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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

So verlief die Ransomware-Attacke im Lukaskrankenhaus

Lukaskrankenhaus Neuss Opfer eines Ransomware-Angriffs am 10.02.2016, legte Radiologie-Systeme lahm, Schaden ~1 Mio. Euro.

Computerwoche

2016

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Interviewbasierter Artikel ohne unabhängige forensische Prüfung.

Organisation/NGO

Erwägungsgrund 27 DSGVO – Keine Anwendung auf personenbezogene Daten Verstorbener

Die DSGVO gilt nicht für Daten Verstorbener; Mitgliedstaaten können eigene Vorschriften erlassen, der Umgang mit Nachlassdaten bleibt weitgehend nationalem Recht überlassen.

Europäische Union

2016

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Nicht rechtlich bindend wie ein Artikel der Verordnung, dient nur der Auslegung.

Journalismus

Datenschutz beim Smart Metering (RDV Heft 3)

Analysiert die Möglichkeit, aus hochauflösenden Lastprofilen auf einzelne Geräte und Verhaltensmuster im Haushalt zu schließen.

Lüdemann, Ortmann, Pokrant

2016

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Bewertet den Rechtsrahmen von 2016, spätere Novellen nicht berücksichtigt.

Journalismus

Fitness-Tracker: Der Datenhunger wächst

Drei Viertel der Befragten wären bereit, Fitnessdaten gegen Prämien an Krankenkassen weiterzugeben; Bundesjustizminister und Bundesärztekammer warnen vor Datenmissbrauch.

Deutsches Ärzteblatt

2016

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Älterer Fachartikel, bildet frühe Marktentwicklung ab.

Journalismus

Deutsche Bank einigt sich bei Silberpreis-Manipulation

Die Deutsche Bank zahlte 2016 38 Mio. Dollar wegen Silberpreis- und 60 Mio. Dollar wegen Goldpreis-Manipulation, um Sammelklagen von Investoren beizulegen.

Handelsblatt

2016

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Belegt die beiden Vergleichssummen. Es handelt sich um zivilrechtliche Vergleiche, kein Schuldeingeständnis in einem Strafverfahren.

Journalismus

Teures Kirch-Interview: Rolf Breuer zahlt 3,2 Millionen bei Vergleich mit Deutscher Bank

Im Streit um die Kirch-Pleite zahlte die Deutsche Bank 2014 einen Vergleich von 775 Mio. Euro an die Kirch-Erben, insgesamt rund 928 Mio. Euro in der Sache. Ex-Bankchef Rolf Breuer zahlte 2016 zusätzlich 3,2 Mio. Euro aus eigener Tasche.

juve.de

2016

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Belegt beide Vergleichszahlungen getrennt, die der Bank 2014 und die private von Breuer 2016.

Primärquelle

Signal-Vorläufer erhielt 2013–2016 fast 3 Millionen US-Dollar vom staatlich finanzierten Open Technology Fund

Von 2013 bis 2016 erhielt Open Whisper Systems, der Vorläufer des heutigen Signal-Messengers, rund 2,955 Millionen US-Dollar vom Open Technology Fund (OTF). Der OTF ist ein Unterprojekt von Radio Free Asia, das wiederum zur U.S. Agency for Global Media (USAGM) gehört, einer mit rund einer Milliarde US-Dollar jährlich vom US-Kongress finanzierten Bundesbehörde. Die Signal Foundation hat bislang zu keinem Zeitpunkt Finanzberichte veröffentlicht oder die Identität ihrer Spender offengelegt; für 2024 meldete die Stiftung dennoch Einnahmen von 29.413.537 US-Dollar und Ausgaben von 38.019.696 US-Dollar.

Wikipedia (Signal Foundation)

01.01.2016

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Eine staatliche Anschubfinanzierung eines Open-Source-Projekts ist keine Aussage über eine bestehende Kontrolle des Quellcodes oder der Verschlüsselung durch die US-Regierung; der quelloffene Code von Signal wird unabhängig von Kryptographen geprüft. Die genannte Finanzierungssumme betrifft eine frühe Entwicklungsphase, nicht den heutigen Betrieb.

Journalismus

Sandworm-Hackerangriff legt ukrainisches Stromnetz lahm: 230.000 Haushalte ohne Strom

Am 23.12.2015 griff die Hackergruppe Sandworm drei ukrainische Energieversorger an: Prykarpattyaoblenergo, Chernivtsioblenergo und Kyivoblenergo. Der Angriff begann Monate zuvor mit Spear-Phishing-E-Mails, die die Schadsoftware BlackEnergy 3 in den Firmennetzwerken platzierten. Die Angreifer erlangten darüber Zugriff auf die SCADA-Steuerungssysteme und schalteten bei Prykarpattyaoblenergo 30 Umspannwerke ab. Rund 230.000 Verbraucher waren zwischen einer und sechs Stunden ohne Strom. Zeitgleich setzten die Angreifer die Löschsoftware KillDisk ein, um Dateien unbrauchbar zu machen, und überlasteten mit einem Denial-of-Service-Angriff die Telefonzentrale, sodass betroffene Kunden Störungen nicht melden konnten. Die Netzbetreiber stellten die Versorgung teils durch manuelles Eingreifen der Mitarbeiter vor Ort wieder her. Der Vorfall gilt als der erste öffentlich bestätigte erfolgreiche Cyberangriff auf ein Stromnetz. US-Behörden und mehrere Sicherheitsfirmen ordneten die Operation der Gruppe Sandworm zu, die mit russischen Interessen im Ukraine-Konflikt in Verbindung gebracht wird.

