U Entry

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

Filter zurücksetzen

2775 Treffer · Seite 77 von 232

Primärquelle

EU-Kommission verhängt 798-Millionen-Kartellstrafe gegen Meta wegen Facebook Marketplace

Die Europäische Kommission verhängte am 14.11.2024 gegen Meta eine Kartellstrafe von 797,72 Millionen Euro wegen automatischer Kopplung des Kleinanzeigendienstes Facebook Marketplace an das soziale Netzwerk sowie unfairer Geschäftsbedingungen für konkurrierende Anzeigenanbieter. Alle Facebook-Nutzer erhalten laut Kommission automatisch Zugang zu Marketplace, was Meta einen erheblichen Vertriebsvorteil verschaffe.

Europäische Kommission

14.11.2024

Klartext anzeigen

Der genaue Berechnungsweg der Bußgeldhöhe ist nicht im Detail dokumentiert. Meta kündigte Rechtsmittel vor dem Gericht der EU an, der Ausgang stand zum Recherchezeitpunkt noch aus.

Journalismus

Interpol-Razzia zerschlaegt Cyberbetrugsnetzwerk in Nigeria

Im Rahmen der Interpol-Operation "Serengeti" (September bis Oktober 2024) wurden ueber 1.006 Verdaechtige in 19 afrikanischen Laendern festgenommen, davon eine erhebliche Zahl in Nigeria; die Aktion richtete sich gegen Ransomware, Phishing, Business-Email-Compromise sowie Romance- und Investment-Scams und identifizierte rund 35.000 Opfer weltweit mit einem geschaetzten finanziellen Schaden von ueber 193 Millionen US-Dollar.

INTERPOL

14.11.2024

Klartext anzeigen

Wie viele der 1.006 Festnahmen und wie viel des Gesamtschadens konkret auf Nigeria bzw. auf Romance-Scam-Faelle im engeren Sinne entfallen, wird in der Quelle nicht separat aufgeschluesselt.

Primärquelle

Verfahrensakte 2022/0155(COD) — Legislative Observatory (OEIL)

Zentrale Verfahrensseite; Status laut OEIL: "Awaiting Parliament's position in 1st reading" — Trilog-Fortschritt (Ratsmandat Nov. 2025) dort im Dokumentengateway nachverfolgen. **Wichtig:** Datum bei jeder Nutzung neu prüfen, dies ist eine lebende Seite.

Europäisches Parlament (OEIL)

13.11.2024· im Verfahren

Klartext anzeigen

Diese Seite zeigt live, wie weit das Gesetz gerade ist. Stand hier: noch nicht beschlossen, noch in Verhandlung — wer "ist beschlossen" behauptet, liegt falsch.

Primärquelle

Salt Typhoon: Chinesische Hacker kompromittieren US-Abhörsysteme bei Telekommunikationsanbietern

Die mit China in Verbindung gebrachte Gruppe Salt Typhoon drang 2024 in Netzwerke mehrerer großer US-Telekommunikationsanbieter ein, laut Medienberichten unter anderem AT&T, Verizon und Lumen Technologies. FBI und CISA bestätigten am 25.10.2024 den unautorisierten Zugriff, in einer aktualisierten Erklärung vom 13.11.2024 stellten sie fest, dass die Angreifer Anrufdaten gestohlen und Informationen aus gerichtlich angeordneten Überwachungsmaßnahmen (CALEA-Abhörschnittstellen) kopiert hatten.

CISA und FBI (gemeinsame Erklärung)

13.11.2024

Klartext anzeigen

FBI und CISA nennen keine genaue Opferzahl oder vollständige Firmenliste. Häufig zitierte Zahlen wie rund 150 Zielpersonen stammen aus Medienberichten, nicht aus den offiziellen Mitteilungen. Der Name Salt Typhoon stammt aus privater Bedrohungsanalyse, nicht aus Regierungsdokumenten.

Journalismus

RansomHub-Ransomware-Angriff auf Ölfelddienstleister Halliburton

Halliburton wurde am 21.08.2024 Opfer eines Cyberangriffs, woraufhin das Unternehmen vorsorglich mehrere IT-Systeme abschaltete. Es meldete den Vorfall am 23.08.2024 bei der SEC. Technische Analysen einer gefundenen Schadsoftware ordneten den Angriff der seit Februar 2024 aktiven Gruppe RansomHub zu. Bei der Quartalsergebnispräsentation am 08.11.2024 bezifferte Halliburton die Kosten auf rund 35 Millionen Dollar, Rechnungsstellung und Zahlungseinzug waren zeitweise gestört.

BleepingComputer

11.11.2024

Klartext anzeigen

Der Erstzugriffsweg und eine etwaige Lösegeldzahlung sind nicht öffentlich bestätigt. Halliburton nennt in seinen SEC-Meldungen weder die Tätergruppe noch das Wort Ransomware. Die 35-Millionen-Dollar-Angabe deckt nur im dritten Quartal 2024 verbuchte Kosten ab.

Journalismus

Watching TVs Watch Us: A measurement study of ACR on Samsung and LG smart TVs

Samsung/LG-Smart-TVs erstellen bis zu 800 Bildschirm-Fingerabdrücke/Sekunde, DSGVO-Auskünfte unvollständig.

ACM IMC 2024 / UCL

10.11.2024

Klartext anzeigen

Studie deckt primär UK/USA ab, nicht alle Marken/Deutschland.

