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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

Zwangsarbeit auf Farm in Musina: Dutzende malawische Wanderarbeiter befreit

Im Januar 2020 befreiten südafrikanische Behörden gemeinsam mit der IOM mehrere Dutzend malawische Staatsangehörige, die auf einer Farm in der Grenzregion Musina unter Bedingungen von Zwangsarbeit festgehalten wurden. Die Arbeiter waren mit falschen Versprechungen legaler Beschäftigung nach Südafrika gelockt worden und mussten ihre Pässe abgeben.

IOM Südafrika / News24

30.01.2020

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Genaue Opferzahl, Täteridentität und Ausgang etwaiger Strafverfahren sind aus der verfügbaren Presseberichterstattung nicht abschließend belegt.

Journalismus

Wawa-Datenleck: Kartenmalware kompromittiert rund 30 Millionen Zahlungskarten

Die US-Kette Wawa teilte am 19.12.2019 mit, dass Kartendaten-Malware auf Zahlungssystemen und Zapfsäulen an potenziell allen rund 850 Filialen installiert war. Die Malware war bereits seit dem 04.03.2019 aktiv und wurde erst am 10.12.2019 entdeckt. Kriminelle boten ab Ende Januar 2020 im Untergrundmarktplatz Joker's Stash einen Datensatz mit rund 30 Millionen gestohlenen Kartendaten an, den Sicherheitsforscher der Wawa-Kompromittierung zuordneten.

Brian Krebs, Krebs on Security

27.01.2020

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Wer hinter dem Angriff steckt und mit welcher Schadsoftware-Variante die Systeme infiziert wurden, ist nicht öffentlich dokumentiert. Die Zahl von rund 30 Millionen Datensätzen stammt aus Analysen von Sicherheitsforschern, nicht aus einer offiziellen Bestätigung durch Wawa selbst.

Journalismus

Former Wells Fargo CEO Stumpf barred from industry, to pay $17.5 million

Die OCC belegte Ex-Wells-Fargo-Chef John Stumpf 2020 mit einem lebenslangen Berufsverbot und einer Strafe von 17,5 Mio. Dollar, eine der höchsten Individualstrafen der OCC-Geschichte.

CNBC

23.01.2020

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Belegt Berufsverbot und Strafhöhe für Stumpf. Insgesamt verhängte die OCC gegen acht Ex-Führungskräfte zusammen 59 Mio. Dollar.

Journalismus

Luanda Leaks: 715.000 Dokumente enthüllen Offshore-Imperium der Isabel dos Santos

Das ICIJ veröffentlichte am 19.01.2020 die Luanda Leaks, basierend auf mehr als 715.000 geleakten Dokumenten zur früheren Sonangol-Chefin Isabel dos Santos, Tochter des langjährigen angolanischen Präsidenten. An der Auswertung waren 36 Medienpartner und mehr als 120 Journalisten aus rund 20 Ländern beteiligt. Die Dokumente zeigten ein Netzwerk von mehr als 400 Firmen in 41 Ländern, über das öffentliche Gelder aus Angola abgeflossen sein sollen. Als Folge fror die Schweiz im August 2020 Vermögenswerte von rund 900 Millionen US-Dollar ein, Angola erhob im Januar 2024 in zwölf Anklagepunkten Vorwürfe gegen dos Santos, Großbritannien verhängte im November 2024 Sanktionen.

ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists)

19.01.2020

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Isabel dos Santos bestreitet über ihre Anwälte jegliches Fehlverhalten. Gegen sie liegt seit 2022 eine Interpol-Red-Notice vor, eine tatsächliche Festnahme oder Auslieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist bislang nicht erfolgt.

Primärquelle

30.000 Euro Bußgeld für rechtswidriges Cookie-Banner (Vueling-Fall, AEPD)

Die spanische Datenschutzaufsicht verhängte gegen Vueling ein Bußgeld, weil das Cookie-Banner keine einfache Möglichkeit zur Ablehnung von Tracking-Cookies bot.

AEPD / LHR Rechtsanwälte

17.01.2020

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Spanische Behörde, aber früher Präzedenzfall für Cookie-Banner-Bußgelder.

Primärquelle

TIM: 27,8 Millionen Euro Bußgeld des Garante wegen wildem Telemarketing

Die italienische Datenschutzbehörde Garante verhängte am 15.01.2020 gegen den Telekommunikationskonzern TIM ein Bußgeld von 27.802.946 Euro. Grundlage waren mehrere hundert Beschwerden aus den Jahren 2017 bis Anfang 2019 über unerwünschte Werbeanrufe ohne gültige Einwilligung, Missachtung des Widerspruchsregisters sowie mangelhafte Einwilligungsverfahren in der App TIM Party. Die Behörde ordnete zusätzlich 20 Korrekturmaßnahmen an und bezeichnete die Sanktion als die bis dahin höchste in Italien verhängte Datenschutzstrafe.

