Im Dezember 2019 übernahmen unbekannte Angreifer in den USA mehrere internetverbundene Überwachungskameras des Amazon-Tochterunternehmens Ring und sprachen über deren eingebaute Lautsprecher mit Kindern und Erwachsenen in deren Schlafzimmern. Am 04.12.2019 sprach ein Unbekannter über die Kamera der Familie LeMay in Desoto County, Mississippi, mit der achtjährigen Alyssa, spielte Musik ab und gab sich als Santa Claus und bester Freund aus. Die Kamera war nach Angaben der Mutter Ashley LeMay erst vier Tage zuvor installiert worden. Zwischen dem 09. und 11.12.2019 wurden weitere Fälle aus Cape Coral in Florida, Grand Prairie in Texas und Brookhaven in Georgia bekannt. Ring erklärte öffentlich, es habe keinen eigenen Datenschutzverstoß gegeben, die Angreifer hätten stattdessen Zugangsdaten aus früheren, fremden Datenlecks per Credential Stuffing wiederverwendet. Die Familie LeMay hatte die optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung für ihr Ring-Konto nicht aktiviert. Die US-Handelsaufsicht FTC stellte 2023 in einer Klage fest, dass Hacker über ähnliche Methoden bis 2020 auf Konten und Kamera-Feeds von mindestens 55.000 US-Kunden zugreifen konnten, darunter Kinder und ältere Menschen. Im Rahmen der Einigung zahlte Ring eine Entschädigungssumme von 5,6 Millionen US-Dollar, die die FTC ab 2024 per PayPal an mehr als 117.000 betroffene Kunden auszahlte.
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Aus der Quelle nicht belegt ist, wie viele der im Dezember 2019 gemeldeten Einzelfälle sich tatsächlich auf Credential Stuffing zurückführen lassen, da Sicherheitsforscher Rings Darstellung anhand des Formats geleakter Daten anzweifelten. Ebenfalls nicht dokumentiert ist, ob die verantwortlichen Angreifer je identifiziert oder strafrechtlich verfolgt wurden.