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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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2775 Treffer · Seite 178 von 232

Journalismus

Siri recordings 'regularly' sent to Apple contractors for analysis, claims whistleblower

Ein Whistleblower berichtete 2019, Apple-Vertragspartner würden regelmäßig Siri-Aufnahmen mit vertraulichen medizinischen Gesprächen, Geschäftsgesprächen und intimen Momenten abhören. Apple bestätigte, unter 1 Prozent der täglichen Anfragen menschlich auszuwerten.

TechCrunch

26.07.2019

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Belegt Whistleblower-Bericht und Apples eigene Bestätigung der Prüfquote. Apple setzte das Programm im August 2019 nach der Berichterstattung vorübergehend aus.

Journalismus

WannaCry-Held Marcus Hutchins: keine Haft, ein Jahr Bewährung für Kronos-Trojaner

Der britische IT-Sicherheitsforscher Marcus Hutchins, bekannt unter dem Pseudonym MalwareTech, wurde am 02.08.2017 vom FBI in Las Vegas verhaftet, nachdem eine Grand Jury im Eastern District of Wisconsin ihn wegen Entwicklung und Verkauf des Banking-Trojaners Kronos sowie der Malware UPAS Kit angeklagt hatte. Hutchins war wenige Monate zuvor, im Mai 2017, bekannt geworden, weil er durch Registrierung einer Domain einen in der Ransomware WannaCry verborgenen Kill Switch aktivierte und damit deren weltweite Ausbreitung stoppte. Laut Anklage entwickelte und vertrieb er Kronos und UPAS Kit im Zeitraum von Juli 2012 bis September 2015, unter anderem über den inzwischen abgeschalteten Darknet-Marktplatz AlphaBay. Am 19.04.2019 bekannte sich Hutchins vor einem Bundesgericht in zwei von zehn Anklagepunkten schuldig. Am 26.07.2019 verurteilte Richter J. P. Stadtmueller ihn am US-Bezirksgericht in Milwaukee zu keiner weiteren Haftstrafe sowie einem Jahr Bewährung, obwohl theoretisch bis zu zehn Jahre Haft und 500.000 US-Dollar Geldstrafe möglich gewesen wären. Die Staatsanwaltschaft konnte keinen konkreten finanziellen Schaden durch Kronos nachweisen. Vor Gericht wurde der geringe belegte Schaden von Kronos den Folgen von WannaCry gegenübergestellt, das weltweit Schäden von über 8 Milliarden US-Dollar verursacht hatte. Wegen der Verurteilung darf Hutchins nicht mehr dauerhaft in die USA einreisen.

Krebs on Security

26.07.2019

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Aus der Quelle geht nicht hervor, welchen konkreten finanziellen Schaden oder wie viele Opfer der Kronos-Trojaner tatsächlich verursachte; die genannten Milliarden- und Millionenbeträge betreffen WannaCry, nicht Kronos. Ob Hutchins die vom Richter angeregte Präsidenten-Begnadigung je erhalten hat, ist nicht belegt.

Journalismus

Estimating the success of re-identifications in incomplete datasets using generative models

Ein generatives Modell zeigt, dass 99,98% der US-Bürger in jedem Datensatz mit 15 demografischen Merkmalen korrekt re-identifiziert werden könnten, selbst bei starker Unvollständigkeit.

Nature Communications (Rocher, Hendrickx, de Montjoye)

23.07.2019

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Bezieht sich auf demografische Attribute allgemein, direkt auf medizinische Datensätze übertragbar.

Organisation/NGO

Equifax zahlt bis zu 700 Mio. USD Vergleich für Datenleck von 147 Millionen Personen

Equifax gab im September 2017 ein Datenleck bekannt, das personenbezogene Daten von 147 Millionen Menschen offenlegte: mindestens 147 Mio. Namen und Geburtsdaten, 145,5 Mio. Sozialversicherungsnummern sowie 209.000 Zahlungskartennummern samt Ablaufdatum. Die FTC stellte fest, dass Equifax grundlegende Sicherheitsmaßnahmen versäumt hatte, u. a. das Patchen bekannter Schwachstellen, die Netzwerksegmentierung und funktionierende Angriffserkennung auf Altsystemen. Im Vergleich mit FTC, CFPB und 50 US-Bundesstaaten/Territorien zahlte Equifax mindestens 575 Mio. USD, potenziell bis zu 700 Mio. USD, davon bis zu 425 Mio. USD als Entschädigung für Betroffene.

