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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Organisation/NGO

Schockanrufe mit Künstlicher Intelligenz: Verbraucherzentrale Bremen warnt vor neuer Betrugsmasche

Warnung vor einer KI-Weiterentwicklung des Enkeltricks, bei der Betrüger aus kurzen Sprachfragmenten täuschend echte Stimmen klonen und Notfallsituationen vortäuschen.

Verbraucherzentrale Bremen

27.02.2024

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Nennt keine belastbaren Fallzahlen, beschreibt das Phänomen allgemein.

Journalismus

Datenleck bei IT-Dienstleister Modern Solutions betrifft Millionen Kundendaten deutscher Firmen und Organisationen

Ein Rechercheverbund aus BR und netzpolitik.org deckte 2024 auf, dass der IT-Dienstleister Modern Solutions GmbH jahrelang eine ungesicherte Datenbank mit Kunden- und Bestelldaten von rund 700 Webshops und Organisationen offen im Netz stehen hatte. Unter den Kunden befanden sich auch Onlineshops mit Bezug zu politischen Parteien und Verbänden, die Merchandise- bzw. Spenden-/Bestellprozesse über die Plattform abwickelten.

Bayerischer Rundfunk / netzpolitik.org

27.02.2024

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Nicht belegt ist ein direkter Leak von CDU- oder SPD-Parteispenden-Datenbanken selbst; die Berichterstattung bezieht sich auf einen Drittanbieter-Dienstleister, nicht auf die Parteizentralen direkt.

Organisation/NGO

ShotSpotter-Schussdetektion: 89 Prozent der Chicago-Einsätze ohne Waffenfund, Städte kündigen Verträge

Das akustische Schussdetektionssystem ShotSpotter war in rund 90 US-Städten im Einsatz und sollte per KI-gestützter Triangulation Schüsse erkennen und Polizei zum Ort schicken. Das MacArthur Justice Center stellte fest, dass die Polizei bei 89 Prozent der ShotSpotter-Einsätze in Chicago keinerlei waffenbezogenen Vorfall feststellte und in 85 Prozent der Fälle kein Polizeibericht erstellt wurde. Ein Bericht des Chicagoer Generalinspekteurs zeigte, dass ShotSpotter über 17 Monate (2020–2021) mehr als 50.000 Alarme auslöste, die in weniger als 10 Prozent der Fälle zu tatsächlichen Beweisen für waffenbezogene Straftaten führten. Studien belegten zudem, dass fehlerhafte Alarme zu bewaffneten Polizeieinsätzen an Orten führten, an denen keine Bedrohung bestand, wodurch unschuldige Anwohner unter Verdacht gerieten und die Überpolizierung von Vierteln mit überwiegend nicht-weißer Bevölkerung sowie verfassungswidrige Stop-and-Frisk-Kontrollen zunahmen. Mehrere Städte kündigten daraufhin an, ihre ShotSpotter-Verträge bis September 2024 zu beenden.

MacArthur Justice Center / Chicago Inspector General / CNN

24.02.2024

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Nicht alle Städte, die ShotSpotter nutzten, kündigten die Verträge; die Quelle beschreibt einen Trend zur Vertragskündigung, keine flächendeckende Abschaffung.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf Stadtgemeinde Korneuburg

In der Nacht vom 5. auf den 6.02.2024 verschlüsselte die Gruppe LockBit die EDV-Systeme der niederösterreichischen Stadtgemeinde Korneuburg. Betroffen waren rund 220 Mitarbeiter und 90 PCs. Die vollständige Wiederherstellung dauerte bis zum 23.02.2024. Die Gemeinde zahlte kein Lösegeld dank vorhandenem Band-Backup, der geschätzte Schaden liegt bei rund 100.000 Euro.

Stadtgemeinde Korneuburg

23.02.2024

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Die genaue Höhe der ursprünglich geforderten Lösegeldsumme wurde nicht beziffert. Ob es zu einem Datenabfluss kam, wurde von der Gemeinde verneint, ohne unabhängige forensische Bestätigung.

