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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Cyberangriff auf spanische Steuerbehörde AEAT durch Gruppe Trinity

Am 02.12.2024 kündigte die Gruppe Trinity im Darkweb einen Angriff auf die spanische Steuerbehörde AEAT an, mit der Behauptung, über 560 Gigabyte vertrauliche Daten erbeutet zu haben. Spanische Medien berichteten von einer geforderten Lösegeldsumme von 36 Millionen Euro. Die AEAT bestätigte den Vorfall nicht offiziell und erklärte, es gebe keine Hinweise auf verschlüsselte Geräte oder tatsächliche Datenlecks.

Euronews

02.12.2024

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Ob der Angriff tatsächlich stattfand, ist unklar, da die AEAT ihn nicht bestätigte. Die genannte Lösegeldsumme und Datenmenge stammen ausschließlich aus der Ankündigung der Tätergruppe und wurden von Sicherheitsexperten angezweifelt.

Primärquelle

Cloned customer voice beats bank security checks

BBC-Journalistin überwand mit KI-geklonter eigener Stimme Voice-ID-Prüfung bei Santander und Halifax.

BBC News

01.12.2024

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Journalistischer Selbstversuch mit nur zwei Banken.

Organisation/NGO

Evaluation des Einsatzes von Bodycams bei der Polizei Berlin und der Berliner Feuerwehr - Abschlussbericht

Wissenschaftliche Evaluation kommt zu dem Schluss, dass Bodycams grundsätzlich geeignet erscheinen, Gewalt gegen Einsatzkräfte zu reduzieren.

Humboldt-Universität zu Berlin (LSI)

Dezember 2024

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Beruht überwiegend auf subjektiven Einschätzungen der Einsatzkräfte, nicht auf unabhängigen Vergleichsdaten.

Journalismus

Verbraucherschützer: Klarna analysiert angeblich Kontoauszüge seiner Nutzer für Bonitätsentscheidungen

Verbraucherschützer warnten im Dezember 2024, der Zahlungsdienstleister Klarna analysiere im Rahmen seiner Bonitätsprüfung offenbar detailliert die Kontoauszüge seiner Nutzer, um Zahlungsverhalten und Wahrscheinlichkeitswerte für künftiges Verhalten (Scoring) zu ermitteln. Klarna erhebt und nutzt laut eigenen Datenschutzangaben Daten zum bisherigen Zahlungsverhalten der betroffenen Person zur Entscheidung über Begründung, Durchführung oder Beendigung einer Vertragsbeziehung und gibt personenbezogene Daten auch an verbundene Unternehmen der Klarna-Gruppe sowie Leistungserbringer und Subunternehmer weiter, soweit dies zur Vertragserfüllung erforderlich ist.

Golem.de / Verbraucherschutz

01.12.2024

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Der genaue technische Umfang der Kontoauszugsanalyse (welche einzelnen Datenpunkte konkret ausgewertet werden) und ob Nutzer dieser Analyse gezielt widersprechen können, ist aus dieser Quelle nicht im Detail belegt.

Behörde/Institution

Wikipedia — Johanssons Amtszeit-Ende, Nachfolge durch Magnus Brunner

Ylva Johansson war vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2024 EU-Kommissarin für Inneres, ihr folgte Magnus Brunner nach.

Wikipedia

30.11.2024· in Kraft

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Wichtiger Personalwechsel-Fakt für die zeitliche Einordnung: Die zitierten Johansson-Aussagen (75%-Quote) stammen aus ihrer Amtszeit bis Ende 2024 — seit Dezember 2024 ist mit Magnus Brunner (bereits in Batch 27 als aktuell zuständig erwähnt) eine neue Person für das Dossier verantwortlich. Für Blackstone-Artikel wichtig, bei Zitaten das jeweilige Amtsdatum korrekt zuzuordnen, um keine veraltete Personalzuordnung zu verwenden.

Organisation/NGO

Verstoß gegen Löschpflichten: 900.000 Euro Bußgeld gegen Inkasso-Dienstleister

Hamburger Aufsichtsbehörde verhängte 900.000 Euro Bußgeld gegen Inkasso-Unternehmen, das Daten bis zu fünf Jahre über Löschfristen hinaus speicherte.

HmbBfDI

30.11.2024

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Einzelfall aus Branchenprüfung, nicht repräsentativ.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf mexikanisches Präsidialamt: RansomHub erbeutet 313 GB

Am 19.11.2024 drang die Gruppe RansomHub in die Systeme der Consejería Jurídica de la Presidencia, dem juristischen Beratungsbüro der mexikanischen Präsidentschaft, ein und erbeutete 313 Gigabyte an Daten. Rund 206 Gigabyte wurden im Darknet veröffentlicht, darunter Verträge und personenbezogene Daten von Regierungsmitarbeitern. Präsidentin Sheinbaum kündigte eine Bundesuntersuchung an. Drei Tage nach Veröffentlichung entfernte RansomHub die Daten ohne Erklärung wieder.

