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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Organisation/NGO

Datenleck bei VW: 800.000 Autos waren betroffen

Der CCC informierte VW am 26.11.2024, das Leck bestand zuvor über mehrere Monate durch einen Konfigurationsfehler bei Cariad; abrufbar waren Standort-, Lade- und Bewegungsverhalten sowie Halterkontaktdaten.

ADAC e.V.

27.12.2024

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Die Aussage, dass niemand außer dem CCC zugriff, ist eine unbelegte Selbstauskunft von VW.

Journalismus

Customer data from 800,000 electric cars and owners exposed online

Standortgenauigkeit lag bei VW und Seat bei rund 10 Zentimetern, bei Audi und Skoda bei rund 10 Kilometern; betroffen waren u.a. 300.000 Fahrzeuge in Deutschland, 80.000 in Norwegen, 68.000 in Schweden.

BleepingComputer

27.12.2024

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Stützt sich vollständig auf die CCC-/Spiegel-Recherche, nennt keine exakte Anfangsdauer des Lecks.

Primärquelle

CCC deckt gravierende Sicherheitslücken der elektronischen Patientenakte auf

Sicherheitsforscher des CCC demonstrierten auf dem 38C3 Ende Dezember 2024 Schwachstellen der Telematikinfrastruktur der elektronischen Patientenakte. Mit vergleichsweise geringem Aufwand ließen sich gültige Berufsausweise und Versichertenkarten Dritter beschaffen, mit denen Zugriffstoken für beliebige Patientenakten erzeugt werden konnten. Theoretisch war Zugriff auf Akten von mehr als 70 Millionen Versicherten möglich. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte im April 2025 die Schließung der Lücke.

Chaos Computer Club (CCC)

27.12.2024

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Nicht belegt ist, dass die Angriffswege tatsächlich von Dritten außerhalb der CCC-Forschungsgruppe genutzt wurden. Die Zahl von 70 Millionen beschreibt die theoretische Angriffsfläche, nicht tatsächlich kompromittierte Akten.

Primärquelle

DMM-Bitcoin-Diebstahl: FBI und japanische Polizei attribuieren 308-Millionen-Dollar-Hack an Nordkorea

Ende Mai 2024 wurden der japanischen Kryptobörse DMM Bitcoin 4.502,9 Bitcoin (rund 308 Millionen US-Dollar) entwendet. FBI, DC3 und NPA attribuierten den Diebstahl der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor. Ein Akteur kontaktierte Ende März 2024 unter dem Vorwand eines Recruiters einen Mitarbeiter der Wallet-Firma Ginco und schleuste über ein Bewerbungstest-Skript Schadcode ein.

FBI, DC3, NPA Japan

24.12.2024

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Die konkrete Rolle einzelner nordkoreanischer Regierungsstellen ist nicht öffentlich belegt. Der genaue technische Ablauf der finalen Transaktionsmanipulation wurde nicht vollständig veröffentlicht.

Primärquelle

ChatGPT: Il Garante privacy chiude l'istruttoria - 15 Mio. Euro Sanktion

Italienische Behörde bestraft OpenAI wegen unterlassener Datenpannen-Meldung, fehlender Rechtsgrundlage, fehlender Altersverifikation.

Garante per la protezione dei dati personali

20.12.2024

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Später gerichtlich aufgehoben, ursprüngliche Feststellungen bleiben.

Organisation/NGO

Kryptoprojekt Worldcoin: Datenschützer fordern Löschverfahren für Iris-Scans

Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht verpflichtet Worldcoin zu DSGVO-konformem Löschverfahren für Iris-Scans.

FinanceFWD

20.12.2024

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Rechtlicher Ausgang zum Zeitpunkt der Veröffentlichung offen.

Journalismus

Ostsee-Seekabel-Sabotage: Verdacht gegen chinesischen Frachter Yi Peng 3

Am 17. und 18.11.2024 wurden in der Ostsee zwei Unterseekabel beschädigt, das Datenkabel C-Lion1 zwischen Finnland und Deutschland sowie die Verbindung BCS East-West zwischen Schweden und Litauen. Ermittler richteten den Verdacht auf den chinesischen Frachter Yi Peng 3, der laut Recherchen zur Tatzeit die betroffenen Streckenabschnitte passierte und dabei seinen Anker über den Meeresgrund geschleift haben soll. Am 20.12.2024 bestiegen Vertreter aus Deutschland, Schweden, Finnland und Dänemark das Schiff zur Inspektion.

Euronews

20.12.2024

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Nicht bewiesen ist, ob die Kabelbeschädigung vorsätzlich erfolgte oder ein Unfall war. China bestreitet jede Verantwortung, westliche Ermittler gehen von einem möglichen Sabotageakt aus, dies aber ausdrücklich unbelegt. Die Ergebnisse der Schiffsinspektion wurden nicht veröffentlicht.

