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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Behörde/Institution

BioStar-2-Datenleck: Ungesicherte Datenbank offenbart Millionen biometrische Datensätze

vpnMentor-Forscher entdeckten am 05.08.2019 eine öffentlich zugängliche, größtenteils unverschlüsselte Datenbank der biometrischen Zutrittsplattform BioStar 2 des südkoreanischen Herstellers Suprema. Die Datenbank enthielt über 27,8 Millionen Einträge mit rund 23 Gigabyte Daten, darunter mehr als eine Million Fingerabdruck-Templates und Gesichtserkennungsbilder. BioStar 2 wird laut Suprema von über 5.700 Organisationen in 83 Ländern eingesetzt, der Zugriff wurde am 13.08.2019 geschlossen.

vpnMentor

14.08.2019

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Die exakte Gesamtzahl der weltweit betroffenen Personen bleibt offen. Ob Dritte die Daten vor der Entdeckung bereits ausgelesen haben, ist nicht belegt, Suprema bestritt öffentlich das Ausmaß des Lecks ohne eigene technische Belege.

Journalismus

Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits

Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt.

Xinhua

13.08.2019

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Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter.

Organisation/NGO

Amazon's Ring Is a Perfect Storm of Privacy Threats

Amazons Ring-Kameras ermöglichen über Polizeipartnerschaften ohne Durchsuchungsbefehl Zugriff auf private Aufnahmen.

Electronic Frontier Foundation

08.08.2019

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Positionspapier einer Bürgerrechtsorganisation, keine neutrale wissenschaftliche Studie.

Journalismus

Amazon Alexa: Mitarbeiter hörten im Home-Office Sprachaufnahmen

Amazon ließ Zeitarbeiter in Polen Alexa-Sprachaufnahmen von zuhause aus abhören und transkribieren, auch Familienangehörige hatten Zugang zu sensiblen Nutzerdaten.

ComputerBase

05.08.2019

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Basiert auf einem einzelnen Medienbericht mit anonymen Zeitarbeiter-Aussagen.

Journalismus

Alexas Aufzeichnungen per Sprachbefehl löschen – oder auch nicht

Prüft Amazons Löschoptionen für Alexa-Sprachaufzeichnungen, stellt fest, dass die Löschung im Test unzuverlässig funktionierte.

DSN GROUP

05.08.2019

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Fachblog mit eigenem Praxistest, keine wissenschaftliche Prüfung.

Organisation/NGO

Pressemitteilung: Verwaltungsverfahren gegen Google wegen Auswertung von Google-Assistant-Sprachaufnahmen

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte leitete ein Verfahren ein, um die Auswertung von Google-Assistant-Sprachmitschnitten zu untersagen; Google kündigte einen EU-weiten Stopp der Transkriptionen an.

HmbBfDI

01.08.2019

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Amtliche Pressemitteilung einer einzelnen deutschen Landesbehörde.

Primärquelle

GDPArrrrr-Forschung zeigt: DSGVO-Auskunftsanfragen können zum Identitätsdiebstahl missbraucht werden

Die auf der Black-Hat-Konferenz 2019 vorgestellte GDPArrrrr-Forschung testete, wie Unternehmen auf DSGVO-Auskunftsanfragen (Art. 15) reagieren, wenn sich ein Angreifer als eine andere Person ausgibt. Ergebnis: Die Identitätsprüfung der angefragten Unternehmen war stark uneinheitlich, teilweise genügte eine E-Mail vom vermeintlichen Konto oder bloße Login-Daten als Nachweis. Einige Organisationen verwechselten die Auskunftsanfrage sogar mit einer Löschanfrage und entfernten Konten ohne ordentliche Identitätsprüfung.

James Pavur / Casey Knerr, Black Hat USA

01.08.2019

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Die Studie zeigt eine strukturelle Schwachstelle in der Praxis der Auskunftsbearbeitung, keine flächendeckende, aktuelle Zahl erfolgreicher Identitätsdiebstähle über diesen Weg.

Organisation/NGO

Capital-One-Hack: Ex-AWS-Ingenieurin nutzt Firewall-Fehlkonfiguration, 100 Millionen Betroffene, 270 Mio. USD Folgekosten

2019 bestätigte die US-Bank Capital One den unbefugten Zugriff auf Kundendaten, darunter Zahlungshistorie, Kontaktdaten, Kreditscores, über 100.000 Sozialversicherungsnummern und knapp 80.000 verknüpfte Bankkontonummern. Die ehemalige AWS-Ingenieurin Paige Thompson, alias 'erratic', nutzte eine fehlkonfigurierte Web Application Firewall in Capital Ones AWS-Cloud-Umgebung mittels Server-Side Request Forgery aus, um Zugangsdaten zu erlangen und Daten aus S3-Speichern mit 106 Millionen Kreditkarten-Antragsdatensätzen herunterzuladen. Thompson hatte während ihrer früheren Anstellung bei Amazon ein Tool entwickelt, mit dem sie AWS-Cloud-Konten auf Fehlkonfigurationen scannen und darüber bei mehr als 30 Organisationen, darunter Capital One, Daten abgreifen konnte. Eine Jury in Seattle sprach Thompson wegen Überweisungsbetrugs und unbefugten Zugriffs auf geschützte Computer schuldig. Capital One wurde mit 80 Millionen US-Dollar Bußgeld belegt und zahlte zusätzlich 190 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Kundenklagen.