R3D, Red en Defensa de los Derechos Digitales

28.11.2024

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Die geforderte Lösegeldsumme wurde nicht öffentlich bekannt, ebenso unklar ist, ob gezahlt wurde. Wie die Angreifer Zugang erlangten, ist nicht belegt.

Primärquelle

LINE-Yahoo-Datenleck: Millionen Nutzerdaten durch Angriff auf Verbindungssysteme mit Naver kompromittiert

Der japanische Internetkonzern LINE Yahoo meldete, dass durch einen unautorisierten Zugriff auf gemeinsam mit Naver genutzte IT-Systeme persoenliche Daten von rund 44 Millionen Nutzern kompromittiert wurden. Der Vorfall wurde erstmals im November 2023 bekannt, als ein Malware-Angriff auf einen Subunternehmer von Naver Cloud genutzt wurde.

Reuters

27.11.2024

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Die genaue Zahl der Betroffenen schwankt je nach Quelle und Meldezeitpunkt, da mehrere Nachmeldungen ueber 2023-2024 erfolgten.

Organisation/NGO

"Report on the Architecture of the EUDI-Wallet" — Original-Gutachten (Volltext)

Interoperabilität ist ein Grundprinzip des Spezifikationsprozesses, die aktuell entwickelten Standards können die nötige Standardisierung leisten. Die derzeitige Spezifikation bleibt jedoch sowohl bei Sicherheit als auch beim Schutz der Privatsphäre hinter ihrem Potenzial zurück — sie benötigt eine grundlegende Überarbeitung, bevor alle gewünschten Eigenschaften erreicht sind. Keine Haftungslücken konnten zu diesem Zeitpunkt identifiziert werden.

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Autoren u.a. Maximilian Eichacker (Defendo IT)

22.11.2024· in Kraft

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Das Original-Gutachten selbst, nicht nur Presseberichte darüber — wichtig für Zitierfähigkeit. Ausgewogen: Weder "alles sicher" noch "alles Überwachung", sondern technisch präzise: gute Grundprinzipien, mangelhafte aktuelle Umsetzung, überarbeitungsfähig.

Journalismus

Databroker Files: Wie Datenhändler NATO und US-Militär bloßstellen

Über 190.000 gehandelte Standortsignale von Geräten am NATO-Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Ramstein, Fliegerhorst Büchel entdeckt.

netzpolitik.org / WIRED / BR

20.11.2024

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Kommerzielle Standortdatenhändler machen Militärstandorte/-personal sichtbar - Sicherheitsrisiko.

Primärquelle

BGH-Urteil zum Facebook-Scraping-Vorfall: Kontrollverlust als Schaden

Der BGH entschied am 18.11.2024 (Az. VI ZR 10/24) im ersten Leitentscheidungsverfahren über Ansprüche aus dem Facebook-Scraping-Vorfall von 2021, bei dem Daten von rund 533 Millionen Nutzern offengelegt wurden. Der BGH bestätigte, dass bereits der bloße Kontrollverlust über personenbezogene Daten einen immateriellen Schaden nach Art. 82 DSGVO begründen kann, ohne konkreten Missbrauch nachweisen zu müssen. Der Vorsitzende Richter nannte für den bloßen Kontrollverlust eine Größenordnung von etwa 100 Euro und verwies die Sache zurück an das OLG Köln.

Bundesgerichtshof

18.11.2024

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Der Betrag von rund 100 Euro ist eine richterliche Orientierungsgröße, keine feste Summe für alle Fälle. Wie sich die Entscheidung auf tausende weitere anhängige Parallelverfahren auswirkt, ist nicht abschließend geklärt, da diese jeweils neu bewertet werden müssen.

Journalismus

Salt-Typhoon-Spionageangriff auf US-Telekommunikationsanbieter

FBI und CISA bestätigten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die mutmaßlich chinesische Hackergruppe Salt Typhoon mehrere US-Telekommunikationsanbieter kompromittiert hat, darunter AT&T, Verizon und Lumen Technologies. Die Angreifer erlangten Zugriff auf Anrufmetadaten, auf gerichtlich angeordnete Abhörsysteme der Strafverfolgungsbehörden sowie auf private Kommunikation einzelner Regierungsvertreter und Politiker.

heise online (unter Bezug auf gemeinsame Erklärung von FBI und CISA)

15.11.2024

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Genauer Umfang und Dauer des Angriffs blieben in der gemeinsamen Erklärung von FBI und CISA offen. Unklar blieb auch die tatsächliche Zahl der betroffenen Personen, Schätzungen reichten von rund 40 gezielten Zielen bis zu über tausend Betroffenen.

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