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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Primärquelle

ICBC-Ransomware-Angriff durch LockBit stört US-Anleihehandel

Am 08.11.2023 legte die Ransomware-Gruppe LockBit die IT-Systeme von ICBC Financial Services lahm, der US-Tochter der chinesischen Großbank ICBC. Die Angreifer nutzten eine Citrix-NetScaler-Schwachstelle aus, blockierten E-Mail-Zugänge und die Anbindung an die Clearingstelle DTCC, sodass zahlreiche Trades mit US-Staatsanleihen nicht fristgerecht abgewickelt werden konnten. Am 20.02.2024 bestätigte das US-Finanzministerium mit Sanktionen gegen zwei mutmaßliche LockBit-Mitglieder offiziell den Zusammenhang mit dem Angriff.

US-Finanzministerium (OFAC)

20.02.2024

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Ob und in welcher Höhe ICBC tatsächlich ein Lösegeld zahlte, ist offiziell nicht bestätigt, LockBit behauptete lediglich eine erfolgte Zahlung. Das genaue Ausmaß der Marktstörung bleibt umstritten, Analysen nennen einen Anstieg gescheiterter Trades auf rund 60 Milliarden US-Dollar.

Behörde/Institution

Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) — deutsche Umsetzung, Bundesnetzagentur als Digital Services Coordinator

Die Bundesnetzagentur fungiert in Deutschland als "Digital Service Coordinator" (DSC) — zentrale Aufsichts-, Beschwerde- und Zertifizierungsstelle für den DSA. Für nächstes Batch: direkte DE-Primärquelle (dsc.bund.de) statt AT-Spiegel nachreichen.

BMJ (AT-Quelle zur Einordnung, DE-Umsetzung analog über Bundesnetzagentur)

17.02.2024· in Kraft

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Für Deutschland ist nicht ein neues Amt zuständig, sondern die schon bestehende Bundesnetzagentur hat eine neue Zuständigkeit dazubekommen.

Organisation/NGO

Gemischte Bilanz: Digital Services Act löst NetzDG ab

DSA löst NetzDG zum 17.02.2024 ab, verzichtet aber auf unmittelbar bußgeldbewehrte Löschpflicht.

HateAid gGmbH

16.02.2024

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Zivilgesellschaftliche Organisation mit Advocacy-Position.

Primärquelle

Podchasov v. Russia - EGMR-Urteil zu Verschlüsselung/Entschlüsselungspflicht

EGMR: russische Telegram-Entschlüsselungspflicht verletzt Art.8 EMRK, Backdoors treffen alle Nutzer.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

13.02.2024

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Erstes internationales Gerichtsurteil gegen Verschlüsselungs-Hintertüren. Bindend nur für Russland.

Primärquelle

Ransomware-Angriff auf rumänisches Krankenhaus-IT-System Hipocrate

In der Nacht vom 11. auf den 12.02.2024 wurde das rumänische Krankenhausinformationssystem Hipocrate mit Ransomware der Variante Backmydata angegriffen. Nach Angaben des DNSC waren mehr als 100 Krankenhäuser betroffen, deren Datenbanken verschlüsselt wurden, wodurch auf Papierdokumentation umgestellt werden musste.

DNSC (Directoratul Național de Securitate Cibernetică), Rumänien

12.02.2024

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Die genaue Anzahl tatsächlich kompromittierter Krankenhäuser ist unklar, Angaben schwankten zwischen 21 direkt infizierten und über 100 vorsorglich abgeschalteten Einrichtungen. Ob Lösegeld gezahlt wurde, ist nicht dokumentiert.

Journalismus

Lücken der KI-Verordnung: Ampel will Verbot biometrischer Echtzeit-Überwachung

Die Ampel-Koalitionsparteien planen nationale Gesetze, um Lücken der EU-KI-Verordnung bei biometrischer Fernidentifizierung zu schließen.

netzpolitik.org

09.02.2024

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Beschreibt politische Absichtserklärungen, keine verabschiedete Gesetzgebung.

Primärquelle

Kritische FortiOS-SSL-VPN-Sicherheitslücke CVE-2024-21762 massenhaft ausgenutzt

Fortinet veröffentlichte am 08.02.2024 einen Sicherheitshinweis zu CVE-2024-21762, einer kritischen Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in FortiOS SSL-VPN mit einem CVSS-Wert von 9,6. Die Lücke erlaubt nicht authentifizierten Angreifern per präparierter HTTP-Anfrage die Ausführung beliebigen Codes auf betroffenen Firewalls. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA nahm die Lücke bereits am 09.02.2024 in ihren Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog auf, da eine Ausnutzung in freier Wildbahn beobachtet wurde.

