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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Datenleck bei nepalesischer Arbeitsmigrationsbehoerde offenbart Daten hunderttausender Arbeitssuchender

Eine ungesicherte, oeffentlich zugaengliche Datenbank der nepalesischen Regierungsbehoerde fuer auslaendische Arbeitsvermittlung legte persoenliche Daten von mehreren hunderttausend nepalesischen Arbeitsmigranten offen, darunter Passnummern, Fotos, Adressen und Reisedaten. Die Datenbank war ohne Passwortschutz im Internet erreichbar.

TechCrunch (Zack Whittaker)

24.05.2023

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Unklar bleibt, wie lange die Datenbank offen zugaenglich war und ob die Daten tatsaechlich von Dritten ausgelesen wurden; eine unabhaengige forensische Bestaetigung des Umfangs liegt nicht vor.

Journalismus

Hacker "USDoD" erbeutet Daten aus brasilianischer Polizei-Datenbank InfoSeg

Im Mai 2023 behauptete der unter dem Pseudonym "USDoD" bekannte Hacker, Zugriff auf die brasilianische Sicherheitsbehoerden-Datenbank InfoSeg erlangt zu haben, die persoenliche und kriminaltechnische Daten von Millionen Buergern sowie sensible Informationen von Polizei- und Justizbehoerden mehrerer brasilianischer Bundesstaaten enthaelt. Der Akteur bot Zugaenge und Datensaetze in Cyberkriminalitaets-Foren zum Verkauf an.

BleepingComputer (Bill Toulas)

23.05.2023

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Umfang, genaue Betroffenenzahl und ob tatsaechlich vollstaendiger Datenbankzugriff vorlag oder nur Teilausschnitte, sind ungeklaert; brasilianische Behoerden bestaetigten Ermittlungen zu unautorisierten Zugriffen.

Organisation/NGO

Data Protection Commission announces conclusion of inquiry into Meta Ireland

DPC verhängte 1,2 Mrd. Euro Rekordbuße gegen Meta wegen unrechtmäßiger Datenübermittlung in die USA.

Irish Data Protection Commission

22.05.2023

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Meta ging gegen Entscheidung vor.

Organisation/NGO

Meta zahlt 1,2 Mrd. Euro DSGVO-Rekordbußgeld für unrechtmäßigen Datentransfer in die USA

Die irische Datenschutzbehörde (DPC) verhängte nach einer verbindlichen Streitbeilegungsentscheidung des Europäischen Datenschutzausschusses (EDPB) gegen Meta Platforms Ireland Limited ein Bußgeld von 1,2 Milliarden Euro, das bis dahin höchste jemals auf Basis der DSGVO verhängte Bußgeld. Grund war die unrechtmäßige Übermittlung von Nutzerdaten europäischer Facebook-Nutzer an Empfänger in den USA, die laut Behörde nicht ausreichend vor dem Zugriff durch US-Sicherheitsbehörden geschützt waren und damit Risiken für Grundrechte und -freiheiten der Betroffenen darstellten. Bei der Bußgeldbemessung wurde unter anderem die enorme Anzahl der tatsächlich erfolgten Datenübermittlungen in die USA zugrunde gelegt. Die Behörde untersagte Meta zusätzlich die weitere Datenübertragung in die USA auf der bisherigen Rechtsgrundlage.

Irische Datenschutzbehörde (DPC) / Europäischer Datenschutzausschuss (EDPB)

22.05.2023

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Ob und wie Meta die Datenübermittlung nach dem Verbot tatsächlich vollständig einstellte oder über eine neue Rechtsgrundlage (etwa das spätere EU-US Data Privacy Framework) fortsetzte, ist aus dieser Quelle nicht belegt.

Primärquelle

BrutePrint: Expose Smartphone Fingerprint Authentication to Brute-force Attack

BrutePrint umgeht über Zero-Day-Schwachstellen Versuchsbegrenzung und entsperrt Smartphones per Brute-Force, teils unter einer Stunde.

Chen, He, Tencent Labs / Zhejiang University

18.05.2023

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Erfordert physischen Zugriff und Spezialhardware.

Journalismus

Discord-Datenleck durch kompromittiertes Support-Mitarbeiterkonto

Discord informierte im Mai 2023 Nutzer per E-Mail über ein Datenleck, nachdem Unbefugte das Konto eines externen Kundendienst-Mitarbeiters kompromittiert hatten. Betroffen waren E-Mail-Adressen, Inhalte von Support-Nachrichten und angehängte Dateien aus der Ticket-Warteschlange des Dienstleisters. Discord deaktivierte das betroffene Konto, beauftragte eine Forensik-Firma und informierte Strafverfolgungsbehörden.

SecurityWeek

15.05.2023

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Der Name des kompromittierten Support-Dienstleisters wurde von Discord nie offiziell bestätigt. Mehrere Medien vermuteten damals Zendesk als betroffenen Anbieter, dies blieb jedoch unbestätigt und ist von einem späteren, offiziell bestätigten Zendesk-Vorfall bei Discord im Jahr 2025 zu unterscheiden.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf Bank Syariah Indonesia (BSI) durch LockBit

Anfang Mai 2023 legte ein Ransomware-Angriff die Systeme der Bank Syariah Indonesia (BSI), der groessten islamischen Bank Indonesiens, ueber mehrere Tage lahm. Die Ransomware-Gruppe LockBit reklamierte den Angriff fuer sich und veroeffentlichte rund 1,5 Terabyte an angeblich gestohlenen Daten von rund 15 Millionen Kunden und Mitarbeitern.

