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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Primärquelle

Angriff aufs Video-Ident – neue EU-Regeln verunsichern Banken und Fintechs

Neue EU-Anti-Geldwäsche-Standards ab 2027 verlangen zusätzliche Authentifizierung neben Video-Ident, um dessen Gleichstellung mit persönlicher Identifizierung zu erhalten.

finanz-szene.de

16.04.2026

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Beschreibt laufende EU-Regulierungsdiskussionen, endgültige Ausgestaltung stand noch nicht fest.

Organisation/NGO

EDPB Guidelines 1/2026 on the processing of personal data for scientific research purposes

EDPB-Leitlinien zur Datenverarbeitung für Forschung inkl. KI-Anwendungen, Konsultation bis 25.06.2026.

European Data Protection Board

15.04.2026

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Finaler verabschiedeter Wortlaut nicht belegt.

Behörde/Institution

Proton VPN Serverzahlen-Entwicklung — von 5.000 auf 20.000+ Server

Stand 14. April 2026 bietet Proton VPN über 20.000 Server in mehr als 130 Ländern — im Juni 2024 waren es noch gut 5.000 Server in über 90 Ländern. Proton verdient laut eigener Aussage kein Geld durch Werbung oder Risikokapital-Investoren, sondern finanziert sich ausschließlich durch Premium-Produkte und -Dienste.

Proton VPN

14.04.2026· in Kraft

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Konkreter Beleg für schnelles Wachstum der Infrastruktur (Vervierfachung der Serverzahl in unter zwei Jahren) plus erneute Bestätigung des werbefreien, investorenfreien Geschäftsmodells — passt zur bereits in früheren Batches dokumentierten Proton-Transparenz.

Studie

"Threema Long-Term Review and Privacy Audit Details" — akademische Kritik am proprietären Protokoll

Eine umfassende kryptografische Analyse fand mehrere Angriffsvektoren gegen Threemas eigens entwickeltes ("bespoke") Protokoll; eine 2023 veröffentlichte öffentliche Kritik argumentierte, die App nutze ein selbst entwickeltes Protokoll entgegen bewährter Standards ("best-practice norms") — Threema entgegnete, der verwundbare Code stamme aus einem alten Protokoll. Eine fokussierte Analyse zeigte zudem praktische Integritätslücken (Timestamp- und Reihenfolge-Angriffe) sowie Backup-bezogene Seitenkanäle, die Schlüssel offenlegen können, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Factually, mit Bezug auf akademische Kryptografie-Analysen

13.04.2026· in Kraft

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**Wichtige Korrektur zur bisherigen Blackstone-Einordnung von Threema:** Anders als Signal (dessen Protokoll extern, wissenschaftlich geprüft und offen ist, siehe F8/Batch 40) nutzt Threema ein selbst entwickeltes Protokoll, das von unabhängigen Kryptografie-Forschern kritisiert wurde. Threema selbst bestätigt teilweise die Kritik (verwundbarer Code aus altem Protokoll), weist eine generelle Unsicherheit aber zurück. Für Blackstones Ehrlichkeitsprinzip wichtig: Diese Nuance sollte im Masterplan-Kapitel zu Messengern ergänzt werden — Threema ist nicht per se unsicher, aber die Vertrauensbasis unterscheidet sich grundlegend von Signal (Community-geprüftes offenes Protokoll vs. Eigenentwicklung mit dokumentierten Schwachstellen).

Journalismus

190-Millionen-Dollar-Vergleich im Cambridge-Analytica-Aktionärsprozess gegen Zuckerberg besiegelt

Das Delaware Chancery Court genehmigte am 07.04.2026 einen Vergleich über 190 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Aktionärsklage gegen Mark Zuckerberg, Sheryl Sandberg und weitere Meta-Direktoren. Eine Gruppe von Pensionsfonds hatte vorgeworfen, Facebook habe im Umgang mit den Daten im Cambridge-Analytica-Skandal gegen eine FTC-Unterlassungsverfügung von 2012 verstoßen. Der Prozess begann am 16.07.2025, die Kläger hatten ursprünglich 8 Milliarden US-Dollar gefordert. Die Zahlung erfolgt laut Berichten aus der D&O-Haftpflichtversicherung.

Bloomberg Law

08.04.2026

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Nicht öffentlich dokumentiert ist die genaue Aufteilung der 190 Millionen Dollar zwischen den Versicherungspolicen. Ob Zuckerberg oder andere Beklagte persönlich finanziell hafteten, ist nicht abschließend belegt.