Federal Trade Commission (FTC)

22.07.2019

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Der Vergleich betrifft US-Recht und US-Betroffene; Aussagen zu europäischen Equifax-Kunden oder einer DSGVO-Sanktion sind aus dieser Quelle nicht belegt.

Studie

Equifax-Datenleck 2017

Die US-Auskunftei Equifax gab im September 2017 ein Datenleck bekannt, von dem rund 147 Millionen Menschen betroffen waren, hauptsächlich in den USA. Erbeutet wurden Namen, Geburtsdaten, Adressen sowie bei etwa 145,5 Millionen Personen Sozialversicherungsnummern und bei rund 209.000 Personen Kreditkartendaten. Ursache war eine bereits am 07.03.2017 von Apache veröffentlichte und gepatchte kritische Schwachstelle in der Software Apache Struts (CVE-2017-5638), die Equifax auf einem internen Portal nicht schloss, obwohl die eigene Sicherheitsabteilung eine Patch-Frist von 48 Stunden angeordnet hatte. Angreifer nutzten die Lücke ab dem 10.03.2017 aus und exfiltrierten zwischen Mai und Juli 2017 unentdeckt Daten. Im Juli 2019 einigte sich Equifax mit FTC, CFPB sowie 48 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich von bis zu 700 Millionen US-Dollar.

Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) / Federal Trade Commission (FTC)

22.07.2019

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Die genaue Identität der Angreifer ist nicht abschließend geklärt, das US-Justizministerium erhob 2020 Anklage gegen vier mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Volksbefreiungsarmee, dies stammt aus einer separaten Ermittlung. Die Zahl von 147 Millionen Betroffenen ist eine später revidierte Schätzung, die ursprüngliche Meldung nannte 143 Millionen. Der Gesamtwert des Vergleichs von 700 Millionen Dollar ist ein Maximalbetrag, tatsächlich zahlte Equifax mindestens 575 Millionen Dollar garantiert.

Journalismus

Emotional Expressions Reconsidered: Challenges to Inferring Emotion From Human Facial Movements

Auswertung von über 1.000 Studien: keine hinreichende wissenschaftliche Grundlage, aus Gesichtsbewegungen zuverlässig auf Emotionen zu schließen.

Barrett, Adolphs, Marsella, Martinez, Pollak

17.07.2019

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Bezieht sich primär auf westliche Basisemotions-Kategorien.

Behörde/Institution

Special Eurobarometer 487a — "The General Data Protection Regulation" (Publications Office of the EU)

Basierend auf den Ansichten von 27.000 Europäern zeigen die Eurobarometer-Ergebnisse, dass 73% der Befragten von mindestens einem der sechs getesteten DSGVO-Rechte gehört haben; am bekanntesten sind das Auskunftsrecht (65%), das Recht auf Berichtigung (61%), das Widerspruchsrecht gegen Direktmarketing (59%) und das Recht auf Löschung (57%). Nur 20% der Befragten gaben an, dass sie die Nutzungsbedingungen zur Erhebung und Nutzung ihrer Daten online tatsächlich lesen, nur 13% lesen Datenschutzerklärungen vollständig.

Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz und Verbraucher (Durchführung: Kantar)

16.07.2019· in Kraft

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Wichtiger, ehrlicher Fund für Blackstone: Die meisten Europäer kennen ihre Datenschutzrechte zumindest teilweise — aber fast niemand liest tatsächlich die Datenschutzerklärungen, die sie ständig akzeptieren. Das zeigt eine Lücke zwischen theoretischem Bewusstsein und echtem Schutz im Alltag — genau die Lücke, die Blackstones praktische Guides schließen könnten.