Journalismus

I-Soon-Leak: Interne Dokumente eines chinesischen Hacking-Auftragnehmers

Am 16. Februar 2024 wurden auf GitHub hunderte interne Dokumente der chinesischen Sicherheitsfirma I-Soon (auch bekannt als Anxun) veröffentlicht, darunter Verträge, Chatprotokolle, Zielkataloge und Produktbeschreibungen für Hacking-Werkzeuge. Die Dokumente zeigen eine Zusammenarbeit mit chinesischen Behörden wie dem Ministerium für öffentliche Sicherheit sowie Angriffe auf Regierungsstellen und Organisationen in mindestens 14 Ländern, darunter Indien, Malaysia, Taiwan und Hongkonger Demokratiegruppen. BBC, NHK und die Nachrichtenagentur AP bestätigten die Echtheit der Dokumente unter anderem durch Gespräche mit zwei I-Soon-Mitarbeitern.

The Record (Recorded Future News)

22.02.2024

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Wer die Dokumente leakte und aus welchem Motiv, ist bis heute nicht geklärt. Das vollständige Ausmaß der gestohlenen Daten und die Identität der meisten konkreten Opfer wurden nicht offengelegt. Die chinesische Regierung bestritt eine Verwicklung, eine unabhängige gerichtliche oder behördliche Bestätigung außerhalb Chinas liegt nicht vor.

Primärquelle

iMessage with PQ3: quantum-secure messaging at scale

Apple führt PQ3-Protokoll für iMessage ein, Hybrid ECC+Kyber gegen Harvest-now-decrypt-later.

Apple Security Research

21.02.2024

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Ausweitung auf andere Apple-Dienste nicht belegt.

Organisation/NGO

Change-Healthcare-Ransomware: 190 Millionen Amerikaner betroffen, UnitedHealth zahlt 22 Mio. USD Lösegeld

Am 21.02.2024 wurde ein Ransomware-Angriff auf Change Healthcare entdeckt, einen der größten Abrechnungsdienstleister im US-Gesundheitssystem, nachdem Angreifer der mit BlackCat/ALPHV verbundenen Gruppe neun Tage lang unbemerkt im Netzwerk operiert hatten. Zugang erhielten sie über ein Citrix-Fernzugriffsportal ohne Multi-Faktor-Authentifizierung. Die Muttergesellschaft UnitedHealth zahlte über ihre Tochter Optum ein Lösegeld von 22 Millionen US-Dollar. Nach anfänglichen Schätzungen von 100 Millionen Betroffenen korrigierte UnitedHealth die Zahl später auf 190 Millionen betroffene Amerikaner, fast die Hälfte der US-Bevölkerung, deren persönliche und Gesundheitsdaten gestohlen wurden. Der Angriff verursachte monatelange Ausfälle im US-Gesundheitssystem; UnitedHealth gab 2024 insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar für die Bewältigung der Attacke aus.

UnitedHealth Group / Bleeping Computer

21.02.2024

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UnitedHealth verzögerte laut Medienberichten die Benachrichtigung Betroffener über mehrere Monate; die genauen Gründe für die Verzögerung sind aus dieser Quelle nicht abschließend geklärt.

Journalismus

Change-Healthcare-Ransomware: 192,7 Millionen Betroffene, größter US-Gesundheitsdatenleak

Am 21.02.2024 legte ein Ransomware-Angriff der Gruppe ALPHV/BlackCat den IT-Betrieb von Change Healthcare lahm, einem Tochterunternehmen von UnitedHealth Group, das rund ein Drittel aller US-Krankenversicherungsabrechnungen verarbeitet. Die Angreifer verschafften sich bereits am 12.02.2024 über ein Citrix-Fernzugangsportal Zugang, das entgegen der Unternehmensrichtlinie nicht durch Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt war. In neun Tagen bewegten sie sich lateral durch die Systeme und exfiltrierten schätzungsweise sechs Terabyte an Daten, bevor am 21.02.2024 die Ransomware ausgelöst wurde. UnitedHealth Group zahlte im Anschluss ein Lösegeld von 22 Millionen US-Dollar, erhielt jedoch keine vollständige Zusicherung der Datenlöschung. Betroffen waren Namen, Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern sowie Krankenversicherungs-, Diagnose-, Behandlungs- und Abrechnungsdaten. Die Zahl der gemeldeten Betroffenen wurde mehrfach nach oben korrigiert, von anfänglich rund 100 Millionen auf schließlich 192,7 Millionen Individuen, fast zwei Drittel der US-Bevölkerung. UnitedHealth bezifferte die Gesamtauswirkungen des Angriffs bis Ende September 2024 auf 2,457 Milliarden US-Dollar.

