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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Studie

Unveiling privacy risks in location-based dating apps

Studie von 15 standortbasierten Dating-Apps: sechs geben per Trilateration nahezu exakte Standorte preis, mehrere legen sensible Daten wie Geburtsdatum oder Gesundheitsdaten unnötig offen.

KU Leuven (COSIC)

24.09.2024

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Kanzlei-Zusammenfassung der akademischen Studie, keine Primärpublikation.

Organisation/NGO

US-Sanktionen gegen Fuehrung des Clan del Golfo und Geldwaesche-Netzwerk

Am 24. September 2024 verhaengte das US-Finanzministerium (OFAC) Sanktionen gegen fuenf kolumbianische Staatsangehoerige, die als Fuehrungsfiguren des Clan del Golfo identifiziert wurden, einer der groessten Drogenhandelsorganisationen Kolumbiens und zentraler Akteur bei Menschenschmuggel durch den Darién-Dschungel. Parallel wurden zwei in Mexiko ansaessige Unternehmen des Sinaloa-Kartells sanktioniert.

US-Finanzministerium (OFAC)

24.09.2024

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Die Pressemitteilung dokumentiert die Sanktionsliste, liefert aber keine oeffentlich einsehbaren Ermittlungsakten oder Gerichtsurteile; ob der Zugriff auf Vermoegen wirksam ist, bleibt aus der Quelle allein nicht nachvollziehbar.

Behörde/Institution

Kommission leitet erste Spezifizierungsverfahren zu Apples Interoperabilitätspflichten ein

Die Kommission eröffnete zwei Spezifizierungsverfahren, um Apple bei der Einhaltung seiner Interoperabilitätspflichten nach dem DMA zu unterstützen. Zeigt den konkreten behördlichen Prozess, wie abstrakte Gesetzespflichten in technische Einzelvorgaben übersetzt werden.

Europäische Kommission

19.09.2024· in Kraft

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Das zeigt, wie das Gesetz in der Praxis durchgesetzt wird: nicht durch pauschale Anordnung, sondern durch ein förmliches Verfahren mit Fristen, in dem auch Dritte (z. B. Hersteller von Smartwatches) mitreden können.

Organisation/NGO

Boystown investigations: Catching criminals on the darknet with a stopwatch

BKA deanonymisierte im Boystown-Verfahren Verdächtige durch Timing-Korrelationsanalyse eigener Tor-Knoten kombiniert mit Bestandsdatenabfragen.

heise online

19.09.2024

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Beruht auf Panorama/STRG_F-Recherchen, keine vollständige Drittverifikation.

Primärquelle

Is Tor still safe to use?

Tor-Blog bestätigt Deanonymisierung eines Ricochet-App-Nutzers 2019-2021 durch deutsche Strafverfolger via Guard-Discovery-Angriff.

The Tor Project

18.09.2024

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Betraf gezielt eine veraltete Anwendung, nicht das aktuelle Tor-Netzwerk.

Primärquelle

Flax Typhoon: FBI zerschlägt chinesisches Botnetz mit 260.000 Geräten

DOJ und FBI gaben am 18.09.2024 eine gerichtlich genehmigte Operation bekannt, mit der sie ein Botnetz aus mehr als 260.000 kompromittierten Geräten zerschlugen. Das Botnetz wurde laut FBI von der in Peking ansässigen Integrity Technology Group betrieben, bekannt als staatsnahe Gruppe Flax Typhoon. Betroffen waren vor allem Router, IP-Kameras und Netzwerkspeicher weltweit, allein in den USA rund 126.000 Geräte. Auf Grundlage einer Rule-41-Gerichtsanordnung entfernte das FBI die Schadsoftware per Fernzugriff.

US-Justizministerium (DOJ) und FBI, gemeinsame Advisory mit NSA und Cyber National Mission Force

18.09.2024

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In welchem Umfang das Botnetz bereits für Sabotage oder Spionage eingesetzt wurde, ist nicht belegt. Die Zuordnung zu Integrity Technology Group stammt ausschließlich aus US-Behördenangaben, eine unabhängige gerichtliche Feststellung außerhalb der USA liegt nicht vor.