Journalismus

netzpolitik.org — Rasterfahndung 2.0: biometrische Fahndungsabfragen mehr als verdoppelt (heise-Berichterstattung)

Das BKA nutzte sein Gesichtserkennungssystem 2025 mit insgesamt rund 343.856 Suchanfragen — mehr als doppelt so oft wie im Vorjahr. Landeskriminalämter allein generierten 2024 noch rund 121.000 Anfragen, 2025 aber über 313.500. Die Bundespolizei griff zusätzlich rund 30.000 Mal auf die zentrale Fotodatenbank zu — ein Anstieg von etwa 50%.

heise online, mit Bezug auf Antwort von Innenstaatssekretär Christoph de Vries (CDU) an Bundestagsabgeordnete Lea Reisner (Die Linke)

07.04.2026· in Kraft

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**Sehr wichtiger, hochaktueller Fund mit direktem Bezug zu D4 (Gesichtserkennung):** Während D4 bisher vor allem den Frankfurt-Einzelfall und die neue Bundespolizeigesetz-Reform dokumentiert, zeigt dieser Fund die bereits *bestehende* bundesweite Nutzung der zentralen BKA-Fotodatenbank — mit einer Verdopplung allein von 2024 auf 2025. Das ist ein noch nicht in D4 erfasster, aber sehr wichtiger quantitativer Beleg für die tatsächliche Ausbreitung von Gesichtserkennung in Deutschland, unabhängig von der geplanten Reform.

Journalismus

App Tracking Transparency 2026: ATT Status & SDK Fix

Nur 15-30% der iOS-Nutzer erteilen ATT-Erlaubnis; Apple schloss mit iOS 26 Fingerprinting-Umgehungen, Frankreich verhängte 150 Mio. Euro Bußgeld gegen Apple wegen ATT-Umsetzung.

Respectlytics

07.04.2026

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Belegt NICHT, ob alle Umgehungsmethoden inzwischen unterbunden sind.

Primärquelle

Video-Türklingel Datenschutz: Nachbarn filmen erlaubt?

Rein klingelaktivierte Videotürklingeln ohne Dauerspeicherung sind grundsätzlich zulässig, Erfassung von Gehweg oder Nachbargrundstück verstößt gegen § 201a StGB.

technikkram.net

07.04.2026

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Ratgeberportal, ersetzt keine anwaltliche Einzelfallprüfung.

Behörde/Institution

Stellungnahme des Nationalen Normenkontrollrates (NKR) zum Gesetzentwurf

Der Nationale Normenkontrollrat stellt in seiner offiziellen Prüfung fest: Für Bürgerinnen und Bürger seien "keine Auswirkungen" vorgesehen, eine Evaluierung der Neuregelung sei nicht vorgesehen, und das zuständige Ressort habe keinen Nutzen des Vorhabens dargestellt.

Nationaler Normenkontrollrat (NKR), offizielles Beratungsgremium der Bundesregierung

02.04.2026· in Kraft

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Bemerkenswerter, sehr trockener Befund eines offiziellen Regierungs-Prüfgremiums: Das federführende Ministerium konnte dem eigenen Kontrollgremium keinen belegten Nutzen des Gesetzes darlegen — und es ist nicht einmal eine spätere Überprüfung geplant, ob die Maßnahme überhaupt wirkt. Das ist ein außergewöhnlich starker, amtlicher Beleg für Blackstones Kritik an unbelegter Wirksamkeit von Überwachungsmaßnahmen (Verweis F4) — hier nicht von Aktivisten, sondern vom eigenen Prüfgremium der Regierung festgestellt.

Organisation/NGO

Ten years after the Panama Papers

10 Jahre nach Panama Papers mind. 1,3 Mrd. USD Steuern weltweit nachträglich eingetrieben, Mossack Fonseca geschlossen.

ICIJ

02.04.2026

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Reale Konsequenzen, aber viele Fälle bis heute nicht abgeschlossen.

Organisation/NGO

Deutsche Banken kämpfen gegen KI-Betrugswelle (Digital Injection bei Video-Ident)

Deutsche Banken sehen Deepfake-Angriffe auf Video-Ident mittels Digital Injection; 42,5% der Betrugsversuche im Finanzsektor beinhalten KI.

ad-hoc-news.de

02.04.2026

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Stützt sich auf Branchenquellen, nicht auf offizielle BaFin-Statistik.

Journalismus

Proton Drive im Test: Lohnt sich die Schweizer Cloud-Alternative?

Proton Drive verschlüsselt Ende-zu-Ende (Zero-Knowledge), hostet in der Schweiz außerhalb EU/US-Jurisdiktion.

heise online

01.04.2026

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Produkttest, keine unabhängige Sicherheitsprüfung oder juristische Analyse der Schweizer Herausgabepflichten.

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