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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

"'Wake up call': Trinity College study shows true extent of data sharing on Android phones" — Folgestudie mit /e/OS-Ausnahme

Selbst ein untätiges Mobiltelefon mit minimaler Nutzereingabe übertrug erhebliche Datenmengen an den OS-Entwickler und an Drittanbieter wie Google, Microsoft, LinkedIn und Facebook, deren System-Apps auf den meisten Geräten vorinstalliert sind. Eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Prozess war das Betriebssystem /e/OS.

Irish Examiner, mit Zitaten von Prof. Doug Leith

11.10.2021· in Kraft

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Wichtiger Anschluss an den Masterplan: Genau das im Masterplan (Kapitel 3) empfohlene /e/OS wurde in dieser unabhängigen Studie als einzige nennenswerte Ausnahme von der massiven Telemetrie-Sammlung identifiziert — das ist ein starker, wissenschaftlich belegter Grund für die Empfehlung, nicht nur eine Ideologie-Entscheidung.

Organisation/NGO

New Rules on Automotive Data Security to be Effective on 1 Oct 2021

Die chinesischen Bestimmungen zur Kfz-Datensicherheit definieren als wichtige Daten unter anderem Bewegungsdaten von Militär- und Regierungsfahrzeugen sowie per Fahrzeugkamera erfasste Gesichter und Kennzeichen. Solche Daten müssen in China gespeichert bleiben.

SGS Hong Kong / INPLP

08.10.2021

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Beschreibt die Rechtslage innerhalb Chinas, sagt nichts über tatsächliche Übertragungen aus europäischen Fahrzeugen.

Journalismus

Twitch-Leak 2021: 135 GB Quellcode und Auszahlungsdaten tausender Streamer veröffentlicht

Am 06.10.2021 veröffentlichte eine anonyme Gruppe über die Plattform 4chan ein Torrent-Archiv mit rund 135 Gigabyte interner Daten der Streaming-Plattform Twitch. Enthalten waren fast 6000 interne Git-Repositories mit dem Quellcode der Mobil-, Desktop- und Konsolen-Apps von Twitch sowie interne Sicherheitswerkzeuge und Unterlagen zu einem unveröffentlichten Spieleprojekt mit dem Codenamen Vapour. Zusätzlich wurden Auszahlungsdaten an Streamer veröffentlicht, die bis August 2019 zurückreichten und in einem rund 5 Gigabyte großen Ordner namens twitch_payouts lagen. Aus diesen Daten ging beispielsweise hervor, dass der Streamer MontanaBlack88 zwischen August 2019 und Oktober 2021 etwa 2,3 Millionen US-Dollar von Twitch erhielt. Die unbekannten Urheber begründeten die Veröffentlichung mit Kritik an der Twitch-Community. Twitch bestätigte den Vorfall am selben Tag über Twitter. Als wahrscheinliche Ursache identifizierte Twitch in den Folgetagen eine fehlerhafte Serverkonfiguration im internen Netzwerk. Twitch empfahl betroffenen Nutzern, vorsorglich ihre Passwörter zu ändern.

heise online

06.10.2021

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Aus der Quelle nicht abschließend belegt sind die genaue Identität und Motivation der Angreifer sowie der Umfang, in dem Zuschauer Passwörter oder Zahlungsdaten tatsächlich kompromittiert wurden, da sich der Leak primär auf Quellcode und Streamer-Auszahlungen bezog.

Journalismus

Twitch-Datenleck 2021: Quellcode und Auszahlungsdaten von Streamern veröffentlicht

Am 06.10.2021 veröffentlichte ein anonymer Angreifer einen 125 Gigabyte großen Torrent mit internen Twitch-Daten auf 4chan. Enthalten waren der komplette Quellcode der Plattform, Code aus fast 6.000 internen GitHub-Repositories und Auszahlungsberichte von 2019 für knapp 2,4 Millionen Streamer. Zusätzlich wurden Client-Software und ein unveröffentlichter Steam-Konkurrent von Amazon Game Studios geleakt. Twitch bestätigte den Vorfall am selben Tag, Ursache war eine Fehlkonfiguration eines Servers. Der Angreifer kündigte an, die Veröffentlichung sei nur Teil eins.

TechCrunch

06.10.2021

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Nicht dokumentiert ist, ob Nutzerpasswörter, Adressen oder Bankdaten im Leak enthalten waren. Die Identität des Angreifers wurde nie offiziell bestätigt. Ob der angekündigte zweite Teil des Datensatzes jemals veröffentlicht wurde, ist nicht abschließend geklärt. Die genaue Dauer des unbefugten Zugriffs wurde von Twitch nicht im Detail offengelegt.