Journalismus

Mutmaßlicher Megaleak der brasilianischen Gesundheitsdatenbank Datasus

Mitte September 2024 bot ein Akteur im Darknet einen angeblichen Datensatz von 177,9 Millionen Zeilen aus Datasus an, der Datenbank hinter dem brasilianischen Gesundheitssystem SUS. Das 90 Gigabyte große Archiv soll Steuernummern, Namen und Gesundheitskartennummern enthalten. Die Datenschutzbehörde ANPD erhielt Löschanfragen für die hostenden Cloud-Links.

databreach.com

18.09.2024

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Keine brasilianische Behörde bestätigte den Vorfall offiziell. Die Zahl von 177,9 Millionen Datensätzen stammt allein von der Behauptung des Darknet-Anbieters.

Primärquelle

23andMe Data Breach Settlement: $30M Deal Covers Millions Whose Info Was Stolen

23andMe einigte sich nach dem Datenleck von 2023 auf eine Sammelklagen-Zahlung von rund 30 Mio. USD für etwa 6,4 Mio. betroffene Kunden.

ClassAction.org

16.09.2024

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Plattform mit Eigeninteresse an Klagebeteiligung, bezieht sich auf US-Rechtslage.

Journalismus

Apple zieht Zivilklage gegen NSO Group zurück

Apple reichte im November 2021 Klage gegen die NSO Group ein und warf ihr vor, Apple-Nutzer mit der Pegasus-Spyware über den FORCEDENTRY-Exploit ausgespäht zu haben. Am 12.09.2024 beantragte Apple die freiwillige Rücknahme der eigenen Klage. Als Begründung nannte Apple die Gefahr, dass eine Fortsetzung vertrauliche Bedrohungsanalyse-Daten offenlegen und damit anderen Spyware-Anbietern nützen könnte.

The Record (Recorded Future News)

13.09.2024

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Ob und wie das Gericht über den Rücknahmeantrag abschließend entschied, ist nicht dokumentiert. Eine konkrete finanzielle Entschädigung oder ein Vergleich zwischen den Parteien ist nicht belegt, es handelt sich um eine einseitige Klagerücknahme, kein Urteil in der Sache.

Behörde/Institution

Antwort der Kommission auf parlamentarische Anfrage — Vermögensregister nicht Teil des AML-Pakets

Die Kommission hat 2024 schriftlich festgehalten, dass die Schaffung eines Registers auf EU-Ebene nicht Teil ihres AML-Pakets war und auch im finalen Kompromiss nicht beibehalten wurde.

Europäische Kommission (offizielle Antwort an das Europäische Parlament)

11.09.2024· in Kraft

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Das ist der wichtigste Einzelbeleg für dieses Dossier: Die Kommission selbst hat schriftlich und offiziell an das Parlament bestätigt, dass das Vermögensregister NICHT beschlossen wurde und auch nicht Teil des verabschiedeten Pakets war. Wer "kommt 2027" behauptet, widerspricht einer offiziellen Kommissionsantwort.

Primärquelle

Watching TV with the Second-Party: ACR Tracking in Smart TVs

Netzwerkanalyse zeigt: ACR-Systeme in Samsung-/LG-TVs erfassen fortlaufend Bildschirminhalte, auch bei externer Nutzung per HDMI.

Forscherteam / arXiv

10.09.2024

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Smarte Fernseher verfolgen praktisch alles auf dem Bildschirm. Andere Hersteller nicht untersucht.

Journalismus

Datenleck von 108 Millionen türkischen Bürgern auf Google Drive

Im September 2024 entdeckte das türkische USOM, dass Daten von über 108 Millionen Bürgern auf Google Drive hochgeladen worden waren, darunter Personalausweisnummern, Adressen und Mobilfunknummern. USOM meldete den Vorfall im Juli und September 2024 an Google und forderte die Entfernung.

MLSA Turkey (Media and Law Studies Association)

09.09.2024

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Aus welcher Behörde die Daten stammen und wer sie hochlud, ist nicht geklärt. Die Zahl von 108 Millionen wurde nicht unabhängig forensisch bestätigt.

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