Reuters

15.05.2023

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Der genaue Umfang der tatsaechlich kompromittierten und missbrauchten Daten sowie die exakte technische Angriffsmethode wurden von BSI nie vollstaendig oeffentlich bestaetigt oder unabhaengig verifiziert.

Journalismus

Toyota-Cloud-Fehlkonfiguration legt Standortdaten von 2,15 Millionen Kunden zehn Jahre offen

Toyota Motor Corporation gab am 12.05.2023 bekannt, dass Fahrzeugdaten von rund 2,15 Millionen Kunden in Japan über einen Zeitraum von fast zehn Jahren öffentlich im Internet zugänglich waren. Betroffen waren Nutzer der Telematikdienste T-Connect, G-Link, G-Link Lite und G-BOOK, die sich zwischen dem 02.01.2012 und dem 17.04.2023 für diese Dienste angemeldet hatten. Ursache war eine Fehlkonfiguration einer Cloud-Datenbank bei der Toyota-Tochtergesellschaft Toyota Connected Corporation, die statt auf privaten Zugriff versehentlich auf öffentlichen Zugriff gestellt war und ohne Passwort einsehbar blieb. Die Datenbank war vom 06.11.2013 bis zum 17.04.2023 von außen erreichbar. Offengelegt wurden unter anderem Fahrgestellnummern, Geräte-IDs der Navigationssysteme sowie Standortdaten der Fahrzeuge samt Zeitstempeln. Zusätzlich waren vom 14.11.2016 bis zum 04.04.2023 auch Videoaufnahmen externer Kameras von Firmenkunden über ein separates System zugänglich. Toyota erklärte, den Zugriff nach Entdeckung des Fehlers umgehend gesperrt und keine Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gefunden zu haben. Am 12.07.2023 erteilte die japanische Datenschutzbehörde Personal Information Protection Commission Toyota eine behördliche Anweisung, da unter anderem Schulungsmängel und ein fehlendes Bewusstsein für den Personenbezug der Daten festgestellt wurden. Es handelte sich um den zweiten bekannt gewordenen Datenvorfall bei T-Connect innerhalb weniger Monate, nachdem im Oktober 2022 bereits Daten von rund 296.000 Kunden über einen offengelegten GitHub-Zugriffsschlüssel abgeflossen waren.

BleepingComputer

12.05.2023

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Unklar bleibt, ob und in welchem Umfang die offengelegten Standort- und Videodaten tatsächlich von Dritten heruntergeladen oder missbraucht wurden, da Toyota lediglich von einer bestehenden Zugriffsmöglichkeit ohne bestätigten Missbrauchsfall spricht. Die genaue Gesamtzahl aller Betroffenen schwankt je nach Quelle und Zeitpunkt zwischen 2,15 und rund 2,3 Millionen.

Journalismus

United States v. Smith: Federal Judge Makes History in Holding That Border Searches of Cell Phones Require a Warrant

Bundesrichter entschied erstmals, dass Mobiltelefon-Durchsuchung an US-Grenze grundsätzlich richterlichen Durchsuchungsbefehl erfordert.

EFF / US District Court S.D.N.Y.

11.05.2023

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Einzelentscheidung ohne bundesweite Bindungswirkung.

Journalismus

Geodaten und Personalisierung: Datenschutzrisiko Deutschlandticket

Bei jeder Kontrolle des personalisierten Deutschlandtickets werden Uhrzeit und Haltestelle zentral gespeichert, De-Anonymisierung möglich.

netzpolitik.org

11.05.2023

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Journalistischer Meinungsartikel mit Kritikhaltung.

Behörde/Institution

Transparenzregister und Immobilien in Deutschland

Ausländische Immobiliengesellschaften müssen wirtschaftlich Berechtigte offenlegen, über 1.200 Bußgeldentscheidungen veröffentlicht.

KPMG Law

09.05.2023

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Transparenzpflicht für ausländische Immobilienbesitzer in Deutschland.

Journalismus

Western Digital My Cloud Hack: Angreifer erbeuten Kundendaten und drohen mit Veröffentlichung

Western Digital identifizierte am 26.03.2023 einen Sicherheitsvorfall mit Zugriff auf mehrere Unternehmenssysteme, darunter My Cloud. Am 08.05.2023 bestätigte das Unternehmen den Diebstahl von Kundendaten, darunter Namen, Adressen und teilweise Kreditkartennummern. Die Angreifergruppe drohte am 28.04.2023 mit wöchentlichen Datenveröffentlichungen und forderte laut Medienberichten ein Lösegeld im achtstelligen Bereich, mit Drohung der Veröffentlichung auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Alphv.

TechCrunch

08.05.2023

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Die Angreifer behaupteten, rund 10 Terabyte erbeutet zu haben, unabhängig nicht bestätigt. Western Digital nannte keine genaue Zahl betroffener Kunden. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde, ist nicht bestätigt.

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