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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Facebook-Telefonnummern-Leck 2019: 419 Millionen Datensätze auf ungesichertem Server

Im September 2019 wurde bekannt, dass eine Sammlung mehrerer Datenbanken mit mehr als 419 Millionen Datensätzen von Facebook-Nutzern ungeschützt auf einem MongoDB-Server erreichbar war. Die Datensätze enthielten Facebook-Nutzer-IDs und zugehörige Telefonnummern, darunter rund 133 Millionen US-Konten. Entdeckt wurde die Datenbank vom Sicherheitsforscher Sanyam Jain, der Hosting-Anbieter nahm den Server anschließend vom Netz.

TechCrunch

04.09.2019

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Wer die Datenbank betrieben und die Daten zusammengetragen hat, ist nicht geklärt. Facebook erklärte, die Daten stammten aus Scraping vor 2018, nicht aus einem Hack der eigenen Systeme. Dieser Fall ist vom separaten, erst 2021 bekannt gewordenen Facebook-Scraping-Datenleck zu unterscheiden.

Primärquelle

Geheimes Bundestagsgutachten attackiert Hackback-Pläne der Bundesregierung

Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste warnt, Hackbacks seien technisch riskant und strategisch ineffektiv.

netzpolitik.org

03.09.2019

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Auswertung eines geleakten Dokuments, keine offizielle Bundestagsposition.

Organisation/NGO

Wearables, Fitness-Apps und der Datenschutz: Alles unter Kontrolle?

Gesammelte Fitness- und Gesundheitsdaten können bei kommerziellen Dritten landen, Warnung vor Diskriminierung bei Bonusprogrammen.

Verbraucherzentrale NRW

September 2019

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Verbraucherschutzstudie mit klarer Kritikhaltung.

Journalismus

Der Fall Groenewald: Nashorn-Wilderei als organisiertes Finanzverbrechen in Suedafrika

Der suedafrikanische Wildzuechter Dawie Groenewald und seine Familie wurden 2010 verhaftet und mit ueber 1.800 Anklagepunkten konfrontiert, darunter Racketeering, Betrug, Steuerhinterziehung und illegaler Handel mit Nashornhoernern. Ueber Pseudo-Jagden wurden legale Jagdlizenzen genutzt, um Nashornhorn im Wert mehrerer Millionen Rand zu waschen und international zu vermarkten.

Oxpeckers Investigative Environmental Journalism

01.09.2019

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Der Fall ist bis heute nicht rechtskraeftig abgeschlossen; Verurteilungen in zentralen Anklagepunkten blieben lange aus, und die genaue Hoehe der gewaschenen Gelder ist nicht abschliessend beziffert.

Journalismus

EU-finanzierte libysche Küstenwache: Kommandeur wegen Menschenschmuggels sanktioniert

Die Associated Press deckte auf, dass Abd al-Rahman al-Milad ("Bija"), ein Kommandeur der von der EU trainierten und finanzierten libyschen Küstenwache, gleichzeitig ein Anführer eines Menschenschmugglernetzwerks war. Ein UN-Sicherheitsrats-Sanktionsbericht von 2017 belegte, dass seine Miliz Boote mit Migranten versenkte und Schutzgelder erpresste, während die EU-Mission Sophia seine Einheit unterstützte.

Associated Press

28.08.2019

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Die genaue Höhe der an al-Milads Einheit geflossenen EU-Gelder lässt sich aus öffentlichen Quellen nicht exakt beziffern, da Zahlungen über mehrere Programme liefen.

Organisation/NGO

Bundesamt für Güterverkehr offenbart Fehlerquoten der Kennzeichenscanner in Autobahn-Mautüberwachungsbrücken

Toll-Collect-Kennzeichenscanner: 4-7% der täglich ~2 Mio. erfassten Kennzeichen fehlerhaft identifiziert (80.000-140.000 Falscherfassungen/Tag).

freiheitsfoo (CCC Ulm)

27.08.2019

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Aktivistische Auswertung eines Auskunftsersuchens.

Journalismus

Sakawa: Ghanas Cyber-Betrugsszene und die Romance-Scam-Industrie

Die BBC-Recherche dokumentiert die als "Sakawa" bekannte ghanaische Cyberbetrugsszene, in der junge Männer über gefälschte Online-Dating-Profile monate- bis jahrelange Beziehungen zu ausländischen Opfern aufbauen, um sie zu Geldüberweisungen zu bewegen. Der Bericht schildert konkrete Fälle mit fünf- bis sechsstelligen Dollarverlusten sowie die Verknüpfung mit spirituellen Ritualen ("Juju").

BBC News (Thomas Naadi)

22.08.2019

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Belastbare Gesamtstatistiken zu Opferzahlen oder Schadenssumme in Ghana insgesamt liefert der Artikel nicht; eine juristische Aufarbeitung wird nicht genannt.

Journalismus

Nigerianischer Oelschmuggel: Wie gestohlenes Rohoel im Niger-Delta zu Geld gemacht wird

Eine Reuters-Recherche dokumentiert, wie im Niger-Delta jaehrlich geschaetzt Hunderttausende Fass Rohoel taeglich aus Pipelines der NNPC und internationaler Konzerne illegal angezapft werden. Das gestohlene Oel wird in illegalen Buschraffinerien verarbeitet oder auf Tankern umgeladen und international verkauft.