Organisation/NGO

Smart TV tracking raises privacy concerns

ACR-Technologie in Samsung- und LG-Fernsehern erfasst tausende Bildschirmausschnitte pro Sekunde, auch von externen Geräten, standardmäßig aktiviert mit komplexem Opt-out.

UCL / UC Davis

10.11.2024

Klartext anzeigen

Universitäre Pressemitteilung zur eigenen Forschung, keine unabhängige externe Prüfung.

Behörde/Institution

Bundestag-Gutachten zu vertrauenswürdigen Hinweisgebern (WD 7 - 074/24) — Beleihungsproblematik

Trusted Flagger werden von privaten oder juristischen Personen des Privatrechts wahrgenommen; durch die sogenannte Beleihung würden sie eigentlich zu Amtsträgern — allerdings ordnet das Gutachten die Übertragung an Trusted Flagger explizit NICHT als hoheitliche oder schlicht-hoheitliche Aufgabe ein, weshalb sie rechtlich keine "Beliehenen" sind.

Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages

08.11.2024· in Kraft

Klartext anzeigen

Wichtige juristische Feinheit: Private Organisationen bekommen hier eine Sonderrolle vom Staat übertragen — das Gutachten des Bundestags selbst sagt aber: Rechtlich sind sie trotzdem keine Behörden-Vertreter. Wer "der Staat lässt private Zensoren agieren" sagt, verkürzt eine differenziertere Rechtslage.

Organisation/NGO

"Trusted Flagger als Gefahr für die Meinungsfreiheit" (Verfassungsblog)

Ein Leitfaden der Bundesnetzagentur nennt als mögliche rechtswidrige Inhalte, die Trusted Flagger aufspüren sollen, unter anderem "Hassrede, Diskriminierung oder Inhalte, die negative Auswirkungen auf den zivilen Diskurs haben" — solche konturlosen, rechtlich nicht greifbaren Kategorien bergen laut Autor das Risiko, zum Einfallstor für die Meldung politisch unerwünschter, aber (noch) rechtmäßiger Meinungen zu werden.

Verfassungsblog (rechtswissenschaftliches Fachblog, Autor prüfen bei Volltext-Erfassung)

08.11.2024· nur Diskussion

Klartext anzeigen

Das ist die präziseste und fachlich fundierteste Kritik im ganzen Themenfeld: Ein Rechtswissenschaftler zeigt an einem konkreten Zitat der Bundesnetzagentur selbst, dass die Kategorien, nach denen gemeldet werden soll, sehr unscharf formuliert sind. Das ist keine Verschwörung, sondern eine belegbare handwerkliche Schwäche im Leitfaden.

Journalismus

Russia's internet watchdog blocks thousands of websites that use Cloudflare's privacy service

Roskomnadzor blockiert seit 06.10.2024 gezielt Cloudflares Encrypted-Client-Hello-Erweiterung, tausende Websites betroffen.

The Record

08.11.2024

Klartext anzeigen

Russland blockiert Verschlüsselungstechnik, die Zensur erschwert, als Kollateralschaden auch unzensierte Seiten betroffen.

Behörde/Institution

eIDAS 2.0 Artikel 45: Mozilla warnt vor Zertifikats-Interception durch QWAC-Pflicht

Mozilla veröffentlichte am 07.11.2024 einen Bericht über Artikel 45 der eIDAS-2.0-Verordnung, der Browser verpflichtet, staatlich benannte Qualified Website Authentication Certificates anzuerkennen. Mozilla und die EFF warnten in einem offenen Brief, staatlich kontrollierte kryptografische Schlüssel könnten zur Interception verschlüsselten Webverkehrs genutzt werden. Mehr als 500 IT-Sicherheitsexperten unterzeichneten einen Protestbrief.

Mozilla (Open Policy & Advocacy Blog)

07.11.2024

Klartext anzeigen

Nicht belegt ist, dass es bis Ende 2024 zu einem dokumentierten Fall staatlicher Zertifikats-Interception unter eIDAS 2.0 kam. Die Kritik bezieht sich auf ein befürchtetes Risiko, nicht auf einen nachgewiesenen Missbrauchsfall. Wie wirksam vom EU-Parlament eingeführte Schutzmaßnahmen sind, war noch nicht abschließend geklärt.

Journalismus

BND darf Pegasus-Nutzung geheim halten, Bundesverwaltungsgericht weist Klage ab

Das Bundesverwaltungsgericht wies am 07.11.2024 eine Klage von FragDenStaat-Journalist Arne Semsrott gegen den BND ab. Der Journalist wollte per Auskunftsanspruch erfahren, ob der BND die Spähsoftware Pegasus der NSO Group gekauft und eingesetzt hat. Das Gericht entschied, der BND dürfe diese Information verweigern, da eine Offenlegung die operative Handlungsfähigkeit beeinträchtigen könnte.

netzpolitik.org

07.11.2024

Klartext anzeigen

Das Urteil beweist nicht, ob der BND Pegasus tatsächlich gekauft oder eingesetzt hat, es entscheidet nur über die Auskunftspflicht. Kaufjahr und Einsatzhäufigkeit bleiben offen.

← ZurückSeite 77 von 232Weiter →

Transparenz & Qualität

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, mit Quellen belegt und werden regelmäßig überprüft.

Mehr über unsere Standards

Dein Wissen. Deine Freiheit.

Nutze verlässliche Informationen, um deine eigenen Entscheidungen zu treffen – für ein selbstbestimmtes Leben.

Zur Lernakademie

Wichtiger Hinweis

Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Weiterbildung. Sie stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Mitglied werdenAnmelden