heute drei Mal mehr Straftaten mit Videotechnik aufklären als noch 2019." Insgesamt sind rund 11.000 Kameras an Bahnhöfen im Einsatz.

LOK Report, mit Zitat der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser

29.12.2024· in Kraft

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**Wichtig für Blackstones Wirksamkeits-Prüfung (F4):** Diese "3x mehr Aufklärung"-Behauptung stammt direkt von der zuständigen Ministerin — anders als bei vielen anderen Blackstone-Dossiers (Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung) gibt es hier eine konkrete, öffentlich kommunizierte Erfolgszahl. Für ein vollständiges D7-Dossier sollte diese Zahl in einem künftigen Batch unabhängig verifiziert werden (z. B. über die zugrundeliegende Bundespolizei-Kriminalstatistik) — sie könnte tatsächlich eines der stärksten PRO-Argumente in der gesamten Blackstone-Datenbank sein, wenn sie sich bestätigt, oder ein Beispiel für unbelegte Erfolgsbehauptungen, falls nicht.

Journalismus

PowerSchool-Hack: Daten von über 60 Millionen Schülern und Lehrern gestohlen

Der US-Bildungssoftware-Anbieter PowerSchool mit Sitz in Folsom, Kalifornien, wurde Ende Dezember 2024 Opfer eines schwerwiegenden Datendiebstahls. Ein Angreifer verschaffte sich mit gestohlenen Zugangsdaten eines Mitarbeiters bzw. Subunternehmers Zugriff auf das Kundenportal PowerSource und blieb dabei rund neun Tage unentdeckt. Betroffen waren die Daten von mehr als 60 Millionen Schülern und rund 9,5 Millionen Lehrkräften in den USA und Kanada, darunter Namen, Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, medizinische Informationen und Angaben zu sonderpädagogischem Förderbedarf. PowerSchool zahlte den Angreifern nach eigenen Angaben rund 2,85 Millionen US-Dollar in Bitcoin, um die Veröffentlichung der Daten zu verhindern, die gestohlenen Daten wurden jedoch nicht gelöscht und einzelne Schulbezirke später zusätzlich erpresst. Als Täter wurde der damals 19-jährige Matthew Lane aus Massachusetts identifiziert, der sich schuldig bekannte. Ein US-Bundesgericht verurteilte Lane zu vier Jahren Haft, drei Jahren anschließender Bewährungsaufsicht, einer Geldstrafe von 25.000 US-Dollar sowie rund 14 Millionen US-Dollar Wiedergutmachungszahlung an PowerSchool. Die Gesamtkosten des Vorfalls für PowerSchool inklusive Identitätsschutz-Maßnahmen für Betroffene wurden mit über 14 Millionen US-Dollar beziffert.

The Record (Recorded Future News)

28.12.2024

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Die genaue Zahl der tatsächlich von besonders sensiblen Daten wie Sozialversicherungsnummern betroffenen Personen ist nicht einheitlich belegt, da der Umfang je nach Schulbezirk stark variierte. Der Ausgang der laufenden Sammelklagen gegen PowerSchool sowie der Verbleib des größten Teils des gezahlten Lösegelds sind bislang nicht abschließend geklärt.

Journalismus

CCC deckt Zugriffslücken in der elektronischen Patientenakte (ePA) 3.0 auf

Die Sicherheitsforscher Martin Tschirsich und Bianca Kastl demonstrierten auf dem 38C3 des Chaos Computer Club im Dezember 2024 mehrere Schwachstellen der elektronischen Patientenakte (ePA) 3.0. Sie bestellten telefonisch in 10 bis 20 Minuten elektronische Gesundheitskarten auf fremde Namen, nutzten eine SQL-Injection-Schwachstelle in einem Kartenausgabeportal aus und zeigten, dass Arztpraxen bei ePA 3.0 keine PIN mehr benötigen, sodass der bloße Kartenbesitz für den Zugriff reichte. Laut heise online hätte ein kompromittierter Praxiszugang Zugriff auf bis zu 1.500 Patientenakten erlaubt, in Kombination mit weiteren Lücken theoretisch auf die Akten aller rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten.

heise online

28.12.2024

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Aus dem Artikel geht nicht hervor, ob die gezeigten Angriffswege tatsächlich gegen echte Patientenakten eingesetzt wurden oder rein demonstrativ blieben. Der Betreiber Gematik stufte mindestens ein Angriffsszenario als in der Praxis wenig wahrscheinlich ein, eine unabhängige Bestätigung dieser Einschätzung liegt in dieser Quelle nicht vor. Ob und wann alle beschriebenen Lücken vollständig geschlossen wurden, lässt sich aus diesem Artikel allein nicht feststellen.

Journalismus

VW-Cariad-Datenleck: Standortdaten von 800.000 E-Autos

Der Chaos Computer Club deckte Ende 2024 zusammen mit dem SPIEGEL auf, dass Bewegungs- und Standortdaten von rund 800.000 Elektrofahrzeugen der VW-Konzernmarken VW, Audi, Skoda und Seat/Cupra über Monate ungeschützt in einer Amazon-Cloud der VW-Softwaretochter Cariad zugänglich waren. Für etwa 460.000 Fahrzeuge waren die Standortdaten so präzise, teils bis auf 10 Zentimeter genau, dass sich Bewegungsprofile und Lebensgewohnheiten der Halter ableiten ließen. Cariad bestätigte die Panne als Fehlkonfiguration und schloss die Sicherheitslücke nach der Meldung durch den CCC innerhalb weniger Stunden.

heise online (Bericht über Enthüllung durch Chaos Computer Club und SPIEGEL)

28.12.2024

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Nicht dokumentiert ist, ob tatsächlich Dritte außer dem CCC auf die Daten zugegriffen haben. VW erklärte lediglich, es gebe dafür keine Anhaltspunkte, was sich nicht unabhängig verifizieren lässt. Offen bleibt zudem, seit wann genau die Daten ungeschützt online standen und wie die ursprüngliche anonyme Hinweisgeberquelle die Lücke fand.