Behörde/Institution

BaFin begrenzt Neukundenwachstum von N26

Die BaFin begrenzte im November 2021 das Neukundenwachstum von N26 auf 50.000 Kunden pro Monat, wegen Mängeln im IT- und Auslagerungs-Risikomanagement.

BaFin

05.10.2021

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Belegt die Wachstumsbeschränkung und ihren Grund. Eine Aufhebungsmitteilung der BaFin ist hiermit nicht mitbelegt.

Journalismus

Marriott-Aktionärsklage wegen verzögerter Meldung des 383-Millionen-Datenlecks abgewiesen

Marriott International entdeckte am 8. September 2018 eine Datenschutzverletzung im Reservierungssystem der 2016 übernommenen Kette Starwood, verursacht durch eine seit 2014 unentdeckte Schadsoftware. Das Unternehmen informierte die Öffentlichkeit erst am 30. November 2018, zunächst mit der Angabe von bis zu 500 Millionen betroffenen Gästen, die im Januar 2019 auf rund 383 Millionen eindeutige Datensätze korrigiert wurde. Ein Aktionär, das Firemen's Retirement System of St. Louis, reichte daraufhin vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärsklage gegen Vorstand und führende Manager von Marriott ein. Die Klage warf dem Board vor, vor der Starwood-Übernahme 2016 keine ausreichende Sorgfaltsprüfung der IT-Sicherheit durchgeführt und den Datenverstoß verzögert offengelegt zu haben. Vice Chancellor Lori W. Will wies die Klage am 5. Oktober 2021 vollständig ab. Als Begründung nannte das Gericht die Verjährung der Ansprüche zur Sorgfaltsprüfung vor der Akquisition sowie das Fehlen einer Aufsichtspflichtverletzung nach dem Caremark-Maßstab, da der Vorstand jährliche Berichte zu Cyberrisiken erhalten hatte. Eine gesonderte Sammelklage von Anlegern wurde ebenfalls abgewiesen, was der Fourth Circuit 2022 bestätigte.

Goodwin Law

05.10.2021

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Aus den ausgewerteten Quellen nicht abschließend belegt ist, ob einzelne Vorstandsmitglieder in Nebenverfahren dennoch finanziell in Anspruch genommen wurden, da die Aktionärsklage vollständig ohne Vergleich oder Schadensersatzzahlung abgewiesen wurde.

Journalismus

Pandora Papers: 11,9 Mio. Dokumente enthüllen Vermögen von 35 Staatschefs

Am 03.10.2021 veröffentlichte das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) gemeinsam mit über 600 Journalisten aus 150 Medienorganisationen in 117 Ländern die Pandora Papers, eine Sammlung von 11,9 Millionen vertraulichen Dokumenten mit einem Datenvolumen von 2,94 Terabyte. Die Unterlagen stammen aus internen Datenbanken von 14 Offshore-Dienstleistern und umfassen Verträge, E-Mails, Tabellenkalkulationen, Bilder und Präsentationen aus dem Zeitraum 1996 bis 2021. Die Auswertung deckte verdeckte Vermögen, Immobilien und Firmenbeteiligungen von 35 amtierenden oder ehemaligen Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 330 weiteren Politikern und hohen Amtsträgern in 91 Ländern auf. Zu den genannten Personen zählten unter anderem Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew, Jordaniens König Abdullah II. und der tschechische Premierminister Andrej Babiš. Zudem waren mehr als 130 Milliardäre aus der Forbes-Liste sowie Prominente und Sportfunktionäre in den Daten verzeichnet. Als Folge der Veröffentlichung kündigten mehrere Staaten steuerliche und strafrechtliche Ermittlungen an, in Frankreich wurde unter anderem gegen den libanesischen Zentralbankchef Riad Salameh wegen Geldwäsche ermittelt. Im Juni 2023 erwarb das Bundesland Hessen die Pandora-Papers-Daten zur Verfolgung von Steuerstraftaten in Deutschland. Die Recherche baute auf früheren ICIJ-Enthüllungen wie den Panama Papers von 2016 und den Paradise Papers von 2017 auf.

ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists)

03.10.2021

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Aus der Quelle nicht abschließend belegt sind der strafrechtliche Ausgang der meisten angestoßenen Ermittlungen sowie eine vollständige, unabhängig verifizierte Liste aller in den Datensätzen genannten Personen, da die Rohdokumente nicht öffentlich einsehbar sind.