US-Justizministerium / CNBC

30.07.2019

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Ob Amazon selbst für die zugrunde liegende AWS-Sicherheitsarchitektur mitverantwortlich gemacht wurde, ist aus dieser Quelle nicht belegt; die strafrechtliche Verantwortung wurde ausschließlich Thompson als Einzeltäterin zugeschrieben.

Journalismus

Capital-One-Datenleck: Ex-AWS-Mitarbeiterin erbeutet Daten von 106 Millionen Kunden

Im Juli 2019 wurde bekannt, dass die ehemalige AWS-Mitarbeiterin Paige Thompson durch Ausnutzung einer Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle in einer fehlkonfigurierten Firewall in die Cloud-Infrastruktur von Capital One eindrang. Betroffen waren Daten von mehr als 100 Millionen Kunden, darunter mehr als 100.000 Sozialversicherungsnummern. Thompson wurde am 20.06.2022 wegen Drahtbetrugs und fünffacher unbefugter Zugriffe schuldig gesprochen, aber von Identitätsdiebstahl freigesprochen. Capital One musste 80 Millionen US-Dollar Bußgeld sowie 190 Millionen US-Dollar für Vergleiche zahlen.

TechTarget (SearchSecurity)

30.07.2019

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Nicht abschließend geklärt ist, ob tatsächlich alle 106 Millionen betroffenen Datensätze für kriminellen Missbrauch verwendet wurden. Die Entdeckung erfolgte nicht durch interne Sicherheitsmaßnahmen, sondern durch eine anonyme Mitteilung, was Fragen zur Wirksamkeit der eigenen Überwachungssysteme aufwirft.

Primärquelle

Capital-One-Datenleck: Ex-AWS-Mitarbeiterin greift Kundendaten von 106 Millionen Menschen ab

Capital One bestätigte am 29. Juli 2019 offiziell, dass am 22. und 23. März 2019 eine Außenstehende eine falsch konfigurierte Firewall einer Cloud-Infrastruktur ausnutzte und Daten von rund 100 Millionen US-Kunden sowie 6 Millionen kanadischen Kunden erlangte, darunter Namen, Adressen, Geburtsdaten, Kreditwerte sowie etwa 140.000 Sozialversicherungsnummern und 80.000 Bankverbindungen. Die vom FBI festgenommene Täterin, die ehemalige AWS-Mitarbeiterin Paige Thompson, wurde im Juni 2022 von einer Jury wegen Wire Fraud und unbefugten Zugriffs auf geschützte Computer für schuldig befunden.

Capital One Financial Corporation; U.S. Department of Justice

29.07.2019

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Nicht abschließend geklärt bzw. von Capital One selbst als unwahrscheinlich eingestuft ist, ob die abgegriffenen Daten tatsächlich für Betrug genutzt oder weiterverbreitet wurden. Die Jury sprach Thompson zudem vom Vorwurf des Access Device Fraud und der schweren Identitätsfälschung frei, was zeigt, dass nicht alle Anklagepunkte gerichtlich bestätigt wurden.

Primärquelle

Fashion-ID-Urteil: Facebook-Like-Button und gemeinsame Verantwortlichkeit

Der EuGH entschied in der Rechtssache C-40/17, dass der Betreiber einer Webseite, der einen Facebook-Like-Button einbindet, gemeinsam mit Facebook Ireland für die Erhebung und Übermittlung der personenbezogenen Daten der Webseitenbesucher verantwortlich ist. Konkret hatte der Modehändler Fashion ID den Like-Button eingebunden, wodurch IP-Adresse und Browserdaten der Besucher automatisch an Facebook übertragen wurden, auch ohne Klick auf den Button.

Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH)

29.07.2019

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Der EuGH stellte klar, dass sich die Mitverantwortung von Fashion ID nur auf die Phase der Erhebung und Übermittlung der Daten bezieht, nicht auf die nachfolgende alleinige Verarbeitung durch Facebook. Offen blieb im Urteil die konkrete Ausgestaltung, wie Einwilligung und Informationspflichten in der Praxis technisch umzusetzen sind.

Journalismus

We Tested Europe's New Lie Detector for Travelers

iBorderCtrl-Test stufte wahrheitsgemäß antwortende Journalistin fälschlich als high risk ein, Experte hält Methodik für wissenschaftlich nicht haltbar.

The Intercept

26.07.2019

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Einzelfalltest, keine systematische Fehlerquotenstudie.

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