Journalismus

Bulgariens Steuerbehörde NRA gehackt: Daten von 5 Millionen Bürgern gestohlen

Am 15.07.2019 wurde bekannt, dass Unbekannte in die Server der bulgarischen Steuerbehörde National Revenue Agency (NAP/NRA) eingedrungen waren und personenbezogene Daten entwendet hatten. Betroffen waren nach ersten Angaben persönliche Daten sowie Steuer- und Sozialversicherungsinformationen von mehr als 5 Millionen der rund 7 Millionen registrierten Bürger und ausländischen Staatsangehörigen sowie Unternehmen, praktisch die gesamte erwachsene Bevölkerung Bulgariens. Die gestohlenen Datensätze umfassten Namen, nationale Identifikationsnummern, Adressen, Einkommens-, Steuer- und Rentenbeitragsdaten sowie Informationen zu Online-Glücksspielkonten aus dem Zeitraum 2007 bis Juni 2019. Als Angriffsmethode wurde eine SQL-Injection-Schwachstelle in einem selten genutzten Dienst zur Mehrwertsteuerrückerstattung identifiziert. Ein Täter, der sich als russischer Staatsbürger ausgab, verschickte E-Mails mit Download-Links zu den Daten an bulgarische Medien und drohte mit Veröffentlichung weiterer Datensätze. Innenminister Mladen Marinow und Finanzminister Wladislaw Goranow bestätigten den unbefugten Zugriff auf einen NAP-Server. Am 16.07.2019 nahm die Polizei in Sofia den 20-jährigen IT-Sicherheitsspezialisten Kristiyan Boykov fest, der am 18.07.2019 wieder freigelassen wurde; er bestritt die Tat. Am 28.08.2019 verhängte die bulgarische Datenschutzbehörde CPDP gegen die NRA eine Geldbuße von rund 5,1 Millionen Lewa (etwa 2,6 Millionen Euro) wegen unzureichender technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen.

heise online

15.07.2019

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Die genaue Zahl der betroffenen Personen schwankt je nach Quelle zwischen rund 5 Millionen und den von der Datenschutzbehörde später genannten 6.074.140 Individuen, und die tatsächliche Täterschaft des mutmaßlichen Hackers blieb ungeklärt, da die Anklage gegen Boykov später abgeschwächt wurde. Der verhängte Bußgeldbescheid gegen die NRA wurde angefochten und in zweiter Instanz wegen Verjährung des Verfahrens letztlich aufgehoben, sodass keine rechtskräftige Sanktion bestehen blieb.

Journalismus

Google employees are eavesdropping, even in your living room, VRT NWS has discovered

Anhand über 1000 geleakter Audiodateien zeigte VRT NWS, dass Google-Mitarbeiter Sprachaufnahmen abhören und 153 unbeabsichtigte Aufnahmen ohne Aktivierungswort fanden.

VRT NWS

10.07.2019

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Auswertung eines Leaks durch einen belgischen Subunternehmer-Mitarbeiter, nicht durch Google offengelegt.

Journalismus

These Are The Real Problems Revealed By The Belgian Leak Of Google Assistant Voice Recordings

2019 gab ein belgischer Google-Vertragspartner über 1.000 Google-Assistant-Sprachaufnahmen an den Sender VRT NWS weiter, rund 153 davon wurden ausgelöst, ohne dass ein Aktivierungswort gesagt wurde.

Forbes

10.07.2019

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Belegt den 2019 bekannt gewordenen Leak. Betrifft eine Stichprobe niederländischsprachiger Aufnahmen aus Belgien und den Niederlanden, keine Aussage über das globale Ausmaß.

Journalismus

VerfGH Saarland: Blitzer-Messungen ohne speicherbare Rohdaten nicht verwertbar

Der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes entschied, dass Messergebnisse des Blitzer-Geräts Traffistar S 350 unverwertbar sind, weil das Gerät keine Rohmessdaten speichert.

Legal Tribune Online (LTO)

09.07.2019

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Bezieht sich konkret auf ein Gerätemodell und einen Landes-Verfassungsgerichtshof.

Organisation/NGO

British Airways: Erste DSGVO-Rekordstrafe der britischen ICO nach Kreditkartendaten-Leck von 2018

Zwischen Juni und September 2018 leiteten Angreifer den Nutzerverkehr der British-Airways-Website auf eine betrügerische Seite um und griffen dabei personenbezogene Daten von Kunden ab, darunter Namen, E-Mail-Adressen und Kreditkarteninformationen samt CVV-Sicherheitscodes. British Airways meldete das Datenleck am 06.09.2018, gab zunächst aber nur rund 380.000 betroffene Kunden an; die Untersuchung der britischen Datenschutzbehörde ICO ergab später, dass deutlich mehr Kunden betroffen waren, rund 500.000, und dass zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen in den IT-Systemen von British Airways unzureichend waren und nicht den DSGVO-Anforderungen entsprachen. Die ICO kündigte daraufhin eine Rekordstrafe von umgerechnet rund 204 Millionen Euro (183 Millionen Pfund) an, die erste von der ICO unter der DSGVO ausgesprochene Geldbuße überhaupt.

Information Commissioner's Office (ICO)

01.07.2019

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Die tatsächlich final gezahlte Bußgeldsumme kann von der ursprünglich angekündigten Höhe abweichen, wenn im weiteren Verfahren Einwände oder Reduzierungen erfolgten; dies ist aus dieser Quelle nicht belegt.

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