U Entry

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

Filter zurücksetzen

2775 Treffer · Seite 172 von 232

Journalismus

HVB akzeptiert Bußgeldbescheide wegen Steuerdelikten

Die HypoVereinsbank akzeptierte Bußgeldbescheide von 9,8 sowie weiteren 19,1 Mio. Euro, weil im Cum-Ex-Komplex mehrfach Kapitalertragsteuer auf dieselben Dividenden erstattet worden war.

DAS INVESTMENT

2020

Klartext anzeigen

Belegt beide Bußgeldbescheide gegen die HypoVereinsbank getrennt voneinander.

Journalismus

Chicago beendet rassistisch verzerrte Predictive-Policing-'Heat List' nach jahrelanger Kritik

Chicago führte 2012 die 'Strategic Subjects List' ('Heat List') ein, die Personen mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit, eine Straftat zu begehen oder Opfer einer solchen zu werden, auf Basis historischer Faktoren wie Vorstrafen einen Zahlenwert von 0 bis über 500 zuwies. 2013 stufte der Algorithmus Hunderte junge Schwarze Männer als mutmaßliche Täter oder Opfer von Waffengewalt ein, obwohl viele von ihnen keinerlei Vorstrafen hatten; kritisiert wurde, dass die Eingabedaten (insbesondere Festnahmen) selbst bereits durch die diskretionären Entscheidungen von Polizeibeamten bei Streife und Ermittlung verzerrt waren. Die Liste erfasste unverhältnismäßig viele People of Color. Nach Untersuchungen, die dem Programm Ungenauigkeit, Wirkungslosigkeit und rassistische Verzerrung attestierten, stellte Chicago die Nutzung der Heat List im Januar 2020 endgültig ein.

TIME / The Appeal

01.01.2020

Klartext anzeigen

Der genaue kausale Effekt der Liste auf tatsächliche Polizeimaßnahmen gegen gelistete Personen (z. B. verstärkte Kontrollen) ist aus dieser Quelle nicht mit Einzelfallzahlen belegt.

Primärquelle

DNA-Verwandtensuche bei 23andMe deckt ungewollt verheimlichte Vaterschaften und unbekannte Halbgeschwister auf

Günstige DNA-Tests wie 23andMe haben die Ahnenforschung grundlegend verändert und machen es leichter denn je, lange verborgene Familiengeheimnisse aufzudecken. Die 'DNA Relatives'-Funktion kann unerwartet enthüllen, dass die angenommene biologische Vaterschaft nicht zutrifft ('Non-Paternity Events'), oder bislang unbekannte enge Verwandte wie Halbgeschwister aufdecken, die im Schnitt etwa 25 Prozent DNA-Übereinstimmung mit dem Nutzer teilen, im Gegensatz zu rund 50 Prozent bei Vollgeschwistern. 23andMe verbesserte seine Analysemethoden, um solche engen Verwandtschaftsverhältnisse (Halbgeschwister, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen, Großeltern, Enkelkinder) präziser zu kennzeichnen.

How-To Geek / 23andMe Support-Dokumentation

01.01.2020

Klartext anzeigen

Wie viele Nutzer insgesamt durch die Funktion unerwartete, potenziell belastende Familiengeheimnisse erfahren, ist aus dieser Quelle nicht mit einer Gesamtzahl belegt, nur anhand von Einzelbeispielen illustriert.

Journalismus

Payback: Erste Plattform in Deutschland, die Online-Werbung gezielt anhand von Offline-Einkäufen aussteuert

Jeder Scan der Payback-Karte oder jede Zahlung mit der Payback-App speichert neue Informationen zu Alter, Geschlecht, Standort und Einkaufsverhalten, einschließlich der Frage, wo Kunden am meisten Geld ausgeben. Name, Adresse und Geburtsdatum dürfen zu Werbezwecken an Partnerunternehmen weitergegeben werden, solange der Kunde nicht widerspricht; Partnerunternehmen können anhand der übermittelten Kundennummer das Kaufverhalten von Werbeempfängern mit dem von Nicht-Empfängern vergleichen, um den Werbeerfolg zu kontrollieren. Payback positioniert sich damit als erste Online-Marketingplattform in Deutschland, die gezielte Kundenwerbung auf Basis von Offline-Einkäufen anbietet. Eine KPMG-Umfrage ermittelte, dass die Sorge vor Nachverfolgung des eigenen Kaufverhaltens der wichtigste Grund war, weshalb Verbraucher auf Kundenkartenprogramme verzichten.

Stuttgarter Nachrichten

01.01.2020

Klartext anzeigen

Wie viele Kunden dem beschriebenen Widerspruchsrecht tatsächlich aktiv widersprechen und wie hoch der Anteil der weitergegebenen Profile am Gesamtbestand ist, ist aus dieser Quelle nicht beziffert.

