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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Primärquelle

Samsung-Erbe Lee Jae-yong im Fusionsprozess freigesprochen

Ein Gericht in Seoul sprach Samsung-Electronics-Chef Lee Jae-yong am 5. Februar 2024 von Vorwürfen der Bilanzfälschung und Marktmanipulation im Zusammenhang mit der umstrittenen Fusion von Samsung C&T und Cheil Industries 2015 frei. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Fusion sei manipuliert worden, um Lees Kontrolle über den Konzern zu sichern.

NPR / Associated Press

05.02.2024

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Der Artikel dokumentiert den Freispruch, erläutert aber nicht im Detail die volle Beweisführung; die Staatsanwaltschaft konnte Berufung einlegen, der weitere Verfahrensausgang ist aus dieser Quelle allein nicht ersichtlich.

Primärquelle

Vault-7-Leak: Ex-CIA-Mitarbeiter Joshua Schulte zu 40 Jahren Haft verurteilt

Der frühere CIA-Softwareentwickler Joshua Schulte wurde am 01.02.2024 zu 40 Jahren Haft verurteilt. Er hatte 2016 geheime Hacking-Tools und Cyberwaffen der CIA an WikiLeaks weitergegeben, die diese ab dem 07.03.2017 unter dem Namen Vault 7 veröffentlichte, laut CIA der größte Diebstahl geheimer Unterlagen in ihrer Geschichte mit rund 8.761 Dokumenten. Ein New Yorker Bundesgericht sprach Schulte im Juli 2022 in einem dritten Prozess schuldig, nachdem zwei vorherige Prozesse 2020 mit hängender Jury endeten. Zusätzlich wurde er wegen Besitzes kinderpornografischen Materials verurteilt.

U.S. Department of Justice, U.S. Attorney's Office SDNY

01.02.2024

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Nicht öffentlich dokumentiert ist, welchen konkreten operativen Schaden die Vault-7-Veröffentlichung für laufende CIA-Operationen verursachte. Schulte bestritt die Tat durchgehend und bezeichnete sich als Opfer einer Verschwörung. Unklar bleibt, ob WikiLeaks vor der Veröffentlichung tatsächlich alle betroffenen Hersteller informierte, wie behauptet wurde.

Journalismus

Pegasus-Spyware gegen Zivilgesellschaft in Jordanien aufgedeckt

Eine gemeinsame Untersuchung von Access Now, Citizen Lab, Human Rights Watch und Amnesty International deckte auf, dass zwischen 2019 und September 2023 mindestens 35 Personen in Jordanien mit Pegasus infiziert oder angegriffen wurden, darunter 14 forensisch bestätigte Medienschaffende und acht Menschenrechtsanwälte.

Access Now / Citizen Lab

01.02.2024

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Wer die Überwachung konkret anordnete, ist nicht belegt, die jordanische Regierung wird nur vermutet. Die Ermittler gehen von einer hohen Dunkelziffer über die 35 bestätigten Fälle hinaus aus.

Organisation/NGO

U.S. Government Disrupts KV Botnet (Volt Typhoon)

FBI/DOJ löschten KV-Botnet-Malware von veralteten SOHO-Routern, die von Volt Typhoon zur Verschleierung von Angriffen auf US-Infrastruktur genutzt wurden.

U.S. Department of Justice

31.01.2024

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Nur akute Schadsoftware entfernt, zugrunde liegende Schwachstellen blieben bestehen.

Journalismus

Mercedes-Benz: Offenes GitHub-Token legt Quellcode und Cloud-Zugangsdaten offen

Der Sicherheitsdienstleister RedHunt Labs entdeckte am 11.01.2024 ein seit dem 29.09.2023 in einem öffentlichen GitHub-Repository eines Mercedes-Benz-Mitarbeiters abgelegtes Zugriffstoken. Das Token gewährte unbeschränkten Zugriff auf den internen GitHub-Enterprise-Server des Konzerns, darunter Quellcode, Cloud-Zugangsschlüssel für Azure und AWS, Datenbank-Verbindungszeichenketten und API-Schlüssel. Mercedes-Benz widerrief das Token am 24.01.2024 und bestätigte öffentlich, dass interner Quellcode durch menschliches Versagen frei zugänglich war.

SecurityWeek

31.01.2024

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Unklar bleibt, ob das rund vier Monate lang öffentlich einsehbare Token in dieser Zeit von Dritten gefunden oder missbraucht wurde. Mercedes-Benz erklärte, Kundendaten seien nach damaligem Kenntnisstand nicht betroffen, legte dazu aber keine überprüfbaren technischen Belege offen.

Behörde/Institution

Zero-Day-Angriffe auf Ivanti Connect Secure VPN-Appliances durch mutmaßlich chinesische Spionagegruppe UNC5221

Ab spätestens 03.12.2023 nutzte die mutmaßlich chinesische Gruppe UNC5221 zwei unbekannte Schwachstellen in Ivanti Connect Secure und Policy Secure VPN-Gateways aus. Ivanti veröffentlichte die Schwachstellen am 10.01.2024, Mandiant ordnete die Angriffe UNC5221 zu und dokumentierte eigens entwickelte Schadsoftware. Volexity zählte bis Mitte Januar 2024 mehr als 2.100 kompromittierte Geräte weltweit. CISA ordnete am 19.01.2024 per Notfallanweisung an, betroffene Geräte in Bundesbehörden bis zum 02.02.2024 vom Netz zu nehmen.

