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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

Moldau: Aufdeckung des Shor-Netzwerks fuer Stimmenkauf vor Referendum und Praesidentschaftswahl 2024

Moldauische Behoerden erklaerten im Oktober 2024, ueber Beweise fuer ein grossangelegtes Stimmenkaufnetzwerk zu verfuegen, das mit dem im Exil lebenden, prorussischen Oligarchen Ilan Shor verbunden sei. Nach Behoerdenangaben sollen rund 15 Millionen US-Dollar an geschaetzte 130.000 bis 150.000 Waehler geflossen sein, um deren Stimmen beim EU-Beitritts-Referendum und der Praesidentschaftswahl zu beeinflussen.

Reuters

16.10.2024

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Die genaue Gesamtsumme und Empfaengerzahl beruhen auf Schaetzungen der moldauischen Ermittlungsbehoerden und sind nicht unabhaengig extern verifiziert; Ilan Shor bestreitet die Vorwuerfe und lebt im russischen Exil.

Primärquelle

SimpleX network: cryptographic design review by Trail of Bits

Review fand 3 mittelschwere, 1 leichten Befund, keine kritischen Schwachstellen, SHA3-256 nachgerüstet.

Trail of Bits / SimpleX Chat

14.10.2024

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Mobile Schlüsselverwaltung nicht vollständig geprüft.

Behörde/Institution

Datenschutzrechtliche Risiken der neuen Windows-Funktion Recall

Recall dokumentiert per Screenshot alle fünf Sekunden Bildschirminhalte inkl. sensibler Daten, speichert bis zu drei Monate zentral.

datenschutz nord

11.10.2024

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Auf Zeitpunkt Oktober 2024 bezogener Funktionsstand.

Primärquelle

Datenleck bei Star Health Insurance in Indien 2024

Im Oktober 2024 wurde bekannt, dass ein Hacker unter dem Pseudonym xenZen über Telegram-Chatbots Kundendaten des indischen Krankenversicherers Star Health Insurance verbreitete. Der Angreifer behauptete, 7,24 Terabyte Daten von mehr als 31 Millionen Kunden erbeutet zu haben, darunter Namen, Adressen, Ausweiskopien und medizinische Befunde. Star Health bestätigte unbefugten Zugriff auf Teile seiner Daten und erhob vor dem Madras High Court Klage gegen Telegram, Cloudflare und den Hacker, woraufhin das Gericht eine einstweilige Verfügung erließ.

The Register

11.10.2024

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Die Zahl von über 31 Millionen Betroffenen stammt allein vom Hacker und wurde von Star Health nicht in dieser Größenordnung bestätigt. Der Hacker behauptete, die Daten vom Sicherheitschef von Star Health erhalten zu haben, was das Unternehmen als gefälscht zurückwies. Ob indische Behörden ein Bußgeld verhängen, ist offen.

Behörde/Institution

Justice Department Secures Over $6.5M from Citadel Federal Credit Union to Address Redlining

Die Citadel Federal Credit Union aus Pennsylvania zahlte 2024 über 6,5 Mio. Dollar wegen Redlining im Raum Philadelphia, der erste Redlining-Vergleich des DOJ mit einer Kreditgenossenschaft.

US-Justizministerium (DOJ)

10.10.2024

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Belegt Betrag und den Status als ersten Fall bei einer Kreditgenossenschaft. Untersuchungszeitraum war mindestens 2017 bis 2021.

Journalismus

Data Broker National Public Data meldet nach 2,9-Milliarden-Datensätze-Leck Insolvenz an

Am 07.04.2024 bot ein Hacker unter dem Namen USDoD auf dem Kriminalmarktplatz Breached eine Datenbank mit angeblich 2,9 Milliarden Datensätzen zu US-Bürgern an (277,1 GB), darunter vollständige Namen, aktuelle und frühere Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten und Telefonnummern. Der Datendiebstahl beim Data Broker National Public Data begann im Dezember 2023, der eigentliche Abfluss ab April 2024. Am 02.10.2024 meldete das Unternehmen Insolvenz an, mit geschätztem Vermögen von nur 25.000 bis 75.000 USD. Generalstaatsanwälte aus über 20 US-Bundesstaaten fordern Bußgelder, rund 20 Sammelklagen sowie FTC-Ermittlungen laufen parallel.

The Record (Recorded Future News) / Cybernews

09.10.2024

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Die Zahl von 2,9 Milliarden Datensätzen stammt aus der Eigenangabe des Angreifers beim Verkaufsangebot, nicht aus einer unabhängigen forensischen Verifikation der exakten Datensatzmenge.

Primärquelle

FTC-Vergleich mit Marriott und Starwood wegen dreier Datenlecks 2014 bis 2020

Die FTC gab am 09.10.2024 einen Vergleich mit Marriott International und der Tochter Starwood Hotels wegen dreier Datenlecks zwischen 2014 und 2020 bekannt, von denen weltweit mehr als 344 Millionen Kunden betroffen waren. Laut FTC-Beschwerde fehlten bei Marriott und Starwood angemessene Passwort- und Zugriffskontrollen, Netzwerksegmentierung, aktuelle Software-Patches und eine ausreichende Mehrfaktor-Authentifizierung. Der Vergleich verpflichtet die Unternehmen zu einem umfassenden Informationssicherheitsprogramm; parallel zahlte Marriott 52 Millionen Dollar an 49 US-Bundesstaaten.