Journalismus

Cyberangriff auf ukrainische Staatsregister

Am 19. und 20.12.2024 wurden die ukrainischen Staatsregister des Justizministeriums, rund 60 Datenbanken mit biometrischen Daten und Grundbucheinträgen, durch einen Cyberangriff lahmgelegt. Die pro-russische Gruppe XakNet bekannte sich dazu und behauptete, Primärdatenbanken und Backups gelöscht zu haben. Der Inlandsgeheimdienst SBU vermutet Angreifer im Umfeld des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Betroffen waren auch die App Diia mit über 21 Millionen Nutzern und die Wehrerfassungs-App Reserve Plus.

The Record (Recorded Future News)

20.12.2024

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Ob tatsächlich Daten entwendet und veröffentlicht wurden, ist nicht belegt. Die ukrainische Regierung bestreitet die Behauptung der vollständigen Datenlöschung. Die Zuordnung zum GRU beruht auf Vermutungen ohne öffentliche technische Beweise.

Organisation/NGO

$2.2 Billion Stolen from Crypto Platforms in 2024

Nordkoreanische Hacker stahlen 2024 ~1,34 Mrd. USD in 47 Vorfällen, ~61% des weltweit gestohlenen Kryptovermögens.

Chainalysis

19.12.2024

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Zuordnung basiert auf Blockchain-Analyse.

Journalismus

Salt Typhoon: Chinesische Hacker greifen über Jahre US-Telekomnetze an, erbeuten Metadaten von über einer Million Amerikanern

Die mit China verbundene Hackergruppe Salt Typhoon verschaffte sich seit mindestens 2019, mit dokumentierter Aktivität ab 2022, dauerhaften Zugang zu US-Telekommunikationsnetzen, indem sie Router und Switches großer Anbieter wie AT&T, Verizon und Lumen kompromittierte. Die Angreifer drangen dabei auch in Systeme ein, die Strafverfolgungsbehörden für die gerichtlich angeordnete Erfassung von Kundendaten nutzen, und erlangten dadurch potenziell Zugriff auf sensible Informationen wie die Identität chinesischer Zielpersonen US-amerikanischer Überwachungsmaßnahmen sowie allgemeine Anruf- und SMS-Metadaten von über einer Million Amerikanern. Zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 führte die Gruppe eine Kampagne gegen ungepatchte Cisco-Edge-Geräte durch und versuchte, über 1.000 solcher Geräte weltweit zu kompromittieren, unter Ausnutzung der Schwachstellen CVE-2023-20198 und CVE-2023-20273. Trotz US-Sanktionen kompromittierte die Gruppe 2025 fünf weitere Telekommunikationsanbieter weltweit, darunter zwei in den USA.

US-Kongress (CRS) / Foreign Policy

19.12.2024

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Die genaue Zahl der tatsächlich erfolgreich mitgelesenen Überwachungsziele (nicht nur Metadaten) ist aus dieser Quelle nicht beziffert.

Primärquelle

Worldcoin Iris-Scan-Verfahren der bayerischen Datenschutzaufsicht

Die bayerische Datenschutzaufsicht BayLDA stellte nach einer seit April 2023 laufenden Untersuchung amtlich fest, dass die Worldcoin-Betreiberfirma Tools for Humanity Iris- und Gesichtsdaten teilweise ohne ausreichende Rechtsgrundlage verarbeitet hat. Die Behörde ordnete an, dass Nutzer ihre Iris-Daten uneingeschränkt löschen lassen können und Worldcoin künftig für bestimmte Verarbeitungsschritte eine ausdrückliche Einwilligung einholen muss. Die Entscheidung wurde im DSGVO-Kohärenzverfahren mit anderen europäischen Datenschutzbehörden abgestimmt.

Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)

19.12.2024

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Offen bleibt, ob und in welchem Umfang Worldcoin die angeordneten Löschungen der Iris-Daten tatsächlich vollständig umgesetzt hat. Das Unternehmen kündigte an, rechtlich gegen Teile der Entscheidung vorzugehen, sodass der endgültige juristische Ausgang zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht feststand. Die BayLDA adressierte nur einzelne festgestellte Verstöße und traf keine abschließende Aussage zur generellen DSGVO-Konformität des gesamten Geschäftsmodells.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf Ascension Health

Der US-Krankenhauskonzern Ascension mit 140 Kliniken in 19 Bundesstaaten meldete am 8. Mai 2024 einen Ransomware-Angriff, der elektronische Patientenakten, Portale und Teile der klinischen IT lahmlegte und wochenlange Ausweichbetriebe erzwang. Laut Meldung an das HHS Office for Civil Rights vom Dezember 2024 waren die Daten von 5.599.699 Personen betroffen, darunter Namen, Sozialversicherungsnummern und Versicherungsdaten. Ascension gab an, dass nur 7 von 25.000 Servern kompromittiert wurden.

HIPAA Journal

19.12.2024

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Die Zuordnung zur Gruppe Black Basta stützt sich laut Berichten von CNN auf vier anonyme Quellen und wurde von Ascension nie offiziell bestätigt. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde, ist nicht öffentlich bekannt. Ascension erklärte zudem, es gebe keine Hinweise auf einen Zugriff auf klinische EHR-Systeme selbst, was im Widerspruch zu den berichteten wochenlangen EHR-Ausfällen diskutiert wurde.

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