Garante per la protezione dei dati personali (Italien)

15.01.2020

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Ob TIM gegen die Entscheidung Rechtsmittel eingelegt hat und ob die Bußgeldsumme später bestätigt oder reduziert wurde, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Die genaue Zahl der tatsächlich betroffenen Personen wird nicht exakt beziffert.

Organisation/NGO

Out of Control: How consumers are exploited by the online advertising industry

Dating-Apps wie Grindr, Tinder und OkCupid gaben GPS-Standorte, Alter, Geschlecht an mindestens 135 Drittfirmen zur Werbeprofilierung weiter, wodurch implizit die sexuelle Orientierung offengelegt wurde.

Forbrukerrådet

14.01.2020

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Sekundäre Zusammenfassung der Originalstudie, nicht der vollständige Originalbericht.

Primärquelle

Beschwerde des norwegischen Verbraucherrats gegen Grindr wegen Weitergabe sensibler Daten

Am 14.01.2020 reichte der norwegische Verbraucherrat gemeinsam mit noyb drei Beschwerden bei der Datenschutzbehörde Datatilsynet ein, gegen Grindr sowie gegen die Werbetechnikfirmen MoPub, AppNexus, OpenX, AdColony und Smaato. Der Bericht Out of Control zeigte, dass Grindr GPS-Standort, Gerätekennungen und die bloße Nutzung der App an Werbenetzwerke weitergab. Da Grindr sich an die LGBTQ-Community richtet, wertete die Behörde dies als unrechtmäßige Offenlegung von Daten zur sexuellen Orientierung. Die Beschwerde führte im Dezember 2021 zu einem Bußgeld von 65 Millionen norwegischen Kronen gegen Grindr.

Forbrukerrådet (Norwegischer Verbraucherrat) und noyb

14.01.2020

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Die genaue Zahl der Drittfirmen, die Daten erhielten, ist nicht abschließend dokumentiert. Die Bußgeldhöhe wurde von zunächst angekündigten rund 10 Millionen Euro auf 65 Millionen Kronen reduziert. Das Berufungsgericht Borgarting bestätigte die Geldbuße 2025.

Primärquelle

Inkrafttreten des California Consumer Privacy Act (CCPA)

Der California Consumer Privacy Act trat am 01.01.2020 in Kraft. Das Gesetz gewährt Verbrauchern in Kalifornien ein Auskunftsrecht, ein Löschrecht und ein Widerspruchsrecht gegen den Verkauf ihrer personenbezogenen Daten. Es gilt für Unternehmen mit mehr als 25 Millionen US-Dollar Jahresumsatz oder mit Kauf/Verkauf der Daten von mindestens 50.000 Verbrauchern.

California Department of Justice

06.01.2020

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Wie viele Beschwerden oder Bußgelder es im ersten Jahr nach Inkrafttreten gab, wird hier nicht beziffert. Die spätere Verschärfung durch die California Privacy Rights Act ab 2023 ist nicht Gegenstand dieser Quelle.

Behörde/Institution

Original Cure53-Pentest-Report zu Bitwarden (Volltext-PDF)

Direkt zugänglicher Original-Prüfbericht — als Beleg dafür, dass Bitwarden von Anfang an (2020) mit vollständig öffentlichem Quellcode und unabhängigen Prüfberichten gearbeitet hat, nicht erst nachträglich als Reaktion auf Kritik.

Cure53

2020· in Kraft

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Für Zitierfähigkeit wichtig: der Original-Bericht selbst, nicht nur Zusammenfassungen darüber.

Organisation/NGO

§ 146b AO – Kassen-Nachschau (Abgabenordnung)

§ 146b AO erlaubt Finanzbeamten unangemeldetes Betreten von Geschäftsräumen zur Prüfung von Kassenaufzeichnungen und elektronischen Systemen.

BMJ / Gesetze im Internet

2020

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Gesetzestext äußert sich nicht zu Datenschutzabwägungen.

Organisation/NGO

About the FinCEN Files investigation

In den 2020 veröffentlichten FinCEN Files war die Deutsche Bank mit 982 gemeldeten Verdachtsfällen und rund 1,3 Billionen Dollar Transaktionsvolumen vertreten, 62 Prozent der gesamten im Datenleck erfassten Summe.

ICIJ

2020

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Verdachtsmeldungen sind kein Nachweis abgeschlossener Geldwäsche, sondern Meldungen von Banken selbst an US-Behörden.

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