Organisation/NGO

EasyPASS: Automatisierte Gesichtserkennungs-Grenzkontrolle an acht deutschen Flughäfen, Speicherung bis zu 30 Tage bei Auffälligkeit

Das biometrische Grenzkontrollsystem EasyPASS wurde 2009 unter dem Namen 'GAnGes' am Flughafen Frankfurt getestet und läuft dort seit 2014 im Regelbetrieb. Reisende scannen ihren elektronischen Reisepass am eGate und blicken für die Gesichtserkennung in eine Kamera, die charakteristische Gesichtsmerkmale berechnet und mit dem im Pass gespeicherten biometrischen Foto abgleicht. Personen- und passbezogene Daten werden regulär 48 Stunden gespeichert; bei einer polizeilichen Feststellung kann die Speicherdauer manuell auf bis zu 30 Tage verlängert werden. Aktuell sind 255 EasyPASS-Kontrollspuren an acht großen deutschen Flughäfen im Einsatz (Frankfurt, München, Köln/Bonn, Düsseldorf, Berlin/Brandenburg, Stuttgart, Hannover, Hamburg), nutzbar für alle EU-Bürger ab zwölf Jahren mit gültigem elektronischem Reisepass.

netzpolitik.org / Bundespolizei

01.01.2020

Klartext anzeigen

Wie oft die Ausnahmeregelung zur verlängerten 30-Tage-Speicherung tatsächlich angewendet wird und nach welchen konkreten Kriterien eine 'polizeiliche Feststellung' definiert ist, ist aus dieser Quelle nicht belegt.

Primärquelle

Open-Markets-Studie: Amazon-Kündigungsalgorithmus entlässt US-Lagerarbeiter anhand unbekannter Messwerte

Eine Studie des Open Markets Institute charakterisierte Amazon als 'vor allem eine Überwachungsfirma' und deckte eine umfassende Überwachungskultur mit 'Kontrolle, Erniedrigung und unablässiger Angst' der Beschäftigten auf. Ehemalige Mitarbeiter berichteten von sogenannten 'Release Days', an denen mehrere befristete Beschäftigte gekündigt werden, wobei die Entscheidung auf den Ergebnissen eines internen Computersystems beruht; Mitarbeiter können jederzeit entlassen werden, wenn sie von Messwerten abweichen, deren Existenz ihnen nicht einmal bekannt ist. Die intensive Überwachung dient laut Studie nicht nur der Leistungskontrolle, sondern auch dazu, gewerkschaftliche Organisierung der Beschäftigten zu erschweren. Die Studienautoren fordern ein Verbot derart invasiver Überwachung und eine stärkere gesetzliche Unterstützung der Gewerkschaftsbildung durch den US-Kongress.

Open Markets Institute / netzpolitik.org

01.01.2020

Klartext anzeigen

Konkrete Beispiele für die genauen, den Beschäftigten unbekannten Messwerte, die zur automatisierten Kündigung führen, nennt die Quelle nicht im Detail.

Journalismus

SpiderZ-Hack der SGBL: Datenleck bei libanesischer Bank enthuellt Konten von Eliten

Ende 2019, inmitten der libanesischen Finanz- und Protestkrise, drang eine Hackergruppe, die sich "SpiderZ" nannte, in Systeme der Societe Generale de Banque au Liban (SGBL) ein und veroeffentlichte interne Kontodaten von Politikern, hochrangigen Beamten und Geschaeftsleuten als Protest gegen Korruption und Kapitalkontrollen.

The Daily Star / Reuters

31.12.2019

Klartext anzeigen

Der genaue Umfang der kompromittierten Daten, die technische Angriffsmethode sowie die Identitaet der Taeter hinter "SpiderZ" wurden nie unabhaengig verifiziert oder offiziell bestaetigt.