Journalismus

Pandora Papers: ICIJ-Enthüllung zu Offshore-Vermögen weltweit

Die Pandora Papers wurden ab dem 03.10.2021 vom ICIJ veröffentlicht, basierend auf rund 11,9 Millionen Dokumenten aus 14 Offshore-Dienstleistern. Mehr als 600 Journalisten aus 117 Ländern werteten die Daten aus. Die Recherche deckte geheime Offshore-Vermögen von über 330 Politikern und Amtsträgern in mehr als 90 Ländern auf, darunter 35 Staats- und Regierungschefs, sowie Vermögenswerte von mehr als 130 Milliardären aus 45 Ländern einschließlich 46 russischer Oligarchen.

International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)

03.10.2021

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Ob die aufgedeckten Offshore-Strukturen im Einzelfall illegal waren, ist nicht dokumentiert, der Besitz von Offshore-Firmen ist für sich genommen in vielen Rechtsordnungen legal. Die vollständige Liste aller betroffenen Personen wurde nicht in Gänze veröffentlicht.

Primärquelle

Chile verankert als erstes Land der Welt Neurorechte in der Verfassung

2021 verabschiedete der chilenische Senat einstimmig eine Verfassungsänderung, die als weltweit erste ein Recht auf mentale Privatsphäre ('Neurorechte') verankert. Das neue Verfassungsrecht schützt die Privatsphäre der Gedanken, die Willensfreiheit des Denkens, den gleichberechtigten Zugang zu Technologien, die menschliche Fähigkeiten erweitern, sowie den Schutz vor Diskriminierung aufgrund neuronaler Daten. Der chilenische Oberste Gerichtshof wandte das neue Recht bereits 2023 in einem wegweisenden Urteil gegen das US-Neurotechnologie-Unternehmen Emotiv an. Colorado folgte 2024 mit dem Protect Privacy of Biological Data Act (HB24-1058, in Kraft seit 07.08.2024), der 'biologische Daten' einschließlich neuronaler Daten aus Gehirn-Messgeräten als besonders sensible Datenkategorie einstuft.

Chilenischer Senat / Santiago Ramón y Cajal Institute

01.10.2021

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Wie das chilenische Neurorecht in der Praxis gegenüber kommerziellen Konsumgeräten (z. B. Wearables mit EEG-Sensoren) außerhalb des Emotiv-Falls durchgesetzt wird, ist aus dieser Quelle nicht im Detail belegt.

Studie

AidData-Studie deckt verdeckte chinesische Kredite an Sambia und Angola auf

Die Studie "Banking on the Belt and Road" wertete 13.427 chinesische Entwicklungsprojekte in 165 Ländern aus und zeigte, dass rund die Hälfte der chinesischen Kredite an Entwicklungsländer nicht in offiziellen Schuldenstatistiken auftauchte. Bei Sambia und Angola identifizierten die Autoren Kredite mit Sicherheiten- und Vertraulichkeitsklauseln, die eine koordinierte Umschuldung erschwerten.

AidData (William & Mary, USA)

29.09.2021

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Die Studie liefert aggregierte, länderübergreifende Datenbankauswertungen, keine vollständige Offenlegung einzelner Kreditverträge; die genauen Vertragsbedingungen bleiben größtenteils geheim.

Organisation/NGO

Microsoft 365: So überwachen Chefs eure Produktivität am Arbeitsplatz

Microsofts Productivity Score erfasst detaillierte Nutzungsdaten zu E-Mail-/Chat-/Kamera-Aktivität, obwohl offiziell nur Organisationsebene ausgewertet werden soll.

netzpolitik.org

27.09.2021

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Journalistischer Erklärartikel ohne eigene empirische Erhebung.

Journalismus

BlackMatter-Ransomware-Angriff auf Agrargenossenschaft New Cooperative

Am 20.09.2021 legte die vermutlich russischsprachige Ransomware-Gruppe BlackMatter, laut CISA ein möglicher Nachfolger von DarkSide, Teile der IT-Systeme der Agrargenossenschaft New Cooperative aus Iowa lahm, die Getreide-, Dünger- und Futterlogistik für einen großen Teil des mittleren Westens der USA verwaltet. Die Angreifer forderten 5,9 Millionen US-Dollar Lösegeld. New Cooperative nahm betroffene Systeme vorsorglich offline und zahlte nach eigenen Angaben kein Lösegeld. Am 18.10.2021 veröffentlichten CISA, FBI und NSA eine gemeinsame Sicherheitswarnung zu BlackMatter.

Cybersecurity Dive

21.09.2021

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Die Angaben von BlackMatter selbst zur erbeuteten Datenmenge sind nicht unabhängig verifiziert. Die vielzitierte Aussage, 40 Prozent der US-Getreideproduktion liefen über Software des Unternehmens, stammt von New Cooperative selbst und wurde von Sicherheitsforschern angezweifelt. Der genaue technische Einstiegsvektor der Angreifer ist nicht ersichtlich.

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