Fortinet PSIRT / CISA

08.02.2024

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Wie viele Geräte weltweit tatsächlich erfolgreich kompromittiert wurden, ist nicht abschließend beziffert. Die Identität der ersten ausnutzenden Angreifergruppen blieb ungeklärt, im März 2024 bot ein Akteur auf einem Untergrundforum zusätzlich einen Exploit für die Lücke zum Verkauf an.

Journalismus

Credit-Suisse-Mitarbeiterdaten nach Hack bei Reisedienstleister Pyramid Global Technologies im Darknet veroeffentlicht

Im Februar 2024 tauchten in einem Hackerforum Datensaetze auf, die als interne Unterlagen von Credit Suisse deklariert wurden, darunter Namen, Kontaktdaten und teils Reise-/Ausweisdaten von Mitarbeitenden. Die Daten stammten aus einem Angriff auf den Reise- und Hotelbuchungsdienstleister Pyramid Global Technologies, der von Credit-Suisse-Mitarbeitenden fuer Geschaeftsreisen genutzt wurde.

Bleeping Computer

08.02.2024

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Die Bank selbst hat den Umfang der veroeffentlichten Datensaetze nicht im Detail bestaetigt; unklar bleibt, wie viele Personen tatsaechlich betroffen sind.

Primärquelle

Volt Typhoon: chinesische Vorpositionierung in US-Infrastruktur

CISA, NSA und FBI bestätigten gemeinsam mit internationalen Partnern, dass die chinesische staatlich gesteuerte Gruppe Volt Typhoon seit mindestens 2021 in IT-Netzwerke kritischer US-Infrastruktur eingedrungen ist, darunter Kommunikation, Energie, Transport sowie Wasser und Abwasser. Die Gruppe nutzt fast ausschließlich bereits vorhandene Systemwerkzeuge und kompromittierte Router und VPN-Gateways von Herstellern wie Fortinet, Ivanti und Cisco, um sich als legitimer Administrationsverkehr zu tarnen. Laut Behörden diente der Zugriff der Vorbereitung auf mögliche disruptive Angriffe im Falle einer größeren Krise oder eines Konflikts mit den USA.

CISA, NSA und FBI (gemeinsame Cybersecurity Advisory AA24-038A)

07.02.2024

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Offen bleibt, wie lange genau und in welchem Umfang Volt Typhoon in einzelnen konkreten Anlagen aktiv war, da die Behörden aus Sicherheitsgründen keine vollständige Liste betroffener Betreiber veröffentlichten. Nicht belegt ist, dass es tatsächlich zu einer Sabotage oder Störung von Stromnetz, Wasser- oder Transportsystemen kam. China bestreitet die Vorwürfe offiziell weiterhin, eine unabhängige gerichtliche Feststellung der Urheberschaft steht aus.

Primärquelle

Verizon-Insider-Datenleck bei Mitarbeiterdaten

Verizon meldete der Maine Attorney General am 07.02.2024 einen Vorfall vom 21.09.2023, bei dem ein eigener Mitarbeiter unbefugt auf eine Datei mit Personaldaten zugriff. Betroffen waren 63.206 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, deren Namen, Adressen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern in der Datei enthalten waren. Verizon entdeckte den Vorfall am 12.12.2023 und stufte ihn als unbeabsichtigte interne Offenlegung ein.

Verizon Communications / Office of the Maine Attorney General

07.02.2024

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Nicht belegt ist, ob und in welchem Umfang die Daten tatsächlich außerhalb von Verizon weiterverbreitet oder missbraucht wurden. Auch die Identität und Motivation des betroffenen Mitarbeiters wurden von Verizon nicht öffentlich benannt.

Studie

Sudan: Landesweiter Kommunikations-Blackout waehrend des Buergerkriegs

Ab Anfang Februar 2024 brach die Internet- und Mobilfunkverbindung in weiten Teilen Sudans zusammen, nachdem der grosse Anbieter Zain sowie weitere Provider praktisch vollstaendig offline gingen. Betroffen waren nach Angaben mehrerer Quellen rund 14 Millionen Menschen, die dadurch keinen Zugang mehr zu Nothilfe und Informationen ueber sichere Fluchtwege hatten.

Access Now (#KeepItOn-Koalition)

07.02.2024

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Die genaue Verantwortlichkeit fuer einzelne Abschaltungen (SAF vs. RSF vs. technische Kriegsschaeden) laesst sich oft nicht eindeutig zuordnen.

Journalismus

Finance Employee Defrauded for $25M by Deepfake CFO

Ein Mitarbeiter eines britischen Ingenieurbüros in Hongkong überwies 25,6 Mio. USD nach einer Videokonferenz, in der alle Teilnehmer außer ihm selbst KI-generierte Deepfakes waren.

CFO.com

05.02.2024

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Beruht primär auf Angaben der Hongkonger Polizei, unabhängige forensische Details fehlen.

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