Reuters

22.08.2019

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Die Recherche stuetzt sich auf Behoerdenschaetzungen und Satellitendaten, liefert aber keine geschlossene, gerichtsfeste Dokumentation einzelner Geldwaeschewege.

Organisation/NGO

Missbrauch polizeilicher Informationssysteme: Neugierde und Datenkriminalität

Polizeibeamte fragen wiederholt unbefugt Kennzeichen-/Halterdaten ab, z.B. 83 Abfragen der Daten einer Sängerin an einem Abend.

Legal Tribune Online

16.08.2019

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Fachbeitrag eines Wissenschaftlers, keine amtliche Statistik.

Journalismus

Huawei-Techniker halfen Sambias Regierung beim Ausspähen oppositioneller Blogger

Laut einer WSJ-Recherche halfen Huawei-Techniker den sambischen Behörden dabei, Telefone und Facebook-Konten oppositioneller Blogger des Portals Zambian Watchdog zu überwachen und deren Verschlüsselung zu umgehen, was 2017 zur Festnahme zweier Blogger führte. Die Techniker arbeiteten direkt mit Regierungsbeamten der Cyber-Kriminalitätseinheit zusammen.

Wall Street Journal (Joe Parkinson, Nicholas Bariyo, Josh Chin)

15.08.2019

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Die Recherche stützt sich auf anonyme Aussagen von Insidern; Huawei bestritt öffentlich jede Beteiligung. Der genaue Umfang der Beteiligung einzelner Huawei-Mitarbeiter bleibt unklar.

Primärquelle

BioStar-2-Leck: 27,8 Millionen biometrische Datensätze bei Suprema offen im Netz

Die Sicherheitsforscher Noam Rotem und Ran Locar von vpnMentor entdeckten am 05.08.2019 eine ungeschützte, unverschlüsselte Datenbank des südkoreanischen Unternehmens Suprema, das die biometrische Zugangskontrollplattform BioStar 2 betreibt. Die Datenbank enthielt rund 27,8 Millionen Datensätze mit einem Gesamtvolumen von 23 Gigabyte. Darunter befanden sich über eine Million Fingerabdrücke, Gesichtserkennungsbilder, Klartext-Benutzernamen und -Passwörter von Administratoren, Ein- und Austrittsprotokolle, Sicherheitsfreigaben sowie Namen, Wohnadressen und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern. BioStar 2 wird nach Angaben von Suprema in über 1,5 Millionen Installationen weltweit eingesetzt, unter anderem bei Banken, Universitäten, Regierungsbehörden und der britischen Metropolitan Police. Die Forscher konnten über die offene Weboberfläche Suchparameter manipulieren und dadurch beliebige Datensätze auslesen sowie neue Administratorkonten anlegen. Nach der Kontaktaufnahme am 07.08.2019, bei der die deutsche Niederlassung von Suprema zunächst jede Zusammenarbeit verweigerte, wurde die Datenbank am 13.08.2019 über die französische Niederlassung geschlossen. Der Fall wurde am 14.08.2019 öffentlich bekannt und unter anderem von BBC und The Register aufgegriffen.

vpnMentor

14.08.2019

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Unklar bleibt, wie lange die Datenbank vor der Entdeckung frei zugänglich war und ob Daten von Dritten heruntergeladen oder missbräuchlich verwendet wurden; Suprema erklärte lediglich, es gebe keine Hinweise auf einen Download durch Unbefugte, ohne dies technisch zu belegen. Eine offizielle Bußgeldentscheidung einer Datenschutzbehörde zu diesem Fall ist aus dieser Quelle nicht ersichtlich.

Journalismus

Suprema BioStar 2: 27,8 Mio. biometrische Datensätze ungeschützt im Netz

Die israelische Plattform vpnMentor entdeckte am 05.08.2019 durch die Forscher Noam Rotem und Ran Locar eine ungeschützte Elasticsearch-Datenbank des südkoreanischen Unternehmens Suprema. Die Datenbank gehörte zum biometrischen Zugangskontrollsystem BioStar 2 und enthielt 27,8 Millionen Datensätze mit einem Volumen von 23 Gigabyte. Betroffen waren die Fingerabdrücke von mehr als einer Million Nutzern, Gesichtserkennungsdaten, Klarnamen, unverschlüsselt gespeicherte Passwörter, Zutrittsprotokolle sowie persönliche Mitarbeiterdaten. BioStar 2 wurde laut Suprema von rund 5.700 Organisationen in 83 Ländern eingesetzt, darunter die britische Metropolitan Police sowie Banken und Behörden. Die Forscher informierten Suprema am 07.08.2019, die Sicherheitslücke wurde erst am 13.08.2019 geschlossen. Nach Bekanntwerden erklärte die britische Datenschutzbehörde ICO, sie sei sich der Medienberichte bewusst und werde Ermittlungen aufnehmen. Die US-Kanzlei Finkelstein, Blankinship, Frei Pearson and Garber kündigte im August 2019 an, eine mögliche Sammelklage wegen des Vorfalls zu prüfen. Suprema erklärte öffentlich, das tatsächliche Ausmaß sei geringer als berichtet, und verwies auf eine begrenzte Zahl betroffener Cloud-API-Nutzer.

heise online

14.08.2019

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Aus den ausgewerteten Quellen geht nicht hervor, ob die britische ICO tatsächlich ein Bußgeld gegen Suprema verhängt hat oder ob die geprüfte US-Sammelklage je formell eingereicht und entschieden wurde; der rechtliche Ausgang des Falls ist öffentlich nicht dokumentiert.

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