Wikipedia (englischsprachig)

21.02.2024

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Nicht abschließend geklärt sind der genaue Umfang der tatsächlich missbrauchten Daten je Betroffenem sowie der Ausgang der zivilrechtlichen Sammelklagen und der behördlichen HIPAA-Untersuchung, die zum Zeitpunkt der Recherche noch keine abschließenden Ergebnisse veröffentlicht hatte.

Journalismus

Cencora-Datenleck 2024

Der US-Pharma-Distributor Cencora (vormals AmerisourceBergen) entdeckte am 21. Februar 2024 einen Cyberangriff auf seine IT-Systeme. Mindestens 1,43 Millionen Personen wurden benachrichtigt, dass Namen, Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern sowie Gesundheitsdaten wie Diagnosen entwendet wurden. Cencora einigte sich 2025 auf eine Sammelklage-Vergleichszahlung von 40 Millionen US-Dollar.

HIPAA Journal

21.02.2024

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Die tatsächliche Gesamtzahl der betroffenen Personen ist unbekannt, da nicht alle US-Bundesstaaten detaillierte Fallzahlen veröffentlichen. Kein Angreifer oder keine Ransomware-Gruppe hat sich öffentlich zu dem Angriff bekannt, sodass Täterschaft und genauer Angriffsweg ungeklärt bleiben.

Organisation/NGO

Law enforcement disrupt world's biggest ransomware operation (LockBit)

Operation Cronos zerschlug LockBit-Infrastruktur, 34 Server und über 200 Krypto-Konten beschlagnahmt.

Europol

20.02.2024

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LockBit tauchte Tage später unter neuer Infrastruktur wieder auf.

Organisation/NGO

Sicheres Internet an Schulen (JusProg-Jugendschutzprogramm)

JusProg bietet Schulen ein kostenloses, altersgestaffeltes Filterprogramm für Schulnetzwerke, WLAN und Endgeräte.

JusProg e.V.

20.02.2024

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Darstellung des Anbieters selbst, werblich geprägt.

Journalismus

Operation Cronos: Ermittler zerschlagen LockBit, sichern 1000 Entschlüsselungsschlüssel

Am 20.02.2024 gab die britische National Crime Agency (NCA) gemeinsam mit dem FBI, Europol, Eurojust und Strafverfolgungsbehörden aus insgesamt zehn Ländern die Zerschlagung der Ransomware-Gruppe LockBit im Rahmen der "Operation Cronos" bekannt. Die Ermittler übernahmen die Kontrolle über die Darknet-Infrastruktur von LockBit, darunter die Leak-Website, und ersetzten sie durch eigene Mitteilungen. Insgesamt wurden 34 Server in den Niederlanden, Deutschland, Finnland, Frankreich, der Schweiz, Australien, den USA und Großbritannien beschlagnahmt. Von den beschlagnahmten Servern sicherten die Ermittler mehr als 1.000 Entschlüsselungsschlüssel, mit denen Opfer ihre verschlüsselten Daten wiederherstellen können. Zudem wurden mehr als 14.000 für den Betrieb von LockBit genutzte Nutzerkonten identifiziert und mehr als 200 Kryptowährungskonten eingefroren. Zwei mutmaßliche LockBit-Mitglieder wurden in Polen und der Ukraine festgenommen, an der Operation waren unter anderem auch das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) und das LKA Schleswig-Holstein beteiligt. LockBit galt zu diesem Zeitpunkt als eine der aktivsten Ransomware-Gruppen weltweit mit mehreren tausend Opfern seit 2019.

heise online

20.02.2024

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Aus dieser Quelle nicht belegt sind die genaue Gesamtsumme der von LockBit erpressten Zahlungen sowie die vollständige Identität des Hauptbetreibers, der erst Monate später (Mai 2024) namentlich benannt wurde; auch der langfristige Erfolg der Zerschlagung ist unklar, da LockBit nach der Operation Teile seiner Aktivitäten wiederaufnahm.

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