Journalismus

Wyze-Datenleck 2019: Nutzerdaten von 2,4 Millionen Kunden offen im Netz

Der US-Hersteller von Smart-Home-Kameras Wyze Labs aus Seattle ließ die Daten von rund 2,4 Millionen Kunden ungeschützt im Internet zugänglich. Ursache war eine falsch konfigurierte Elasticsearch-Datenbank, die ein Mitarbeiter am 04.12.2019 für ein internes Analyseprojekt aus den Produktivservern kopierte und dabei ohne Zugriffsschutz beließ. Die Datenbank blieb bis zum 26.12.2019 offen einsehbar, also rund drei Wochen lang. Entdeckt wurde das Leck von der Sicherheitsfirma Twelve Security, die einen Bericht veröffentlichte, sowie zeitgleich durch die Nachfrage eines Reporters der Plattform IPVM bei Wyze. Offengelegt waren unter anderem E-Mail-Adressen von Kunden, Kamera-Spitznamen, WLAN-Netzwerknamen (SSID), Geräteinformationen sowie rund 24.000 Tokens für die Alexa-Integration. Bei einer kleinen Gruppe von Beta-Testern waren zudem Körperdaten wie Größe, Gewicht und Geschlecht betroffen. Passwörter und Zahlungsdaten waren nach Angaben von Wyze nicht in der Datenbank enthalten. Am 27.12.2019 entdeckte Wyze bei einer internen Sicherheitsüberprüfung eine zweite offen zugängliche Datenbank. Im Februar 2020 wurde beim US-Bezirksgericht für den Western District of Washington eine Sammelklage gegen Wyze Labs eingereicht.

GeekWire

26.12.2019

Klartext anzeigen

Aus dieser Quelle nicht belegt sind die tatsächliche Zahl der von Dritten wirklich abgerufenen Datensätze sowie der Ausgang der 2020 eingereichten Sammelklage einschließlich einer möglichen Vergleichssumme oder Geldstrafe.

Journalismus

OLG Frankfurt: Verkehrsüberwachung durch private Dienstleister ist rechtswidrig

Das OLG Frankfurt entschied, dass Kommunen Geschwindigkeitsmessungen nicht per Leiharbeit an private Firmen delegieren dürfen, da Verkehrsüberwachung eine hoheitliche Aufgabe ist.

WBS.LEGAL

23.12.2019

Klartext anzeigen

Die Einschätzung zur Betroffenheit von Millionen Bescheiden stammt von der Kanzlei selbst.

Behörde/Institution

Jugendmedienschutz: Neue Methode für Altersverifikation im Internet (Autoident)

KJM lässt Autoident-Verfahren (automatischer Foto-Ausweis-Abgleich per ML) als Ersatz für Video-Identifizierung zur Altersverifikation zu.

Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

20.12.2019

Klartext anzeigen

Zulassung eines automatisierten Altersverifikationsverfahrens 2019. Belegt nicht spätere Verbreitung/Fehlerquoten.

Journalismus

Zynga-Datenleck 2019: 173 Millionen Nutzerkonten von Words With Friends und Draw Something gestohlen

Zynga bestätigte am 12.09.2019, dass Unbefugte auf Nutzerkontodaten zugegriffen hatten. Der Hacker Gnosticplayers erbeutete Datensätze von Nutzern der Spiele Words With Friends, Draw Something und OMGPOP. Have I Been Pwned bestätigte im Dezember 2019 rund 173 Millionen betroffene Datensätze mit E-Mail-Adressen, Nutzernamen und gesalzenen SHA-1-Passwort-Hashes, Zynga erklärte, es gebe keine Hinweise auf den Abfluss von Finanzdaten.

SiliconANGLE

19.12.2019

Klartext anzeigen

Die genaue Zahl der betroffenen Personen ist nicht abschließend geklärt, der Hacker behauptete ursprünglich rund 218 Millionen Konten. Die Identität des als Gnosticplayers bekannten Angreifers ist nicht gerichtsfest belegt.

Journalismus

Ring-Kamera-Hacking 2019

Ende 2019 verschafften sich Hacker per Credential Stuffing Zugriff auf Ring-Kameras in Kinderzimmern in den USA. Sie sprachen über die eingebaute Lautsprecherfunktion mit Kindern und beschimpften sie, dokumentiert unter anderem in einem Fall in DeSoto County, Mississippi im Dezember 2019 sowie in weiteren Fällen in Florida, Georgia und Tennessee. Ring erklärte, es gebe keine Hinweise auf eine Kompromittierung der eigenen Systeme, und führte die Zugriffe auf wiederverwendete Zugangsdaten der Nutzer zurück.

heise online

17.12.2019

Klartext anzeigen

Offen bleibt, wie viele Ring-Konten insgesamt betroffen waren und ob einzelne Täter identifiziert oder strafrechtlich belangt wurden. Diese Frage wurde erst 2023 in einem Verfahren der US-Handelsaufsicht FTC gegen Amazon Ring rechtlich aufgearbeitet, das mit einer Zahlung von 5,6 Millionen Dollar an betroffene Kunden endete.

← ZurückSeite 172 von 232Weiter →

Transparenz & Qualität

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, mit Quellen belegt und werden regelmäßig überprüft.

Mehr über unsere Standards

Dein Wissen. Deine Freiheit.

Nutze verlässliche Informationen, um deine eigenen Entscheidungen zu treffen – für ein selbstbestimmtes Leben.

Zur Lernakademie

Wichtiger Hinweis

Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Weiterbildung. Sie stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Mitglied werdenAnmelden