Mandiant (Google Cloud)

31.01.2024

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Mandiant stuft die Zuordnung zu China nur als moderate confidence ein, gestützt auf Indizien, nicht auf direkte Beweise. Eine mögliche Verbindung zur Gruppe Volt Typhoon wurde ausdrücklich nicht bestätigt. Eine vollständige Opferliste ist nicht öffentlich dokumentiert.

Journalismus

Michiganders falsely accused of jobless fraud to share in $20M settlement

Automatisiertes System MiDAS beschuldigte 2013-2015 über 34.000 Personen zu Unrecht des Arbeitslosenversicherungsbetrugs ohne menschliche Prüfung.

Bridge Michigan

30.01.2024

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Regionaler Bericht zum Vergleichsabschluss.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf die Bezirkskliniken Mittelfranken

Am 27.01.2024 verschafften sich Unbekannte Zugang zur IT-Infrastruktur der Bezirkskliniken Mittelfranken und verschlüsselten gezielt Daten. Betroffen waren acht Kliniken und zwei Wohnheime mit rund 1700 Betten, darunter das Klinikum am Europakanal Erlangen und das Bezirksklinikum Ansbach. Die Angreifer zogen personenbezogene Daten und interne Dokumente ab, alle Systeme wurden vom Netz genommen. Ein Krisenstab arbeitete mit Polizei, Staatsanwaltschaft und der bayerischen Datenschutzaufsicht zusammen. Bis Ende Februar 2024 wurde die IT schrittweise wieder aufgebaut.

Born's IT und Windows Blog (Günter Born)

30.01.2024

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Welche Tätergruppe hinter dem Angriff steckt, ist nicht dokumentiert. Ob eine Lösegeldforderung gestellt und gezahlt wurde, ist unbekannt. Der genaue Umfang der abgezogenen Daten wird nicht beziffert.

Behörde/Institution

"Datenschutz: Deutsche Anbieter genießen das größte Vertrauen" — Bitkom-Bürgerumfrage

Nur rund ein Fünftel (19%) der deutschen Internetnutzer hält die eigenen Daten online für sehr oder eher sicher; 77% halten sie für eher oder sehr unsicher. Am vertrauenswürdigsten im Umgang mit persönlichen Daten erscheinen IT-Anbieter aus Deutschland, denen fast zwei Drittel (65%) sehr stark oder stark vertrauen — deutlich mehr als ausländischen Anbietern.

Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom

26.01.2024· in Kraft

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Wichtige, direkt für Blackstones "warum deutsche/europäische Alternativen" relevante Zahl: Deutsche Nutzer vertrauen einheimischen IT-Anbietern deutlich mehr als ausländischen — das stützt den Masterplan-Ansatz, wo möglich europäische statt US-amerikanische Tools zu empfehlen, mit einer echten Präferenz in der Bevölkerung, nicht nur als Nischenmeinung.

Journalismus

Mercedes-Benz USA: Offengelegter GitHub-Token gab Zugriff auf internen Quellcode

Sicherheitsforscher von RedHunt Labs entdeckten Anfang Januar 2024 einen öffentlich zugänglichen GitHub-Token eines Mercedes-Benz-Mitarbeiters, der seit dem 29.09.2023 in einem öffentlichen Repository lag und unbeschränkten Zugriff auf den internen GitHub-Enterprise-Server ermöglichte, darunter Quellcode, Cloud-Zugangsschlüssel für Azure und AWS sowie SSO-Passwörter. Mercedes-Benz widerrief den Token am 24.01.2024 und fand keine Hinweise auf Missbrauch.

TechCrunch mit RedHunt Labs

26.01.2024

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Ein separat kolportierter Vorfall eines Systemprompt-Lecks bei einem Mercedes-Benz-Chatbot 2024 ließ sich in der Recherche nicht bestätigen und wird häufig mit einem unabhängigen Fall eines Chevrolet-Händlers in Kalifornien verwechselt. Wie lange der Token vor der Entdeckung tatsächlich ausgenutzt wurde, ist nicht dokumentiert.

Organisation/NGO

Ring will no longer allow police to request doorbell camera footage from users

Ring beendet das Tool Request for Assistance, über das Polizeibehörden direkt bei Nutzern Videoaufnahmen anfragen konnten.

Associated Press / PBS NewsHour

24.01.2024

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Spätere Kooperationen relativierten die Kehrtwende wieder.

Journalismus

Amazon Ring beendet Kooperationstool für Polizei-Videoanfragen ohne Durchsuchungsbeschluss

Amazon kündigte am 24.01.2024 an, das Tool Request for Assistance in seiner App Neighbors einzustellen, über das Polizeibehörden seit 2021 öffentlich sichtbare Anfragen nach Ring-Kameravideos stellen konnten. Bis dahin hatten mehr als 2.000 US-Polizei- und Feuerwehrbehörden Zugang zu diesem System, über das Nutzer freiwillig Videomaterial ohne richterliche Anordnung teilen konnten. Polizeibehörden können Ring-Videomaterial weiterhin per Durchsuchungsbeschluss anfordern.

CNBC

24.01.2024

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Nicht dokumentiert ist die Gesamtzahl aller jemals gestellten Anfragen. Unklar bleibt, in welchem Umfang Polizeibehörden Ring-Nutzer seit der Abschaltung weiterhin informell zur freiwilligen Herausgabe bewegen. Amazon stellt die Entscheidung nicht als Reaktion auf konkreten rechtlichen Druck dar.

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