Wired (Kim Zetter)

23.12.2015

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Aus dieser Quelle ist keine formelle juristische Zurechnung zu einer bestimmten russischen Regierungsstelle oder Einzelperson belegt, ebenso wenig eine strafrechtliche Verurteilung oder eine bezifferte finanzielle Entschädigung der betroffenen Energieversorger.

Primärquelle

Juniper-Networks-Hintertür in ScreenOS

Juniper Networks bestätigte am 17./18. Dezember 2015 in einer Sicherheitswarnung (JSA10713), dass unautorisierter Code in das Betriebssystem ScreenOS seiner NetScreen-Firewalls eingeschleust worden war. Der Code (CVE-2015-7755, CVE-2015-7756) ermöglichte sowohl einen Authentifizierungs-Bypass über SSH/Telnet als auch die passive Entschlüsselung von VPN-Verkehr durch eine manipulierte Konstante im Dual-EC-Zufallszahlengenerator. Nach Angaben von Juniper war der Code seit August 2012 in der Software vorhanden, betroffen waren die ScreenOS-Versionen 6.2.0r15 bis 6.2.0r18 und 6.3.0r12 bis 6.3.0r20.

CISA / Juniper Networks

17.12.2015

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Wer den Code eingeschleust hat, ist bis heute nicht offiziell geklärt; Sicherheitsforscher vermuten einen staatlichen Akteur, ohne dass Juniper oder US-Behörden einen Verantwortlichen öffentlich benannt haben. Unklar bleibt auch, in welchem Umfang der Zugang tatsächlich für Spionage genutzt wurde und welche konkreten Ziele betroffen waren.

Primärquelle

EGMR-Urteil Roman Zakharov gegen Russland zum Überwachungssystem SORM

Die Große Kammer des EGMR urteilte am 04.12.2015 einstimmig, dass das russische Überwachungssystem SORM gegen Artikel 8 EMRK verstößt. Russische Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, Technik zu installieren, die Sicherheitsbehörden direkten Zugriff auf die Telekommunikation aller Nutzer ermöglicht, ohne wirksame vorherige richterliche Kontrolle. Der Gerichtshof ließ die Beschwerde bereits wegen der abstrakten Möglichkeit der Erfassung als Mobilfunknutzer zu, ohne dass eine konkrete eigene Überwachung nachgewiesen werden musste.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

04.12.2015

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Ob Roman Zakharov selbst tatsächlich überwacht wurde, ist nicht belegt, die Beschwerde richtete sich abstrakt gegen die Rechtslage. Russland erkennt seit dem Ausschluss aus dem Europarat 2022 keine Bindung an EGMR-Entscheidungen mehr an.

Journalismus

VTech-Hack 2015: Kinderfotos und Chatprotokolle von Millionen Familien offengelegt

Am 14.11.2015 wurde der Spielzeughersteller VTech Opfer eines Hackerangriffs über eine SQL-Injection-Schwachstelle. Nach VTechs Angaben waren weltweit rund 6,4 Millionen Kinderprofile und rund 4,9 Millionen Elternkonten betroffen. Der anonyme Hacker erklärte, zusätzlich mehr als 190 Gigabyte Kinderfotos sowie rund ein Jahr Chatprotokolle kopiert zu haben.

Motherboard (Vice)

30.11.2015

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Der genaue Gesamtumfang der abgegriffenen Fotos und Chatprotokolle wurde von VTech nie offiziell beziffert. Ob die Daten über den meldenden Hacker hinaus von Dritten missbraucht wurden, ist nicht belegt.

Journalismus

VTech-Hack 2015: Daten von 6,4 Millionen Kindern gestohlen

Der Hongkonger Spielzeughersteller VTech wurde am 14.11.2015 Opfer eines Hackerangriffs auf die Datenbanken seines App-Stores Learning Lodge und des Nachrichtendienstes Kid Connect. Die Angreifer nutzten eine SQL-Injection-Schwachstelle aus, um unverschlüsselt gespeicherte Kundendaten zu entwenden, obwohl VTechs Datenschutzrichtlinie eine Verschlüsselung zugesichert hatte. Nach Unternehmensangaben waren weltweit 6,4 Millionen Kinderprofile mit Namen, Geschlecht und Geburtsdatum sowie 4,8 Millionen zugehörige Elternkonten mit E-Mail-Adressen, Postanschriften, IP-Adressen und Passwörtern betroffen, in Deutschland rund 509.000 Kinder und 391.000 Eltern. Bei einem Teil der Konten wurden zudem Kinderfotos und Chatverläufe aus der Kid-Connect-App kompromittiert. VTech informierte die Öffentlichkeit erstmals am 27.11.2015, das volle Ausmaß von 6,4 Millionen betroffenen Kindern wurde Anfang Dezember 2015 bekannt. Die britische South East Regional Organised Crime Unit nahm im Januar 2016 einen 21 Jahre alten Mann unter Verdacht der unbefugten Computernutzung fest. Die US-Handelsaufsicht FTC verhängte am 08.01.2018 eine Geldstrafe von 650.000 US-Dollar gegen VTech wegen Verstoßes gegen den Children's Online Privacy Protection Act (COPPA). Im Rahmen der Einigung musste VTech zudem für die folgenden 20 Jahre ein umfassendes, jährlich extern geprüftes Datensicherheitsprogramm einführen.

heise online

14.11.2015

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Die zitierte heise-Meldung selbst beschreibt weder den technischen Ablauf des Angriffs per SQL-Injection noch den genauen Umfang der kompromittierten Kinderfotos und Chatverläufe im Detail, und es bleibt offen, ob der 2016 in Großbritannien festgenommene Verdächtige später tatsächlich verurteilt wurde.

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