Primärquelle

PowerSchool-Datenleck: Diebstahl von Schülerdaten Minderjähriger aus einem weitverbreiteten US-Schulverwaltungssystem

Ein Angreifer verschaffte sich am 19.12.2024 mit gestohlenen Zugangsdaten eines Subunternehmers Zugang zum PowerSource-Kundenportal von PowerSchool und exfiltrierte bis zum 28.12.2024 Schulverwaltungsdaten tausender Schulbezirke in den USA und Kanada. Laut späteren Ermittlungsangaben waren rund 62,4 Millionen Schüler und 9,5 Millionen Lehrkräfte an 6.505 Schulbezirken betroffen. PowerSchool zahlte ein Lösegeld, um eine Veröffentlichung zu verhindern. Der 19-jährige Matthew D. Lane wurde 2025 zu vier Jahren Haft und 14 Millionen Dollar Wiedergutmachung verurteilt.

PowerSchool

28.12.2024

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Die tatsächlich gezahlte Lösegeldsumme ist nicht öffentlich beziffert, belegt ist nur eine Forderung von rund 2,85 Millionen Dollar. Im Mai 2025 tauchten trotz Zahlung erneut Datenproben bei Erpressungsversuchen gegen einzelne Schulbezirke auf.

Organisation/NGO

netzpolitik.org — "Das Narrativ der sicheren ePA ist nicht mehr zu halten" (38C3, Original-Kongressbericht)

Langfristig sollen sämtliche Gesundheitsinformationen aller rund 74 Millionen gesetzlich Versicherten in der ePA zusammenfließen. Kastl und Tschirsich fordern drei Dinge für vertrauenswürdige digitale Infrastruktur: unabhängige externe Sicherheitsbewertung, offene und transparente Risikokommunikation, und die ePA als offenen Entwicklungsprozess über ihren gesamten Lebenszyklus zu verstehen. Ihr Fazit: "Ein großes Stück dieses Vertrauens ist heute verloren gegangen."

netzpolitik.org, mit Zitaten von Bianca Kastl und Martin Tschirsich (Sicherheitsforscher)

27.12.2024· in Kraft

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**Wichtigste Ergänzung zum offenen Punkt aus Batch 83:** Die Kritik ist nicht nur "es gibt Lücken", sondern ein grundsätzlicher Vorwurf am Entwicklungsprozess selbst — zu wenig externe Prüfung, zu wenig Transparenz. Diese drei Forderungen (externe Prüfung, Transparenz, offener Prozess) sind eine gute, konstruktive Handlungsvorlage für Blackstones eigene "Gegenmaßnahmen"-Sektion im Dossier.

Behörde/Institution

BfDI Ulrich Kelber — offizielles Zitat zur "herabgestuften Sicherheit"

Der damalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber äußerte sich zu den herabgestuften Sicherheitsstandards beim Zugriff auf die "ePA für alle": "Das wird sich noch als Fehler in der Vertrauensbildung herausstellen."

netzpolitik.org, Zitat Ulrich Kelber (damaliger Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)

27.12.2024· in Kraft

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**Sehr wichtiger Fund:** Nicht nur der CCC, sondern die damals amtierende deutsche Bundesdatenschutzbehörde selbst kritisierte offiziell, dass die Sicherheitsstandards beim ePA-Zugriff abgesenkt wurden — eine Warnung, die sich im April 2025 laut späteren Quellen (Batch 83, 39C3-Bericht) teilweise bewahrheitete. Das ist ein Muster, das der Datenbank bereits mehrfach begegnet ist (vgl. NRW-Landesdatenschutzbeauftragte bei D3, BKA-Präsident bei A1): Amtliche Vorwarnungen, die sich später als berechtigt erweisen.

Primärquelle

Wir wissen wo dein Auto steht – Volksdaten von Volkswagen (38C3-Vortrag)

Bewegungsdaten von rund 800.000 E-Autos der Marken VW, Audi, Seat und Skoda samt Halterkontaktdaten lagen monatelang ungeschützt in einem Amazon-Cloudspeicher. Gezeigt wurden Parkpositionen an Wohnadressen, am BND-Gelände und vor Bordellen.

Michael Kreil und Flüpke, Chaos Computer Club

27.12.2024

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Darstellung der Finder selbst, keine unabhängige forensische Prüfung durch eine Aufsichtsbehörde.

Primärquelle

Wir wissen wo dein Auto steht – Volksdaten von Volkswagen (Fahrplan-Eintrag 38C3)

Offizieller Kongress-Fahrplan dokumentiert Vortrag, Datum und Referenten und stellt die Vortragsfolien als PDF bereit.

Chaos Computer Club, 38C3 Fahrplan

27.12.2024

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Reiner Veranstaltungs- und Metadatennachweis, inhaltliche Zahlen nur im Abstract.

Journalismus

Datenleck bei Volkswagen: Bewegungsdaten von Hunderttausenden VW-Kunden offen im Netz

Von rund 800.000 betroffenen Fahrzeugen (300.000 in Deutschland) waren zu 460.000 präzise Standortdaten abrufbar; bei VW und Seat auf etwa 10 Zentimeter genau, bei Audi und Skoda auf etwa 10 Kilometer. Betroffen waren auch 35 E-Fahrzeuge der Hamburger Polizei.

ComputerBase

27.12.2024

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Genauigkeitsangaben stammen aus der CCC-/Spiegel-Recherche und wurden von VW nicht im Detail bestätigt.

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