U.S. Federal Trade Commission (FTC)

09.10.2024

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Der Vergleich beruht auf einer vorgeschlagenen FTC-Anordnung, ein Schuldeingeständnis von Marriott geht aus dieser Quelle nicht hervor. Offen bleibt, in welchem Umfang sich die 344 Millionen genannten Datensätze mit den bereits 2018 gemeldeten rund 339 Millionen Starwood-Datensätzen überschneiden.

Journalismus

Internet-Archive-Datenleck 2024

Im Oktober 2024 bestätigte Internet-Archive-Gründer Brewster Kahle einen Datendiebstahl, bei dem eine Datei mit rund 31 Millionen Nutzerdatensätzen entwendet wurde. Parallel legten DDoS-Angriffe, zu denen sich die Gruppe BlackMeta bekannte, archive.org und openlibrary.org zeitweise lahm. Wenig später kam ein zweiter Vorfall hinzu: Zugriff auf das Zendesk-Supportsystem über nicht rotierte Zugangstoken.

BleepingComputer

09.10.2024

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Offen bleibt, wer genau hinter dem Datendiebstahl steckt und ob DDoS-Gruppe BlackMeta und die Datenschutzverletzung von denselben Akteuren stammen. Der genaue technische Einbruchsweg wurde von verschiedenen Quellen unterschiedlich beschrieben und ist nicht abschließend geklärt.

Primärquelle

Multistate-Vergleich der US-Bundesstaaten mit Marriott wegen Starwood-Datenpanne

Am 09.10.2024 gab eine Koalition von Generalstaatsanwälten zahlreicher US-Bundesstaaten einen Vergleich mit Marriott wegen der Starwood-Datenpannen bekannt. Marriott zahlt insgesamt 52 Millionen US-Dollar. Der Vergleich betrifft den Starwood-Datenbruch von 2014 bis 2018 mit rund 131,5 Millionen betroffenen US-Datensätzen sowie eine weitere Kompromittierung 2018 bis 2020. Marriott verpflichtet sich zu einem CISO, Verschlüsselung und Mehrfaktor-Authentifizierung.

Office of the Attorney General New Jersey

09.10.2024

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Die genaue Zahl der beteiligten Jurisdiktionen wird unterschiedlich angegeben. Der Vergleich ist rechtlich eigenständig und nicht mit der ICO-Buße von 2020 oder dem separaten FTC-Vergleich zu verwechseln.

Primärquelle

Marriott-Starwood-Datenleck: Vier Jahre unentdeckte Kompromittierung von bis zu 500 Millionen Gästedaten

Marriott gab am 30.11.2018 bekannt, dass die Reservierungsdatenbank der 2016 übernommenen Hotelkette Starwood bereits seit 2014 kompromittiert war, also rund vier Jahre unentdeckt blieb. Betroffen waren Daten von bis zu 500 Millionen Gästen, darunter Namen, Passnummern und teilweise verschlüsselte Zahlungskartendaten. Die britische ICO verhängte 2020 eine Buße von 18,4 Millionen Pfund. Im Oktober 2024 einigten sich Marriott und Starwood mit der FTC auf eine Zahlung von 52 Millionen US-Dollar wegen dieses und eines weiteren Datenlecks 2020.

U.S. Federal Trade Commission (FTC)

09.10.2024

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Marriott korrigierte die Schätzung von 500 Millionen im Januar 2019 auf etwa 383 Millionen eindeutige Datensätze, da Duplikate enthalten waren. Die Zuschreibung des Angriffs an einen chinesischen Staatsakteur stützt sich vor allem auf Medienberichte ohne namentlich genannte Ermittler, eine öffentliche behördliche Bestätigung liegt nicht vor, China wies die Vorwürfe zurück.

Primärquelle

Marriott-Multistate-Vergleich über 52 Millionen Dollar wegen Starwood-Datenleck

Am 09.10.2024 gaben 49 US-Bundesstaaten, der District of Columbia und die FTC parallele Vergleiche mit Marriott wegen des Starwood-Datenlecks bekannt. Marriott zahlt 52 Millionen Dollar und verpflichtet sich zu einem Informationssicherheitsprogramm mit Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung. Grundlage war das Datenleck mit Zugriff von Juli 2014 bis September 2018, wovon rund 131,5 Millionen amerikanische Kunden betroffen waren.

New York Attorney General (Letitia James)

09.10.2024

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Nicht dokumentiert ist die exakte Aufteilung der 52 Millionen Dollar auf die Bundesstaaten. Offen bleibt, in welchem Umfang die vereinbarten Sicherheitsmaßnahmen bereits umgesetzt wurden. Zuvor separat verhängte Bußgelder europäischer Behörden sind nicht Teil dieses Vergleichs.

Journalismus

Urteil zum BKA-Gesetz: Wie geht es mit der Gewalttäter-Sport-Datei weiter?

BVerfG erklärte Teile des BKA-Gesetzes für verfassungswidrig, fehlende Speicherschwelle für Datei Gewalttäter Sport, ~5.600 Personen gespeichert.

netzpolitik.org

07.10.2024

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Journalistischer Bericht ohne eigene Urteilstextanalyse.

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