JournalismusColonial-Pipeline-Ransomware: 4,4 Mio. Dollar Lösegeld an DarkSide gezahlt
Am 07.05.2021 legte die Ransomware-Gruppe DarkSide die IT-Systeme von Colonial Pipeline lahm, dem Betreiber der größten Treibstoffpipeline der USA, die täglich rund 2,5 Millionen Barrel Benzin, Diesel und Kerosin von Texas an die US-Ostküste liefert. Die Angreifer verschafften sich Zugang über ein kompromittiertes Passwort eines inaktiven VPN-Kontos ohne Mehr-Faktor-Authentifizierung und erbeuteten fast 100 Gigabyte an Daten. Colonial Pipeline stellte den Betrieb vorsorglich ein, was zu Panikkäufen, Kraftstoffknappheit an bis zu rund 10.600 Tankstellen und einem von Präsident Joe Biden am 09.05.2021 verhängten Notstand führte. CEO Joseph Blount ließ innerhalb weniger Stunden 75 Bitcoin im Wert von etwa 4,4 Millionen US-Dollar an DarkSide zahlen. Der Pipelinebetrieb wurde am 12.05.2021 wieder aufgenommen. Am 07.06.2021 gab das US-Justizministerium bekannt, dass FBI-Ermittler 63,7 der gezahlten Bitcoin im damaligen Wert von rund 2,3 Millionen US-Dollar sicherstellen konnten. Präsident Biden unterzeichnete am 12.05.2021 die Executive Order 14028 zur Stärkung der nationalen Cybersicherheit.
Wikipedia (mit Verweis auf FBI/US-Justizministerium)
07.05.2021
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Aus dieser Quelle nicht abschließend belegt sind die genaue Identität der individuellen Angreifer hinter dem DarkSide-Konto sowie eine strafrechtliche Verurteilung konkreter Täter.


